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ZurückEskalation in Nahost: Flugabwehr in Teheran im Einsatz – Demonstranten stören Hegseth-Auftritt im Kongress
Eskalation in Nahost: Flugabwehr in Teheran im Einsatz – Demonstranten stören Hegseth-Auftritt im Kongress
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Spiegel Auslandvor 7 StundenPolitik4 Min. LesezeitGermany

Eskalation in Nahost: Flugabwehr in Teheran im Einsatz – Demonstranten stören Hegseth-Auftritt im Kongress

Die iranische Hauptstadt wird offenbar angegriffen, erstmals seit Anfang Juni. Der US-Präsident droht, man sei mit Iran »noch lange nicht fertig«. Sein Verteidigungsminister beziffert die Kosten des Krieges – und will noch mehr Geld.

Auf einen Blick

  • Nach US-Angriffen auf militärische Ziele wurde die Flugabwehr in Teheran aktiviert.
  • US-Präsident Trump droht Iran mit weiteren Angriffen, während Verteidigungsminister Hegseth die Kriegskosten auf 37,5 Mrd.
  • Dollar beziffert und einen Nachtragshaushalt von 67 Mrd.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Konflikt zwischen den USA und Iran eskalierte Anfang Juli erneut, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten und eine Anfang April vereinbarte Waffenruhe sowie ein Mitte Juni ausgehandeltes Rahmenabkommen gescheitert waren.

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Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Irankrieg ist die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran wieder aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie Menschen vor Ort berichten. Auch iranische Staatsmedien meldete Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte zunächst wieder Ruhe.

Parallel zu den Explosionen in Teheran hatte das US-Militär eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele in Iran bekannt gegeben. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit.

Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen. Laut Centcom wurden diesmal unter anderem iranische Flugzeughangars, Lager für Drohnen sowie militärische Einsatzzentralen ins Visier genommen.

Die nächtlichen Geschehnisse in Teheran könnten darauf hindeuten, dass die Eskalation des Konflikts in eine neue Phase tritt. Die bislang letzten Angriffe auf die Metropole hatte es Anfang Juni gegeben. Damals hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in der Stadt attackiert.

Der Konflikt war Anfang Juli erneut aufgeflammt, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten. Die USA flogen daraufhin Hunderte Luftangriffe auf Ziele an der Südküste Irans. US-Präsident Donald Trump erklärte die Anfang April vereinbarte – und ohnehin mehrmals gebrochene – Waffenruhe sowie das Mitte Juni ausgehandelte Rahmenabkommen für gescheitert. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden.

»Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen und zwar mit voller Wucht.«

Trump hatte Iran am Dienstag weitere Angriffe angedroht. Die USA seien mit Iran »noch lange nicht fertig«, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Unter anderem drohte er mit Angriffen auf den »Pickaxe Mountain«, den Spitzhackenberg, ein 1608 Meter hohes Bergmassiv in Zentraliran. Westliche Geheimdienste vermuten, dass Iran dort tief unter der Erde eine geheime Urananreicherungsanlage errichtet. »Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen und zwar mit voller Wucht«, sagte Trump.

Das oberste Militärkommando Irans drohte für diesen Fall mit Angriffen auf Ziele der USA und ihrer Verbündeten.

Ende Februar hatten Israel und die USA ihren Krieg gegen Iran begonnen und das Land fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen. Dabei wurden zahlreiche einflussreiche Generäle und Spitzenpolitiker gezielt getötet, darunter bereits am ersten Kriegstag Irans oberster Führer Khamenei. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit massiven Raketenangriffen auf US-Ziele in der Golfregion.

Was Hegseth über die Kosten des Krieges sagt

Der Krieg kostet die USA nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisher letzte offizielle Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen.

Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September, sagte Hegseth. Dazu zählten unter anderem Zahlungen für Militärangehörige sowie Betriebs- und Wartungskosten.

Hegseth warb im Kongress für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll unter anderem die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen. Der Minister betonte mehrfach, dass der beantragte Nachtragshaushalt den regulären Verteidigungsetat nicht ersetzen solle. Er sei als zusätzliche Soforthilfe gedacht. Sein Ziel sei angesichts der weltweiten Sicherheitslage ein Verteidigungshaushalt von 1,5 Billionen Dollar für das Haushaltsjahr 2026.

Hegseth wurde bei seinem Auftritt gleich mehrmals nacheinander von Demonstranten unterbrochen, die ein Ende des Irankriegs forderten. Beamte führten die Protestierenden aus dem Raum im Kapitol.

Trump will wieder Direktflüge in den Libanon erlauben – nach 41 Jahren

Nach dem Treffen mit Aoun sagte Trump, er habe seine Regierung angewiesen, US-Fluggesellschaften nach mehr als 40 Jahren Direktflüge von den USA in den Libanon zu gestatten. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Flüge ist jedoch eine umfassende Sicherheitsüberprüfung des Flughafens in Beirut durch US-Behörden. Es war zudem unklar, ob die US-Fluggesellschaften bereit wären, die Flüge wieder aufzunehmen.

Die USA hatten 1985 alle Flüge in das Land ausgesetzt. Anlass war die Entführung einer Maschine der Fluggesellschaft TWA, die auf dem Weg von Athen nach Rom zur Landung in Beirut gezwungen wurde. Während der 17-tägigen Geiselnahme wurde ein Taucher der US-Marine getötet. Die großen US-Fluggesellschaften American Airlines, United Airlines und Delta Air Lines haben unter Verweis auf Sicherheitsbedenken ihre Flüge in das nahe gelegene Tel Aviv eingestellt. Das US-Außenministerium rät US-Bürgern wegen der hohen Spannungen im Nahen Osten derzeit von Reisen in den Libanon ab.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die USA werden den 'Pickaxe Mountain' in Zentraliran mit voller Wucht angreifen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie wird Iran auf Trumps Drohung gegen den 'Pickaxe Mountain' reagieren?
  • Werden US-Fluggesellschaften Direktflüge in den Libanon wieder aufnehmen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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