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Evonik plant weiteren Stellenabbau und Ausstieg aus Polyestergeschäft
In Entwicklung
Spiegel Wirtschaft18.06.2026Business2 dk okumaGermany

Evonik plant weiteren Stellenabbau und Ausstieg aus Polyestergeschäft

Auf einen Blick

  • Evonik kündigt weiteren Stellenabbau und den Ausstieg aus dem Polyestergeschäft an.
  • Konzernchef Kullmann begründet dies mit unsicherer Weltlage und hartem Wettbewerb.
  • Die Chemiebranche insgesamt warnt vor einem Kollaps.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Evonik plant, das Polyestergeschäft aufzugeben und weitere Arbeitsplätze abzubauen, während die deutsche Chemieindustrie insgesamt eine schwere Krise durchlebt.

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»Die weltpolitische Lage ist unsicher, und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach«, begründete Konzernchef Christian Kullmann die Pläne. »Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter«, fügte er hinzu.

Der Stellenabbau soll sozialverträglich gestaltet werden, so das Unternehmen. »Klar ist: Die Beschäftigten dürfen nicht allein die Lasten ​einer schwierigen Marktlage tragen«, mahnte der Vertreter der Gewerkschaft IG BCE, Alexander Bercht. Positiv sei indes, dass es weiter keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben habe. Die Verlagerung ⁠einer »erheblichen Anzahl von ⁠Arbeitsplätzen von Deutschland ins Ausland« sei zudem verhindert worden. Immer neue Sparprogramme schafften jedoch keine nachhaltigen Zukunftsperspektiven.

Polyestergeschäft soll komplett wegfallen

Evonik plant mit aktuell laufenden Sparprogrammen, bereits rund 2800 Arbeitsplätze abzubauen. Geschäfte mit rund 3500 Beschäftigten an den Standorten Marl und Wesseling wurden zudem im Rahmen des Umbaus abgetrennt und in ‌eine Syneqt genannte hundertprozentige Tochter überführt. Diese könnte verkauft werden. Evonik beschäftigte Ende März etwa 30.600 ​Menschen. Vor Jahresfrist waren es ‌noch mehr als 31.000.

Der Ausstieg aus dem Polyestergeschäft trifft die Standorte Witten und Marl sowie Shanghai in China. Der Schritt sei jedoch alternativlos, die Sparte fahre seit Jahren Verluste ein. Mit einem Minus von über drei ‌Prozent gehörten die Evonik-Aktien zu den größten Verlierern im MDax.

Chemiebranche warnt vor Kollaps

Die deutsche Chemieindustrie steckt insgesamt in einer der schwersten Krisen der vergangenen 30 Jahre. Schwache Nachfrage, hohe Energiepreise, Preisdruck aus Asien und geopolitische Spannungen setzen der Branche zu. Der Branchenverband VCI warnte ‌gar vor einem Kollaps des drittgrößten Industriezweigs des Landes nach der ​Automobil- und der Maschinenbaubranche. Ausdruck der schwierigen Lage ist der Stellenabbau, ‌den zahlreiche Firmen angekündigt haben.

Auch Branchenprimus BASF will weitere Arbeitsplätze einsparen. Wie viele betroffen sein werden, ist noch offen. Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 ​sank die ​Zahl der Beschäftigten bei BASF weltweit bereits um 4800. Zwar sichert eine neue Standortvereinbarung die Arbeitsplätze von rund 33.000 Beschäftigten in Deutschland bis Ende 2028, dennoch wird mit weiterem Personalabbau gerechnet.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weiterer Personalabbau bei BASF erwartet.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie viele Arbeitsplätze wird BASF genau einsparen?
  • Wird die Syneqt-Tochter von Evonik tatsächlich verkauft?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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