Fußball-WM: Schweiz startet mit spätem 1:1 gegen Katar
Auf einen Blick
- Die Schweiz ist mit einem späten 1:1 gegen den Außenseiter Katar in die WM gestartet.
- Breel Embolo brachte die Schweiz in Führung, doch Boualem Khoukhi glich in der Nachspielzeit aus.
- Zahlreiche Plätze im Stadion blieben leer.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Schweiz startete mit einem späten Tiefschlag und einer großen Enttäuschung in die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin kam gegen den krassen Außenseiter Katar zum Auftakt nicht über ein 1:1 hinaus.
Schock in der Nachspielzeit: Die Schweiz ist mit einem späten Tiefschlag und einer großen Enttäuschung in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Die mit zahlreichen aktuellen oder ehemaligen Bundesligaprofis besetzte Mannschaft von Trainer Murat Yakin kam gegen den krassen Außenseiter Katar zum Auftakt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.
Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion brachte Breel Embolo die Schweiz zunächst in Führung (17. Minute/Foulelfmeter). Boualem Khoukhi (90.+5) glich für Katar jedoch noch aus. Für das vom Spanier Julen Lopetegui gecoachte Team war es bei der zweiten WM-Teilnahme der erste Punkt.
Bei strahlend blauem Himmel und rund 25 Grad versammelten sich schon vor 10 Uhr Ortszeit zahlreiche Fans am Stadion in Santa Clara. Mit Kuhglocken und Gesängen stimmten sich die Schweiz-Anhänger bei einem gemeinsamen Marsch auf die Partie ein. In der riesigen Arena, in der im Februar noch der Super Bowl stattfand, blieben beim Anstoß in der Mittagshitze allerdings zahlreiche Plätze leer.
„Wir haben Hunger wie nie zuvor“, hatte Kapitän Granit Xhaka vor dem Anpfiff verkündet. Der Mittelfeldstratege vom AFC Sunderland will mit der Schweiz die „beste WM aller Zeiten“ spielen. Bisher ist das Viertelfinale der größte Erfolg.
Der Favorit war nun wach. Die Schweiz baute Druck auf. Der sehr agile Dan Ndoye machte mächtig Alarm, konnte seine Chancen jedoch nicht nutzen. Embolo blieb vom Elfmeterpunkt dagegen ganz cool. Katars Torwart Mahmud Abunada hatte Remo Freuler im Strafraum gefoult und der frühere Gladbacher verwandelte souverän.
Dass es überhaupt Elfmeter gab, sorgte allerdings für etwas Verwunderung. Kamerabilder ließen eine Abseitsposition Freulers vor dem Foul erahnen. „Ich hätte mit einer Abseitsposition gerechnet“, sagte der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer im ZDF. „Ich kann mir nur vorstellen, dass die Kamera eine falsche Perspektive gezeigt hat oder die halbautomatische Abseitslinie ausgefallen ist.“ Auch TV-Experte und 2014er Weltmeister Per Mertesacker zeigte sich irritiert.
Die Schweiz beschwerte sich natürlich nicht, kontrollierte auch in der Folge das Spiel und hatte Chancen für weitere Tore. Der starke Abunada verhinderte jedoch eine schnelle Vorentscheidung. So hatte Katar bei einer seiner wenigen Offensivaktionen kurz vor der Pause die Ausgleichschance. Erneut blieb Kobel gegen Edmilson Junior der Sieger.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Die Schweizer ließen den Ball laufen, glänzten aber kaum. Phasenweise hatte die Partie etwas von Sommervorbereitung - auch stimmungstechnisch.
Nach anfänglicher Euphorie war es auf den Rängen nun sehr still. Am lautesten wurde es in den Trinkpausen, als Musik aus den Boxen schallte und tanzende und winkende Fans von den Leinwänden lachten.
Als die Schweizer in Gedanken wohl schon beim Abpfiff waren, wurden sie spät geschockt. Nach einer hohen Flanke in den Strafraum kam Khoukhi zum Kopfball, der unhaltbar für Kobel im Eck einschlug.
Offene Fragen
- Wird die Schweiz ihre Leistung steigern können?
- Wie wird sich das späte Gegentor auf die Moral auswirken?


