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Gehaltsreport 2026: So verdienen Sie im Vergleich
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Handelsblatt22.06.2026Business7 dk okumaGermany

Gehaltsreport 2026: So verdienen Sie im Vergleich

Auf einen Blick

  • Laut Stepstone-Gehaltsreport 2026 verdienen Ärzte am besten (über 100.000 Euro Median).
  • IT-Fachkräfte, Ingenieure und Experten in Zukunftsfeldern wie KI oder Cybersecurity verdienen ebenfalls überdurchschnittlich.
  • Auch Führungsverantwortung und ein Studium zahlen sich aus, aber auch ohne Studium sind attraktive Gehälter möglich.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

In Deutschland ist das Gehalt oft noch ein Tabuthema, obwohl Unternehmen ab Juni in Stellenanzeigen Durchschnittsgehälter nennen müssen. Die Jobplattform Indeed verzeichnet hierbei eine geringe Umsetzung durch deutsche Arbeitgeber im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich.

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Aus dem Handelsblatt-Archiv: Das Gehalt zählt nach wie vor zu den Tabuthemen in Deutschland. Finden Sie heraus, wie gut Sie im Vergleich in einzelnen Berufen, Branchen und Bundesländern verdienen. Franziska Telser 22.06.2026 - 10:36 Uhr Artikel anhören

Zwei Mitarbeiter: Auch Arbeitsort, Geschlecht und Unternehmensgröße können sich auf das Gehalt auswirken. Foto: midjourney_MeiOl

Berlin. Fragen zum Gehalt sind für Beschäftigte essenziell: Wer verdient wie viel? Wie hoch darf die Forderung im Jahresgespräch sein? Und wann lohnt sich ein Jobwechsel finanziell?

Wie viel jemand verdient, ist in Deutschland ein Tabuthema. Und das, obwohl Unternehmen ab Juni in Stellenanzeigen ein Durchschnittsgehalt nennen müssen. Auf der Jobplattform Indeed tun das bisher aber nur rund 16 Prozent der deutschen Arbeitgeber. In Großbritannien waren es zuletzt dagegen rund 70 Prozent, in Frankreich 35 Prozent.

Dabei ist Geld laut einer Studie der Personalberatung Randstad der häufigste genannte Grund für einen Arbeitgeberwechsel. Um mehr Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Jobplattform Stepstone jedes Jahr ihren Gehaltsreport – und vergleicht anhand von 1,3 Millionen Gehaltsdaten, in welchen Branchen oder Berufen die Deutschen am meisten verdienen. Lesen Sie in unserer Auswertung der Daten, wie Ihr Gehalt im Vergleich zu anderen abschneidet – und ob es vielleicht mehr sein könnte.

Gehaltsreport 2026: Das sind die bestbezahlten Jobs

Bundesweit beträgt das Bruttomediangehalt laut Stepstone 53.900 Euro. Das passt zu den Zahlen des Statistischen Bundesamts, das rund 52.200 Euro ausweist. Beim Median handelt es sich um den Wert, zu dem es gleich viele schlechter wie besser bezahlte Stellen gibt.

An der Spitze des Stepstone-Rankings stehen Ärzte. Ihr Mediangehalt liegt bei über 100.000 Euro. Aber auch Ingenieure, IT-Fachkräfte oder Experten in der Entwicklung verdienen deutlich über dem Durchschnitt.

Besonders lukrativ ist etwa ein Posten als Ärztin für innere Medizin (102.500 Euro), als Bereichsleiter (80.500 Euro) oder als Entwicklungsingenieur (75.500 Euro).

IT-Fachkräfte verdienen besonders gut, wenn sie in Zukunftsfeldern arbeiten. Dazu zählen etwa Künstliche Intelligenz (KI) oder Cybersecurity. Unternehmen suchen derzeit vor allem Cloud-Spezialisten, Datenanalysten, KI-Fachkräfte oder Cybersecurity-Experten, wie eine Handelsblatt-Umfrage kürzlich zeigte.

IT-Fachkräfte kommen laut Stepstone auf ein Bruttomediangehalt von 66.750 Euro. Wer allerdings in einem hochkomplexen Bereich arbeitet, kann deutlich mehr erwarten. Denn Gehaltsdaten der Personalvermittlung Robert Half zeigen, dass etwa IT-Security-Consultants und IT-Security-Architekten mit der entsprechenden Erfahrung ein sechsstelliges Gehalt verdienen.

KI-Spezialisten können ebenfalls mit einem guten Einkommen rechnen. Laut der Bundesagentur für Arbeit liegt das Mediangehalt eines KI-Engineers oder eines KI-Prompters bei rund 77.800 Euro. Das obere Quartil, also die obersten 25 Prozent, bekommt sogar mehr als 89.400 Euro im Jahr.

So stark wirkt es sich aufs Gehalt aus, Chef zu sein

Und auch Führungsverantwortung zahlt sich aus. Zwar fördern auch immer mehr Unternehmen eine Expertenkarriere und vergüten diese auch entsprechend. Darunter werden Karrierepfade verstanden, bei denen Beschäftigte durch ihre fachliche Kompetenz aufsteigen, ohne Personalverantwortung zu übernehmen. Chefs verdienen mit 62.000 Euro im Mittel aber rund 21 Prozent mehr als Beschäftigte ohne leitende Funktion.

Einer der Gehaltstreiber ist nach wie vor ein Studium: Akademiker kommen im Median auf 68.250 Euro. Beschäftigte ohne Hochschulabschluss verdienen dagegen durchschnittlich 51.200 Euro. In den unteren Gehaltsgruppen dominieren deshalb auch Ausbildungsberufe wie Zahnarzthelfer (41.500), Bürokauffrau (43.250 Euro) oder Bäcker (39.750 Euro).

Und dennoch gilt: „Auch ohne Studium sind attraktive Gehälter möglich“, sagt Anna Wittich, Arbeitsmarktexpertin bei Stepstone. „Etwa als Meister im Handwerk, in technischen Berufen, in der Industrie oder im Vertrieb.“ Eine Servicetechnikerin beispielsweise verdient mit 56.250 Euro überdurchschnittlich, ebenso ein Kfz-Meister mit 54.500 Euro.

Branche, Personalverantwortung und Unternehmensgröße könnten die Gehälter von Nicht-Akademikern deutlich erhöhen, sagt Wittich. Entscheidend sei aber die fachliche Spezialisierung. Wer sich fortbildet und etwa KI oder digitale Werkzeuge beherrscht, steigert seinen Marktwert deutlich – „unabhängig vom formalen Abschluss“.

Gehaltsvergleich 2026: Das sind die Top-Branchen

Grundsätzlich gilt: Wer viel verdienen will, hat im Bankwesen, in der Luft- und Raumfahrt oder in der Versicherungsbranche gute Chancen. Dort verdienen Beschäftigte laut Stepstone am besten.

Am meisten zahlt das Bankgewerbe. Dort liegt das Bruttomediangehalt laut Stepstone bei 70.250 Euro – gut 30 Prozent über dem Durchschnitt. Am unteren Ende steht die Gastronomie mit 45.500 Euro.

Die hohen Gehälter im Bankwesen und in der Luft- und Raumfahrt haben diverse Gründe. In diesen Branchen gebe es viele komplexe, sicherheitskritische und stark regulierte Aufgaben, sagt Stepstone-Expertin Wittich. Dafür braucht es ein hohes Maß an Verantwortung und hochqualifizierte Fachkräfte, die zudem international gefragt sind. Das treibt die Gehälter.

Jahresgespräch

Wie Manager heikle Themen wirksam ansprechen

Als Zukunftsbranche sieht Wittich auch die Rüstungsindustrie. In der Stepstone-Auswertung zählt sie zwar bislang nicht zu den Topzahlern. Durch die steigenden Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur rechnet Wittich hier künftig jedoch mit sehr guten Beschäftigungs- und Einkommensaussichten.

Der Lenkwaffenkonzern MBDA etwa will die Belegschaft am Standort Schrobenhausen von 1400 auf 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhen – und hat dafür bereits rund 10.000 Bewerbungen erhalten. Der im deutschen Leitindex Dax notierte Rüstungskonzern Rheinmetall schuf allein in diesem Jahr weltweit 4000 neue Stellen.

Geeignetes Personal ist knapp. Deshalb suchen Rüstungsunternehmen nicht nur branchenerfahrene Kräfte. „Quereinsteiger haben durchaus Chancen – insbesondere wenn sie aus technischen Branchen wie der Automobilindustrie oder der Luftfahrt kommen“, hieß es kürzlich vom Radarspezialisten Hensoldt.

Und auch Rheinmetall ist offen für Quereinsteiger. Vielversprechende Bewerber, sagte ein Sprecher, kämen vor allem von produzierenden Unternehmen. Dazu zählen unter anderem der Fahrzeug- und Maschinenbau, die Chemiebranche oder die Luft- und Raumfahrt.

So viel mehr Gehalt zahlen Konzerne

Wer in einem Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern arbeitet, verdient im Mittel nach dem Report von Stepstone 63.000 Euro. In einem kleinen Betrieb mit bis zu 50 Beschäftigten liegt das Mediangehalt dagegen nur bei 48.800 Euro.

Kleinere Unternehmen stellt das beim Recruiting von Fachkräften vor große Herausforderungen. Abgehängt seien sie dennoch nicht, sagt Stepstone-Expertin Wittich. „Gehalt ist ein wichtiger Faktor, aber längst nicht der einzige“, sagt sie. Befragungen von Stepstone zeigen: Neben dem Einkommen zählen auch Faktoren wie Arbeitsklima, Sinnhaftigkeit („Purpose“), Flexibilität und Vereinbarkeit zu den wichtigsten Kriterien für Beschäftigte.

In diesen Bundesländern gibt’s das höchste Gehalt

Auch der Wohnort entscheidet über das Einkommen. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist nach der Auswertung von Stepstone der Stadtstaat Hamburg. Das liegt vor allem daran, dass dort wichtige Großunternehmen ihren Sitz haben, die vergleichsweise gut zahlen – zum Beispiel der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, große Logistikunternehmen wie Hapag-Lloyd oder Handelskonzerne wie die Otto Group.

In Hessen, wo unter anderem die Bankenmetropole Frankfurt liegt, verdienen die Menschen ebenfalls sehr gut. Gleiches gilt für Bayern und Baden-Württemberg, wo einige der wichtigsten deutschen Mittelständler und Industrieunternehmen ihren Sitz haben. Schlusslichter sind die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zwischen dem Median im Osten und dem im Westen liegt insgesamt eine Gehaltslücke von rund 15 Prozent.

Dieses Ost-West-Gefälle hat laut Dennis Alexis Valin Dittrich mehrere Gründe. Der Ökonom forscht für Stepstone an diesem Thema. Rund die Hälfte der Lohnunterschiede erklärt er mit Faktoren wie Wirtschaftsstruktur, Altersaufbau der Belegschaften und Arbeitslosenquote. „Auch Unterschiede bei Branchenmix, Tarifbindung und Unternehmensgrößen spielen eine Rolle.“

Ein weiterer Grund für die verbleibende Lücke sei die Markenbekanntheit. „Ostdeutsche Unternehmen haben erst mit der Wiedervereinigung Zugang zum Weltmarkt erhalten und ihre Marken und Produkte nicht so stark monetarisieren können wie westdeutsche Unternehmen“, sagt Dittrich. Die Wertschöpfung pro Kopf ist in Westdeutschland dadurch 20 Prozent höher als im Osten.

Gender-Pay-Gap: Frauen verdienen weiterhin deutlich weniger

Nicht zuletzt entscheidet auch das Geschlecht nach wie vor mit, wie viel jemand verdient. Frauen bekommen mit 50.500 Euro im Median deutlich weniger als Männer (55.900 Euro).

Ausblick: So entwickeln sich die Gehälter 2026

Weil jedes Jahr die Datenbasis eine andere ist, lässt sich die aktuelle Auswertung von Stepstone nicht mit den Zahlen der vergangenen Jahre vergleichen.

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Einen groben Trend liefern jedoch Zahlen der Personalberatung Kienbaum: Demnach sind die Gehälter der Beschäftigten in Deutschland 2025 um 2,9 Prozent gestiegen – und damit weniger als erwartet. Für das Jahr 2026 gehen die Experten von Kienbaum davon aus, dass sich die Gehälter im Durchschnitt um 3,1 Prozent erhöhen werden.

Mehr: Welches Job-Mindset 2026 Erfolg bringt

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Gehälter in Deutschland steigen 2026 um durchschnittlich 3,1 Prozent.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie wird die neue Transparenzpflicht umgesetzt?
  • Wie entwickeln sich die Gehälter in Zukunft weiter?
  • Welche Rolle spielen Weiterbildungen für Nicht-Akademiker?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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