Genetische Untersuchung von jungsteinzeitlichen Gräbern in Mitteleuropa
Auf einen Blick
- Eine genetische Untersuchung von über 200 jungsteinzeitlichen Skeletten in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen zeigt, dass nicht verwandte Personen gemeinsam bestattet wurden, während Familienmitglieder auch in entfernten Gräbern ruhten.
- Ein Sohn wurde rund 5000 Jahre nach seinem Vater in einem anderen Grab beigesetzt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Während der Jungsteinzeit wurden Menschen sesshaft und errichteten Mehrpersonengräber. Ein Forscherteam unter der Leitung von Ben Krause-Kyora untersuchte genetisch die Überreste von über 200 Menschen aus Gräbern in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Als die Menschen im Verlauf der Jungsteinzeit in Mitteleuropa sesshaft wurden, errichteten sie auch Grabstellen für mehrere Tote.
Ein Forscherteam unter der Leitung des Kieler Molekularbiologen Ben Krause-Kyora hat nun die Überreste von mehr als 200 Menschen genetisch untersucht, die in solchen Gräbern auf dem Gebiet der heutigen Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen bestattet worden sind, und die Ergebnisse in „Science“ publiziert.
Demnach fanden in den Gräbern auch Menschen eine gemeinsame Ruhestätte, die nicht miteinander verwandt waren.
Umgekehrt konnten die Forscher nachweisen, dass Familienangehörige in weit voneinander liegenden Gräbern beerdigt wurden.
So fand der Sohn eines in Niedertiefenbach bestatteten Mannes seine letzte Ruhe im etwa 5000 Jahre alten Felskammergrab von Sorsum in der Nähe von Hildesheim.
Wie und warum er dorthin gelangt ist, wüsste man gern.
Offene Fragen
- Wie und warum gelangte der Sohn des in Niedertiefenbach bestatteten Mannes in das rund 5000 Jahre alte Felskammergrab von Sorsum?




