Grönland-Frage mit Europas Sicherheit verknüpft?
Auf einen Blick
- US-Präsident Trump erwägt, die Stationierung von US-Truppen in Europa von einem Deal mit Grönland abhängig zu machen.
- Dies sorgte bei Verbündeten für Bestürzung und wurde von deutschen Politikern als "irritierend" bezeichnet.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
US-Präsident Trump erwägt, die künftige Stärke von US-Truppen in Europa von einem möglichen Deal mit Grönland abhängig zu machen. Dies sorgte bei Verbündeten für Bestürzung.
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Entscheidet sich die Grönland-Frage am Ende an Europas Sicherheit? US-Präsident Trump überlegt auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei laut gegenüber Reportern, die künftige Stärke von US-Truppen in Europa von einem möglichen Deal mit der dänischen Insel abhängig zu machen.
„Ich habe diese endgültige Entscheidung noch nicht getroffen“, sagte der Präsident auf die Frage eines Journalisten, ob er sich noch nicht endgültig entschieden habe, wie viele US-Truppen in Europa stationiert bleiben sollen. „Vieles wird von Grönland abhängen“, fügte Trump hinzu, und davon, ob es gelingen werde, „ein sehr gutes Abkommen mit Grönland“ zu erzielen. Er ging nicht näher darauf ein.
Das Pentagon wartet noch immer auf Klarheit, nachdem Trump kürzlich angedeutet hatte, er werde 5000 US-Soldaten nach Polen entsenden – nur wenige Wochen, nachdem er die gleiche Anzahl aus Europa abgezogen hatte. Zuvor war es zu einem Streit mit deutschen Regierungsvertretern über den Iran-Krieg gekommen.
Trump hatte weder vor noch während des Nato-Gipfels angedeutet, dass Grönland bei der Festlegung der Truppenstärke in Europa eine Rolle spielen könnte. Allerdings sorgte Trump bei den Verbündeten schon lange für Bestürzung, indem er vorschlug, Washington solle Grönland, das Teil des Königreichs Dänemark ist, kontrollieren.
In Ankara äußerte sich der US-Präsident „sehr verärgert“ über die Verbündeten: „Ich bin nicht zufrieden mit der Nato wegen dem, was sie mit Grönland gemacht haben, und ich bin nicht zufrieden mit der Nato, weil sie uns nicht gegen den Haupt-Unterstützerstaat des Terrorismus, den Iran, helfen wollten“, sagte er. Zudem drohte er Spanien mit dem sofortigen Abbruch aller Handelsbeziehungen, nachdem Madrid der US-Armee die Nutzung von Stützpunkten verweigert hatte.
Deutschland beteuert nach Gipfel Einigkeit der Nato
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bezeichnete die Aussagen Trumps in Ankara im Nachgang als „irritierend“. Die teilweise harten Vorwürfe von Trump gegen die Alliierten seien „irritierende Bemerkungen“ gewesen, sagte Wadephul am Mittwochabend in den ARD-Tagesthemen. Insgesamt sei es aber so, dass die US-Vertreter „in allen Stäben, in allen politischen Diskussionen innerhalb der Nato als sehr zuverlässig“ wahrgenommen würden.
Zugleich verwies Wadephul auf die Beschlüsse von Ankara, die das Gipfeltreffen zu einem Erfolg gemacht hätten. Die Nato „hat jetzt gezeigt, dass sie die Ukraine stark unterstützen kann. Sie hat sich auf neue Rüstungsprojekte, neue Kooperationen verständigt.“
Bundeskanzler Merz verkündete nach dem Gipfel: „Die Nato ist mit dem heutigen Tag europäischer denn je. Und doch bleibt sie transatlantisch fest verankert. Sie bleibt unerreicht stark. Und vor allem: Sie bleibt einig.“ Der Kanzler äußerte sich ausgesprochen positiv über den Auftritt von Trump in den Beratungen. Trump habe in seinem Schlussstatement den Satz „There is a feeling of love in the air“ (deutsch: „Es liegt ein Gefühl von Liebe in der Luft“) gesagt. Von einem möglichen Grönland-Deal als Bedingung für US-Soldaten in Europa war keine Rede.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Trump könnte versuchen, Grönland zu kaufen oder zu kontrollieren.
Möglich · Mittelfristig
Offene Fragen
- Welche konkreten Forderungen hat Trump bezüglich Grönland?
- Wie werden die Nato-Verbündeten auf Trumps Drohungen reagieren?
- Welche Auswirkungen hat dies auf die US-Truppenpräsenz in Europa?


