Eilmeldung
RUUS Strikes Iran for Second Night Amid Escalating TensionsINTLTrump on Maine Senate Candidate Platner Accusation: 'It's Really a Question of Whether or Not You Believe the Woman'KR대전·세종·충남 장맛비로 홍수특보·도로 통제…주민 85명 대피KR상주 산사태경보·문경 홍수주의보 발령CN屏縣里港警分局預置交管措施 應對巴威颱風強風豪雨BRMotociclista morre após ser atingido por cerol em rodovia de São VicenteCN警惕“国安考公”培训陷阱:虚假宣传、诱导消费、信息泄露KR걸그룹 리센느, '러브 어택' 멜론 차트 1위… '거제 야호' 밈 효과RUMeta Faces Potential $1.4 Trillion in Fines Over Child Addiction ClaimsKRSK하이닉스 ADR, 공모 물량 7배 넘는 청약 몰려…조달 금액 245억 달러 예상RUUS Strikes Iran for Second Night Amid Escalating TensionsINTLTrump on Maine Senate Candidate Platner Accusation: 'It's Really a Question of Whether or Not You Believe the Woman'KR대전·세종·충남 장맛비로 홍수특보·도로 통제…주민 85명 대피KR상주 산사태경보·문경 홍수주의보 발령CN屏縣里港警分局預置交管措施 應對巴威颱風強風豪雨BRMotociclista morre após ser atingido por cerol em rodovia de São VicenteCN警惕“国安考公”培训陷阱:虚假宣传、诱导消费、信息泄露KR걸그룹 리센느, '러브 어택' 멜론 차트 1위… '거제 야호' 밈 효과RUMeta Faces Potential $1.4 Trillion in Fines Over Child Addiction ClaimsKRSK하이닉스 ADR, 공모 물량 7배 넘는 청약 몰려…조달 금액 245억 달러 예상
Newsgather
BackGüterbahnen schlagen Alarm: "Völliger Kontrollverlust" im Netz
Güterbahnen schlagen Alarm: "Völliger Kontrollverlust" im Netz
Dringend
Die Welt22.05.2026Business3 dk okumaGermany

Güterbahnen schlagen Alarm: "Völliger Kontrollverlust" im Netz

Auf einen Blick

  • Der Verband "Die Güterbahnen" warnt vor "massiven Rückstaus, Zugstillständen und faktischen Netzblockaden" im Raum Hannover und auf Nord-Süd-Achsen, die den Hamburger Hafen stark beeinträchtigen.
  • Der Verband kritisiert das Baustellen- und Kapazitätsmanagement der DB InfraGO als überlastet und fordert sofortige Maßnahmen zur Stabilisierung des Netzes.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Verband "Die Güterbahnen" kritisiert seit langem die Probleme beim Netzausbau und Kapazitätsmanagement der Deutschen Bahn. Aktuell kommt es zu massiven Störungen im Raum Hannover und auf Nord-Süd-Achsen, die den Hamburger Hafen beeinträchtigen. Diese Probleme überschneiden sich mit anderen Infrastrukturproblemen wie der Köhlbrandbrücke und der Korridorsanierung Hamburg-Berlin.

Schriftgröße

Der Verband „Die Güterbahnen“ schlägt Alarm: „Seit Tagen kommt es im Raum Hannover und auf den Nord-Süd-Achsen zu massiven Rückstaus, Zugstillständen und faktischen Netzblockaden. Besonders betroffen sind die Verkehre zum Hamburger Hafen – dem wichtigsten deutschen Seehafen für den Schienengüterverkehr.“ Der Verband vertritt die Interessen der privatwirtschaftlichen Bahnbetreiber außerhalb des Konzerns der Deutschen Bahn.

Der Verband weist regelmäßig darauf hin, dass der Schienengüterverkehr angesichts der massiven Probleme des Netzausbaus in Deutschland weiter ins Hintertreffen gerät. So seien die aktuellen Probleme zwischen Hamburg und Hannover nicht nur das Ergebnis einzelner technischer Störungen: „Vielmehr zeigt sich, dass das derzeitige Baustellen- und Kapazitätsmanagement der DB InfraGO den Belastungen im Netz nicht standhält – vor allem angesichts der vielen Baustellen und Sperrungen im Raum Hamburg/Hannover. Gleichzeitig fehlen funktionierende Notfall- und Krisenkonzepte für den Güterverkehr“, heißt es in der Mitteilung.

DB InfraGO ist das für den Netzbetrieb zuständige Tochterunternehmen der Deutschen Bahn und Monopolist beim Betrieb des größten Teils des deutschen Bahnnetzes: „Besonders kritisch ist, dass die Einschränkungen inzwischen deutlich länger andauern als ursprünglich kommuniziert“, schreibt Die Güterbahnen. „Nach aktuellem Stand soll die massive Beeinträchtigung des Knotens Hannover bis mindestens 13. Juni fortbestehen.“ Wegen der Verzögerung bei der Korridorsanierung Hamburg – Berlin – deren Ende vom 1. Mai auf den 14. Juni verschoben wurde – „überlappt sich diese Sperrung aktuell mit der Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover“.

Der Hamburger Hafen hat wegen der maroden Köhlbrandbrücke und der wegen Beschädigungen gesperrten Freihafenbrücke derzeit ohnehin massive Probleme mit den Innerhafenverkehren und bei der äußeren Straßenanbindung. Aufgrund der Probleme im Schienennetz sind zugleich auch die Möglichkeiten weiterhin limitiert, deutlich mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Der Anteil der Schiene im sogenannten „Modal Split“ in Deutschland liegt bei nur unter 20 Prozent. Rund 70 bis 75 Prozent aller Güter werden per Lkw transportiert, der Rest per Binnenschiff oder Pipeline.

„Wir erleben den völligen Kontrollverlust mit Ansage. Die Warnungen vor derart vielen parallelen Baustellen wurden nicht gehört“, sagt Neele Wesseln, Geschäftsführerin von Die Güterbahnen: „Die Betriebszentralen der DB sind kaum noch erreichbar, Güterzüge stehen stundenlang still und müssen mangels Steuerung sogar auf Hauptgleisen abgestellt werden. Wenn die DB InfraGO nicht schnell Lösungen schafft, wird diese Situation für Eisenbahnverkehrsunternehmen wirtschaftlich existenzbedrohend. Unternehmen sehen sich an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Es drohen Insolvenzen.“

Ein Grund für die verschärfte Situation sind laut Die Güterbahnen auch Gleissperrungen vom 23. bis zum 25. Mai wegen Gleisarbeiten der Hamburg Port Authority im Hamburger Hafen. Es mache „fassungslos, dass das Netz der DB InfraGO aktuell offenbar darauf angewiesen ist, dass der Hamburger Hafen seinen Betrieb zeitweise einschränkt, um überhaupt wieder Stabilität zu erreichen“, sagte Wesseln. „Das ist ein Offenbarungseid für das Krisen- und Baustellenmanagement der Infrastruktur.“

Der Verband fordert zu einer Entspannung der Situation unter anderem die „sofortige Stabilisierung des Nordkorridors, transparente und belastbare Kommunikation gegenüber den Eisenbahnverkehrsunternehmen, überarbeitete Baustellen- und Umleitungskonzepte, das kurzfristige Aussetzen nicht dringend notwendiger Baumaßnahmen und die politische und regulatorische Aufarbeitung der aktuellen Vorgänge“.

Olaf Preuß ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG für Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet seit vielen Jahren unter anderem über den Zustand der Verkehrs-Infrastruktur.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Beeinträchtigung des Knotens Hannover wird mindestens bis zum 13. Juni andauern.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Die Situation könnte für einige Eisenbahnverkehrsunternehmen wirtschaftlich existenzbedrohend werden und zu Insolvenzen führen.

    Wahrscheinlich · Kurzfristig

  • Es wird eine politische und regulatorische Aufarbeitung der aktuellen Vorgänge geben.

    Möglich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wann werden die Baustellen- und Kapazitätsmanagement-Probleme der DB InfraGO behoben?
  • Welche konkreten Maßnahmen werden zur Stabilisierung des Nordkorridors ergriffen?
  • Wie wird die politische und regulatorische Aufarbeitung der aktuellen Vorgänge aussehen?
  • Welche Unternehmen sind konkret von Insolvenz bedroht?

Verwandte Themen

This article was originally published by Die Welt.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem ThemaSchienengüterverkehr