Inflation im Euroraum steigt weiter an
Auf einen Blick
- Die Inflation im Euroraum stieg im Mai auf 3,2% im Jahresvergleich, angetrieben durch höhere Ölpreise wegen des Iran-Konflikts.
- Die EZB hob bereits die Zinsen an, um eine breitere Preissteigerung zu verhindern.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Konflikts treiben die Inflation im Euroraum weiter in die Höhe. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Berlin. Die gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Konflikts treiben die Inflation im Euroraum weiter in die Höhe. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit wurde eine frühere Schätzzahl bestätigt. Im April war die Inflationsrate bereits auf 3,0 Prozent geklettert.
Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt als mittelfristiges Stabilitätsziel eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an. Sie hatte in der vergangenen Woche erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben und sich weitere Schritte nach oben offengehalten.
Sie will verhindern, dass ein durch den Iran-Konflikt ausgelöster Anstieg der Energiekosten auf andere Preise übergreift. Dies betonte auch EZB-Chefvolkswirt Philip Lane, der auf der Konferenz 'Reuters NEXT Europe ein weiterhin proaktives geldpolitisches Agieren signalisierte.
Befeuert wird die Inflation durch die Energiekosten, die sich im Mai im Euroraum um 10,8 Prozent zum Vorjahresmonat erhöhten. Ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung des Nahostkonflikts wird laut EZB-Ratsmitglied Gabriel Makhlouf nicht zwangsläufig zu einem sofortigen Ende des weltweiten Energieschocks führen.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Zinserhöhungen durch die EZB
Wahrscheinlich · Mittelfristig
Offene Fragen
- Wie lange halten die hohen Ölpreise an?
- Wie wird die EZB auf weitere Inflationsschübe reagieren?



