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Israel fängt Hilfsflotte ab – Aktivisten und Präsidentenschwester festgenommen
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Die Welt18.05.2026Welt3 dk okumaGermany

Israel fängt Hilfsflotte ab – Aktivisten und Präsidentenschwester festgenommen

Auf einen Blick

  • Israel hat eine Hilfsflotte für Gaza abgefangen und Aktivisten festgenommen, darunter die Schwester der irischen Präsidentin.
  • Israel bezeichnete die Aktion als Vereitelung eines "böswilligen Plans", während die Organisatoren von "Verstößen gegen das Völkerrecht" sprachen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Israel hat eine Hilfsflotte abgefangen, die Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen sollte. Die Aktion führte zur Festnahme internationaler Aktivisten, darunter die Schwester der irischen Präsidentin. Israel begründet das Vorgehen mit der Notwendigkeit, die Blockade gegen die Hamas aufrechtzuerhalten.

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Israel hat erneut Dutzende Schiffe einer Hilfsflotte für den Gazastreifen abgefangen und Aktivisten an Bord festgenommen – darunter die Schwester der irischen Präsidentin Catherine Connolly. Die israelischen Streitkräfte hätten „einen böswilligen Plan“ vereitelt, die gegen die „Hamas-Terroristen in Gaza“ gerichtete Blockade zu durchbrechen, erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag.

Die Organisation Global Sumud Flotilla warf Israel „Verstöße gegen das internationale Seerecht und die Entführung friedlicher Zivilisten“ vor. Die rund 50 Schiffe waren am Donnerstag im Südwesten der Türkei in See gestochen.

Wie eine Website zur Verfolgung der Flotte zeigte, wurden die Boote in internationalen Gewässern westlich von Zypern an der Weiterfahrt gehindert. Ziel der Hilfsflotte war es eigenen Angaben zufolge, Hilfsgüter an der israelischen Blockade vorbei in den stark zerstörten Gazastreifen zu bringen.

Nach Angaben der Aktivisten enterten israelische Soldaten „das erste unserer Boote am helllichten Tag“. Die Organisation verlangte sicheres Geleit und forderte Regierungen zum Handeln auf, um „diese illegalen Handlungen“ zu stoppen, die darauf abzielten, „Israels genozidale Belagerung des Gazastreifens aufrechtzuerhalten“.

An Bord der Schiffe befanden sich zahlreiche internationale Aktivisten, unter ihnen Margaret Connolly, die Schwester der irischen Präsidentin. „Wenn Sie dieses Video sehen, bedeutet das, dass ich von den israelischen Besatzungstruppen von meinem Schiff der Flotte entführt wurde“, sagte sie in einem offenbar vor ihrer Festnahme aufgenommenen Video. Präsidentin Connolly äußerte daraufhin „große Sorgen“ um ihre Schwester sowie die anderen Aktivisten.

Durchbruchversuch ist laut Israel „Provokation“

Israel beschuldigte die Organisatoren der Hilfsflotte derweil, der islamistischen Hamas zu dienen. An Bord seien auch Mitglieder von „zwei gewalttätigen türkischen Gruppen“, darunter die von Israel als terroristische Organisation eingestufte türkische Stiftung für Internationale Humanitäre Hilfe (IHH).

Der Versuch, die israelische Seeblockade zu durchbrechen, sei eine „Provokation“, erklärte das israelische Außenministerium. Im Gazastreifen gebe es genügend Hilfsgüter. Seit Oktober seien mehr als 1,5 Millionen Tonnen humanitäre Hilfe und „tonnenweise“ medizinische Güter in das Palästinensergebiet gebracht worden.

Spanien äußerte scharfe Kritik am israelischen Vorgehen. Er verurteile diese Aktion, die Israel „außerhalb seines Hoheitsgebiets“ vollzogen habe, erklärte der spanische Außenminister José Manuel Albares.

Auch das türkische Außenministerium warf Israel einen „neuen Akt der Piraterie“ vor. Vonseiten der Terrororganisation Hamas wurde der Stopp der Hilfsflotte ebenfalls scharf kritisiert. Es handle sich um „Staatsterrorismus und die systematische Untergrabung der gesamten internationalen Ordnung“, erklärte der hochrangige Hamas-Vertreter Bassem Naim.

Ende April hatten israelische Streitkräfte bereits eine Hilfsflotte in internationalen Gewässern vor Griechenland gestoppt. 175 pro-palästinensische Aktivisten gingen auf der griechischen Insel Kreta an Land. Zwei Aktivisten wurden nach Israel gebracht und dort zehn Tage festgehalten.

Auch Ende 2025 hatte schon einmal eine Hilfsflotte versucht, in den Gazastreifen zu gelangen. Die Schiffe wurden damals von der israelischen Marine aufgebracht; die Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und anschließend ausgewiesen.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Nach zwei Kriegsjahren trat im Oktober 2025 eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe in Kraft.

Israel und die Hamas werfen sich indes gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor. Die humanitäre Lage in dem Küstengebiet ist Hilfsorganisationen zufolge weiterhin katastrophal.

Offene Fragen

  • Wie wird die internationale Gemeinschaft auf die Festnahmen reagieren?
  • Welche weiteren humanitären Hilfsaktionen sind geplant?
  • Wie wird sich die humanitäre Lage im Gazastreifen weiter entwickeln?
  • Wird es weitere Eskalationen zwischen Israel und der Hamas geben?

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This article was originally published by Die Welt.

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