Israelische Regierung lehnt Hapag-Lloyd-Zim-Fusion ab
Auf einen Blick
- Premierminister Netanyahu und Verteidigungsminister Katz lehnen die geplante Fusion von Hapag-Lloyd und Zim ab.
- Grund sind die Eigentümerstruktur von Hapag-Lloyd mit Anteilen aus Katar und Saudi-Arabien sowie Bedenken bezüglich der Routenbeschränkung von Zim.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die geplante Fusion zwischen Hapag-Lloyd und Zim soll Hapag-Lloyds Stellung auf dem Weltmarkt stärken, steht aber unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Staates Israel.
Medienberichten zufolge haben sich sowohl Premierminister Benjamin Netanyahu als auch Verteidigungsminister Israel Katz gegen das Geschäft unter diesen Bedingungen ausgesprochen. Darüber berichtet auch das »Hamburger Abendblatt« . Demnach ist der Auslöser der Bedenken die Eigentümerstruktur von Hapag-Lloyd. Die Staatsfonds von Katar und Saudi-Arabien halten über zwanzig Prozent an der deutschen Reederei.
Die »Deutsche Verkehrs-Zeitung« bezieht sich auf das israelische Wirtschaftsmedium »Calcalist«, wonach das Verteidigungsministerium auch befürchte, dass sich das Unternehmen dann weitgehend auf Mittelmeerrouten beschränken und seine Verbindungen unter anderem in die USA und nach Asien einschränken würde.
Hapag-Lloyd hält offenbar an Deal fest
Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland, wirbt im »Abendblatt« für den Zusammenschluss. Die neue Partnerschaft werde die »strategische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel stärken«. Auch Hapag-Lloyd äußerte sich in der Zeitung. Aus der Zentrale hieß es demnach: »Es gilt unverändert: Wir haben ein verbindliches Merger-Agreement mit Zim, dem die Aktionäre des Unternehmens zugestimmt haben, und wir arbeiten derzeit mit verschiedenen Aufsichtsbehörden daran, die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten.«
Mit dem Deal will Deutschlands größte Containerreederei ihre Stellung auf dem Weltmarkt weiter ausbauen und das Geschäft in der Region verstärken. Der Vollzug der Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Staates Israel, hieß es bereits im Februar.
Zim ist die zehntgrößte Containerreederei weltweit, Hapag-Lloyd die Nummer fünf. Durch den Zusammenschluss hätte Hapag-Lloyd eine Flotte von über 400 Schiffen, eine Kapazität von mehr als drei Millionen Standardcontainern (TEU) und ein jährliches Transportvolumen von mehr als 18 Millionen TEU.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die israelische Regierung wird über die Genehmigung der Fusion von Hapag-Lloyd und Zim entscheiden.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie wird die israelische Regierung letztendlich entscheiden?
- Welche Auswirkungen hätte eine Ablehnung auf Hapag-Lloyd und Zim?





