Janez Janša neuer Regierungschef in Slowenien
Auf einen Blick
- Sloweniens Parlament hat Janez Janša (67) zum neuen Regierungschef gewählt.
- Er wird eine Minderheitsregierung bilden, die von der Partei Resnica unterstützt wird.
- Janša tritt seine vierte Amtszeit an und löst Robert Golob ab.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Janez Janša wurde zum vierten Mal seit 2004 zum Regierungschef von Slowenien gewählt. Er löst Robert Golob ab, dessen Partei die Parlamentswahl im März knapp gewonnen hatte, aber keine Mehrheit mehr fand. Janšas frühere Amtszeiten waren von Korruptionsskandalen und Angriffen auf Medien überschattet.
Das Parlament in Slowenien hat den 67-jährigen Janez Janša zum neuen Regierungschef gewählt. Für ihn stimmten 51 Abgeordnete, 36 votierten gegen ihn. Janša will mit mehreren Parteien eine Minderheitsregierung bilden. Sie wird von der Partei Resnica von außen unterstützt, die zu Zeiten der Corona-Pandemie aus der Protestbewegung entstand.
Janša gilt als Fan von US-Präsident Donald Trump und Freund des abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban.
Vierte Amtszeit seit 2004
Der Politiker wurde damit bereits zum vierten Mal seit 2004 Regierungschef seines Landes und löst den links-liberalen Robert Golob ab. Dessen Freiheitsbewegung (GS) hatte zwar die Parlamentswahl im März knapp vor Jansas SDS gewonnen, hatte aber mit seinen bisherigen linken Koalitionspartnern keine Mehrheit mehr.
Drogentest für Beamte?
In seiner Ansprache vor der Wahl im Parlament sagte Janša, seine künftige Regierung werde Dezentralisierung und Bürokratieabbau vorantreiben sowie die Korruption bekämpfen. Dies spiegelt sich auch im Regierungsprogramm wider. Für Aufsehen sorgen darüber hinaus geplante Maßnahmen wie verpflichtende Drogentests für Beamte.
Janša hatte bereits von 2004 bis 2008, von 2012 bis 2013 und von 2020 bis 2022 regiert. Seine Amtszeiten waren von Korruptionsskandalen und Angriffen gegen unabhängige Medien und Andersdenkende überschattet. Auch vor seiner jetzigen Wahl war Janša mit Drohungen gegen Medien, Zivilorganisationen und Gewerkschaften aufgefallen.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die Minderheitsregierung von Janez Janša wird Schwierigkeiten haben, eine stabile Mehrheit für ihre Gesetzgebung zu sichern.
Wahrscheinlich · Mittelfristig
Die geplanten Maßnahmen wie verpflichtende Drogentests für Beamte werden auf Widerstand stoßen und zu Debatten führen.
Sehr wahrscheinlich · Kurzfristig
Offene Fragen
- Wie stabil wird die Minderheitsregierung von Janez Janša sein?
- Welche konkreten Maßnahmen werden zur Korruptionsbekämpfung und Bürokratieabbau ergriffen?
- Wie werden die geplanten verpflichtenden Drogentests für Beamte umgesetzt und welche Reaktionen wird es darauf geben?
- Wie wird sich die Regierung von Janša auf die Beziehungen zu unabhängigen Medien und Andersdenkenden auswirken, angesichts seiner Vergangenheit?





