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Japan und USA intervenieren gemeinsam am Devisenmarkt zur Stützung des Yen
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FAZvor 1 StundeBusiness1 Min. LesezeitGermany

Japan und USA intervenieren gemeinsam am Devisenmarkt zur Stützung des Yen

Auf einen Blick

  • Japan hat erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen, der gegenüber dem US-Dollar auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war.
  • Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte die Maßnahme zur Eindämmung übermäßiger Volatilität.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Japan und die USA intervenierten erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam am Devisenmarkt, um den Yen zu stützen, der gegenüber dem US-Dollar auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war.

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Japan hat erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten Yen gekauft habe, um „übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen“ der japanischen Landeswährung einzudämmen. Die Regierung in Tokio stehe weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Maßnahmen am Devisenmarkt ergreifen.

Der Yen war zuletzt stark unter Druck geraten und gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen. Zwar verbilligt eine schwache Währung die Exporte einer Volkswirtschaft, wovon Japan in den vergangenen Jahren deutlich profitierte. Gleichzeitig wird jedoch der Warenimport teurer und die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung vermindert. Der Kurs des Yen ist zuletzt wieder stark gestiegen.

Zuletzt intervenierten die G-7-Staaten vor 15 Jahren

US-Präsident Donald Trump wertete die gemeinsame Intervention als Beleg für die guten Beziehungen zwischen Tokio und Washington. „Sie haben einen schwächelnden Yen und wollten ein bisschen Unterstützung. Wir sind immer da, um Japan zu helfen“, sagte er am Sonntagabend an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Flug von New Jersey nach Washington. Der Eingriff komme auch der Weltwirtschaft zugute.

Die „Financial Times“ zitierte Analysten mit der Schätzung, die japanische Intervention könnte eine Größenordnung von 8,45 Billionen Yen (rund 46 Milliarden Euro) gehabt haben. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ sprach von zwischen sechs und sieben Billionen Yen.

Ein schwacher Yen verteuert Japan die Importe, vor allem die Lieferungen von in Dollar gehandeltem Öl. Zugleich trug die schwache Landeswährung zu einem Tourismusboom in Japan bei, weil Hotels, Einkäufe und Restaurantbesuche für ausländische Reisende günstiger wurden.

Staatliche Währungsinterventionen kommen nur relativ selten vor. Zuletzt gab es eine solch bilateral abgestimmte Maßnahme zwischen Tokio und Washington Ende der 1990er Jahre. Zudem intervenierten 2011 die G-7-Staaten gemeinsam am Devisenmarkt, um den Yen nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe von Fukushima zu stützen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die japanische Regierung wird bei Bedarf weitere Maßnahmen am Devisenmarkt ergreifen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie lange werden die Interventionen fortgesetzt?
  • Welche weiteren Maßnahmen sind geplant?
  • Wie stark wird sich der Yen langfristig stabilisieren?

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This article was originally published by FAZ.

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