Kanada bestellt zwölf U-Boote von Thyssenkrupp
Auf einen Blick
- Kanada hat Thyssenkrupps Rüstungstochter TKMS mit dem Bau von zwölf U-Booten für seine Marine beauftragt.
- Der Auftrag könnte bis zu 62 Milliarden Euro schwer werden und bindet Kanada für Jahrzehnte an Deutschland.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Kanadas Premierminister Mark Carney schlug zu Jahresbeginn eine Allianz der Mittelmächte vor. Nun wird dies durch einen Rüstungsdeal mit Deutschland untermauert.
Als Kanadas Premier Mark Carney zu Jahresbeginn angesichts des amerikanischen Abschieds aus dem Lager der westlichen Demokratien eine Allianz der Mittelmächte vorschlug, wurde er nicht überall ernst genommen.
Nun liefert er den Beweis, dass es ihm ernst ist – Richtung Deutschland.
Gestern Abend verkündete Carney in Halifax, kurz vor seinem Abflug zum heute beginnenden Nato-Gipfel im türkischen Ankara, den Zuschlag: Thyssenkrupps Rüstungstochter TKMS soll zwölf U-Boote für die kanadische Marine bauen.
Ein Auftrag, der über Jahrzehnte bis zu 62 Milliarden Euro schwer werden kann.
Die TKMS-Aktie sprang gestern bereits nach ersten Gerüchten über den Deal um bis zu elf Prozent, nach der formellen Bestätigung durch Carney gestern Abend nachbörslich noch einmal um zwei Prozent.
Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatten monatelang um den Deal geworben.
„Wenn es gelingt, dann bindet das Kanada für Jahrzehnte an uns“, hieß es aus Berlin.
Merz sprach denn gestern Abend auch von einem „starken Zeichen der transatlantischen und europäischen Zusammenarbeit“.
Es gab zuletzt Nato-Gipfel, die begannen weniger aussichtsreich.
Offene Fragen
- Details der Finanzierung des Auftrags?
- Zeitplan für die Auslieferung?




