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Kommunale Wärmeplanung in Sachsen-Anhalt auf gutem Weg
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Die Zeit15.06.2026Politik3 dk okumaGermany

Kommunale Wärmeplanung in Sachsen-Anhalt auf gutem Weg

Auf einen Blick

  • Kommunen in Sachsen-Anhalt machen Fortschritte bei der Wärmeplanung.
  • Großstädte wie Magdeburg und Halle haben Pläne, andere haben bis 2028 Zeit.
  • Energiekrisen und Wertschöpfung treiben die Planung voran.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Kommunen in Sachsen-Anhalt sind bei der Wärmeplanung auf einem guten Weg. Großstädte müssen bis Juni 2026 Pläne vorlegen, kleinere Kommunen bis Juni 2028. Energiekrisen und Wertschöpfungspotenzial treiben die Umsetzung voran.

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Wie viele andere Städte und Gemeinden sind auch die Kommunen in Sachsen-Anhalt in Sachen Wärmeplanung auf einem guten Weg. In der Landeshauptstadt liege der kommunale Wärmeplan seit April vor, Mitte Juni wolle der Stadtrat abschließend darüber entscheiden, teilte ein Stadtsprecher mit. Auch in Halle wurde in den vergangenen Monaten an dem Plan gearbeitet, unter anderem wurden Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Gesetzlich ist vorgesehen, dass Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern - in Sachsen-Anhalt also nur Magdeburg und Halle - bis Ende Juni 2026 einen Wärmeplan haben müssen. Die übrigen Kommunen haben noch bis Juni 2028 Zeit. Entsprechend müssen sie in der Planung noch nicht so weit sein. So wollen sich etwa in der Lutherstadt Wittenberg Stadtverwaltung und Stadtwerke demnächst dazu austauschen, wie relevante Akteure - beispielsweise aus der Wohnungswirtschaft - sowie der Öffentlichkeit in die Planung einbezogen werden können.

Nach 2045 soll Wärme nicht mehr mit Erdgas und Öl produziert werden können. Einige Kommunen in Baden-Württemberg galten zu Beginn als Vorreiter in Sachen Wärmeplanung.

Energiekrisen als Treiber

Deutschlandweit sei zu erwarten, dass alle Großstädte ihre Wärmeplanung bis Mitte 2026 abschließen, sagte der Leiter des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) in Halle, Robert Brückmann. «Das ist eine riesige Neuigkeit.» Auch viele mittelgroße und kleine Kommunen in Deutschland seien auf einem guten Weg, einige sogar schon fertig mit ihrer Planung. Den Angaben nach gibt es bundesweit rund 10.700 Gemeinden.

Die Kommunen zeigten damit, dass sie in der Lage sind, neue Aufgaben zu meistern, betonte Brückmann. «Es wird ganz sicher Kommunen geben, die ihre Erfahrungen aus der Wärmeplanung als Rückenwind für andere Prozesse nutzen.» Das KWW ist Teil der Deutschen Energie-Agentur.

Eine treibende Kraft dafür, dass die Kommunen so gut an den Wärmeplänen arbeiten, sei die Aussicht auf Wertschöpfung. «Außerdem haben die Kommunen jetzt innerhalb von fünf Jahren zwei Energiekrisen erlebt und gemerkt, dass wir nicht nur fernes Klima schützen müssen, sondern hier und heute etwas tun müssen. Sie sehen, zu was es führen kann, wenn sie nichts tun.»

Nicht bei allen läuft es problemlos

Wenn alle Kommunen ihre Planung abgeschlossen haben, rechnen Brückmann und sein Team deutschlandweit mit rund 7.000 Wärmeplänen, da sich immer wieder Kommunen zusammenschließen und gemeinsam planen. Im kommenden Jahr will das Kompetenzzentrum in Halle die Daten aus den Wärmeplänen sammeln und bündeln, um eine Grundlage zu schaffen, auf der neue Entscheidungen - etwa auf den Übertragungsnetzebenen für Strom - getroffen werden können.

Insgesamt gebe es nur eine «sehr kleine Anzahl von Kommunen», die noch nicht mit dem Wärmeplan angefangen hat, sagte Brückmann. Woran das liegt, sei individuell. Ein Faktor sei, ob und wie lange es schon ein Landesgesetz zur Umsetzung des Bundeswärmeplanungsgesetzes gibt. Einzelne Kommunen seien hingegen derzeit noch personell überfordert, müssten deshalb erst einmal andere Prioritäten setzen. «Aber sie haben ja auch noch zwei Jahre Zeit.»

Offene Fragen

  • Wie viele Kommunen planen gemeinsam?
  • Welche Prioritäten setzen überforderte Kommunen?
  • Wie werden die gesammelten Daten genutzt?

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This article was originally published by Die Zeit.

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