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Königsbesuch in den USA: Charles III. und Camilla auf diplomatischer Mission
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Tagesschau Ausland·28.04.2026·🇩🇪Germany·Welt

Königsbesuch in den USA: Charles III. und Camilla auf diplomatischer Mission

Trotz diplomatischer Spannungen und politischer Differenzen suchen König Charles III. und Königin Camilla bei ihrem USA-Besuch den Dialog.

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Yayıncı
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Erst muss die Hymne zu Ende gespielt werden, dann dürfen König Charles III. und Königin Camilla weiter schreiten - über den roten Teppich vom weißen Flugzeug zur schwarzen Limousine. So will es das Protokoll zum Königsbesuch.

Am Weißen Haus empfangen US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania das Königspaar. Küsschen und Small Talk, Lächeln für die Fotografen, dann geht’s hinein zum Tee. Das Weiße Haus, das britische Soldaten 1814 mal in Brand gesetzt haben, kennt Charles schon. Als Prinz war er mehrfach hier, als König ist es das erste Mal.

Nach dem Tee geht es in den Garten: Dort hat Trump letzte Woche einen neuen Bienenstock installieren lassen - und Charles und Camilla züchten doch ebenfalls Bienen.

Es soll um Gemeinsamkeiten gehen bei diesem Besuch, wünscht sich der stellvertretende britische Botschafter in den USA, James Roscoe, im Interview mit CNN: "Die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zum Beispiel oder in der Wirtschaft. 1,3 Billionen Dollar gegenseitige Investitionen, 340 Milliarden Dollar Handelsvolumen: Das sind die Dinge, die Großbritannien und die USA heute miteinander verbinden."

Bei der anschließenden Gartenparty in der britischen Botschaft werden dann wieder erst beide Hymnen gespielt - danach wenigstens auch Coldplay und die Beatles. Die Gesprächsthemen bei Lachshäppchen und Käsesandwich sind aber auch hier eher besorgt: Im Streit um den Krieg gegen Iran hatte Trump kürzlich Großbritanniens Premierminister Keir Starmer einen "Loser" genannt. Seine NATO-Verbündeten sind für Trump "Feiglinge" und "nutzlos".

Und laut einer durchgesickerten E-Mail aus dem Pentagon überdenken die USA derzeit ihre Unterstützung für die britische Souveränität über die Falklandinseln im Südatlantik.

Umso stärker muss Charles vor dem US-Kongress auf gute Beziehungen setzen. Und kritische Themen besser vermeiden, vermutet zumindest Garret Martin, Transatlantik-Experte von der American University: "Zum Streit in Sachen Iran kommen noch Differenzen bei Handel und Zöllen, das Thema Grönland; die Umwelt und Klimapolitik, bis hin zum Thema Jeffrey Epstein. Die Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien waren schon mal besser."

Camilla und Charles nehmen sich Zeit bei ihrer Reise in die USA. Ein Staatsbankett, Besuch auf dem Nationalfriedhof, dann reisen die beiden nach New York und Virginia: zu Ehren von 250 Jahren amerikanischer Unabhängigkeit - und für eine bessere Beziehung in der Gegenwart.

This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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