Kuba veröffentlicht Handbuch für den Kriegsfall – Bevölkerung kritisiert
Auf einen Blick
- Angesichts der Spannungen mit den USA hat Kuba ein Handbuch für den Kriegsfall veröffentlicht.
- Die Bevölkerung kritisiert die Empfehlungen aufgrund der aktuellen schweren Wirtschafts- und Energiekrise.
KI-generierte Zusammenfassung
In Kuba wächst die Sorge vor einem möglichen Angriff der USA: Angesichts der Spannungen mit den Vereinigten Staaten hat der kubanische Zivilschutz ein Handbuch mit Richtlinien für die Bevölkerung im Falle einer militärischen Aggression veröffentlicht. Der Leitfaden empfiehlt, einen Rucksack mit Lebensmitteln und Medikamenten bereitzuhalten und sich bei Luftalarm sofort an einen sichereren Ort zu begeben.
Das neunseitige Dokument, das die Regierung in Havanna online gestellt hat, sorgt im Netz für viel Kritik. In Kommentaren unter Facebook-Posts kubanischer Nachrichtenseiten verhöhnen Kubaner die Empfehlungen: Um Vorräte für den Kriegsfall anzulegen, bräuchte es Lebensmittel und Medikamente. Derzeit befindet sich Kuba jedoch in einer schweren Wirtschafts- und Energiekrise.
Die Bevölkerung leidet unter der Mangelwirtschaft, die Supermarktregale bleiben leer, viele Krankenhäuser arbeiten im Notbetrieb, Medikamente gibt es kaum. Die Lage hat sich in den vergangenen Monaten immer weiter verschärft, durch von US-Präsident Donald Trump blockierte Öltransporte und weitere US-Sanktionen gegen Kuba.
Stromversorgung bricht immer wieder zusammen
In der Folge wird die Energiekrise immer dramatischer, Stromausfälle dauern teils bis zu 22 Stunden, zuletzt brach das Stromnetz am Donnerstag zu großen Teilen zusammen. Aufgrund des Mangels an Brennstoff und der maroden Infrastruktur kann Kuba nur ein Drittel seines Energiebedarfs decken.





