Küstefischerei: Zahlreiche Betriebe beantragen Unterstützung für Aufgabe
48 Betriebe an der Nordsee wollen nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ihre Fangtätigkeit einstellen.
Auf einen Blick
- Zahlreiche Küstenfischerei-Betriebe an der Nordsee haben Bundesmittel zur endgültigen Aufgabe ihrer Fangtätigkeit beantragt.
- 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen reichten Anträge ein, um ihre Kutter gegen Entschädigung stillzulegen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat ein Programm zur Reduzierung der Fangflotte aufgelegt, da Fischbestände als gefährdet gelten.
Zahlreiche Betriebe der Küstenfischerei an der Nordsee haben finanzielle Unterstützung vom Bund für die Aufgabe ihrer Betriebe beantragt. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung teilte mit, dass 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen Anträge unter dem »Programm zur endgültigen Einstellung der Fangtätigkeit im Fischereisektor in der Nordsee« eingereicht hätten. Die Betriebe sind auf Krabben sowie Plattfische wie Scholle, Seezunge und Flunder spezialisiert.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat das Programm aufgelegt, um die Fangflotte der Küstenfischer zu verkleinern. Die Fischbestände gelten als gefährdet. Die vorrangig eingesetzten Grundschleppnetze werden zudem von Umweltschützern als sehr umweltschädigend kritisiert.
19 der Betriebe, die bereits einen Antrag gestellt haben, können nun Förderung erhalten. Dafür stehen zwölf Millionen Euro bereit. Für Krabbenfischer sind in Niedersachsen und Schleswig-Holstein jeweils 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Für Plattfischfischer sind fünf Millionen Euro verfügbar. Um das Geld zu erhalten, müssen die Betriebe ihre Fanglizenzen abgeben und ihre Kutter bis zum 30. Juni 2027 stilllegen.
Laut Ministerium soll die Flotte an Krabbenkuttern bis 2027 um rund 30 Prozent reduziert werden. Dafür stehen insgesamt 20 Millionen Euro bereit. Für die kommenden Monate sind zwei weitere Förderungsausschreibungen geplant.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Zwei weitere Förderungsausschreibungen in den kommenden Monaten.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie entwickeln sich die Fischbestände nach der Reduzierung?
- Welche weiteren Maßnahmen plant das Ministerium?




