Massenaussterben am Ende der Trias durch Vulkane und Buschfeuer
Auf einen Blick
Eine Studie in „Nature Geoscience“ enthüllt, dass das Massenaussterben am Ende der Trias, das 75% der Arten vernichtete, durch massive CO₂-Emissionen aus Vulkanausbrüchen und daraus folgende globale Buschfeuer in Farnsavannen ausgelöst wurde, die über Zehntausende Jahre wüteten.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das geologische Zeitalter der Trias war von zwei Massenaussterben eingerahmt, wobei das Ende der Trias vor 201 Millionen Jahren das Verschwinden von 75 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten sah.
Das geologische Zeitalter der Trias ist eingerahmt von Katastrophen. Es begann vor 251 Millionen Jahren nach dem schlimmsten Massenaussterben nach dem Erscheinen der höheren Lebensformen auf der Erde – und endete 50 Millionen Jahre später mit einem ähnlichen Desaster: Damals starben etwa 75 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten aus, weil sehr plötzlich riesige ökologische Landschaften verloren gingen. Im Meer raffte es 95 Prozent aller Korallen dahin, die sich seit der mittleren Trias über die Meeresböden ausgebreitet hatten, und an Land verschwanden schlagartig fast alle Wälder.
Enorme Mengen von Kohlendioxid, die damals in mehreren Schüben in die Atmosphäre entwichen, hatten die globalen Durchschnittstemperaturen innerhalb von weniger als 400.000 Jahren um drei bis vier Grad erhöht und die Wälder kollabieren lassen. An ihrer Stelle breiteten sich nun Farne aus und bildeten gewaltige Savannen. Eine nun in „Nature Geoscience“ erschienene Untersuchung an vier Bohrkernen aus Deutschland, Luxemburg, Dänemark und England hat Hinweise auf gewaltige Buschfeuer gefunden, die in diesen Farnsavannen immer wieder gewütet haben müssen.
Demnach zeigen Pollen und Sporen aller Pflanzengruppen Dunkelfärbungen, die vom Ruß großflächiger Buschfeuer stammen. Diese konnten auch deswegen weltweit lodern, weil damals die meisten Kontinente in dem Superkontinent Pangäa vereinigt waren. Farne treiben nach Bränden stets aufs Neue aus und erzeugen dann in Form ihres abgestorbenen Blattmaterials den Brennstoff für das nächste Feuer. Über mindestens 40.000 Jahre hinweg – vielleicht waren es auch bis zu 300.000 Jahre – stand immer und immer wieder quasi die ganze Welt in Flammen.
Die Kohlendioxidemissionen, die das Massenaussterben am Ende der Trias auslösten, stammten aus gewaltigen Vulkanausbrüchen, sogenannten Flutbasaltereignissen, im Gebiet des heutigen östlichen Nordamerika, des nördlichen Südamerika sowie Westafrikas, wo damals die Erde aufriss und sich die Entstehung des Atlantischen Ozeans vorbereitete. Pangäa begann auseinanderzubrechen.
Schätzungsweise 100.000 Gigatonnen des Treibhausgases wurden dadurch frei, was den CO₂-Gehalt der Atmosphäre von etwa dem Doppelten auf das Sieben- bis Achtfache der heutigen CO₂-Konzentrationen erhöhte. Diese 100.000 Gigatonnen sind etwa das Vierzigfache dessen, was die Menschheit seit der Industrialisierung durch Verfeuern fossiler Brennstoffe freigesetzt hat – in allerdings nur 200 Jahren.






