Merkel gibt Frauenbewegung im Iran bei Buchpräsentation eine Stimme
Die frühere Kanzlerin stellte in Berlin das Buch "Auf den Straßen Teherans" vor und rief dazu auf, den Widerstand iranischer Frauen nicht zu vergessen.
Auf einen Blick
- Angela Merkel hat in Berlin das Buch "Auf den Straßen Teherans" vorgestellt und mehr Aufmerksamkeit für den Kampf iranischer Frauen gefordert.
- Das Werk der anonymen Autorin Nila schildert Protest, Repression und feministischen Widerstand im Iran.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Im Zentrum steht eine Buchpräsentation im Berliner Ensemble, bei der Angela Merkel auf den Kampf iranischer Frauen aufmerksam machte. Das Buch "Auf den Straßen Teherans" wurde von der anonymen Autorin Nila veröffentlicht und von Asal Dardan übersetzt.
Angela Merkel hat bei einer Buchpräsentation in Berlin auf den Kampf der Frauenbewegung im Iran aufmerksam gemacht. Im Berliner Ensemble mahnte die frühere Bundeskanzlerin, dass das Engagement der Iranerinnen im Schatten des Irankriegs nicht vergessen werden dürfe.
Merkel stellte das Buch "Auf den Straßen Teherans" vor, das eine iranische Autorin anonym unter dem Namen Nila veröffentlicht hat. Sie sagte: »Sehen wir heute Abend gemeinsam hin, damit die Frauen und Mädchen, denen Nila mit ihrem Buch eine Stimme gibt, ihre Sehnsucht nach Freiheit und Menschenwürde, ihr Widerstand gegen Unfreiheit und Unterdrückung nicht vergessen werden«, sagte Merkel. »Damit sie spüren, dass sie nicht allein sind.«
Merkel erklärte, sie habe bei der Anfrage für den Termin zunächst gezögert, da sie keine aktive Politikerin mehr sei. »Weder habe ich operative Aufgaben noch operative Möglichkeiten, die auf die Entwicklung im Iran und zum Wohle der Menschen in irgendeiner Weise Einfluss nehmen können«, sagte sie. Dann habe sie das Buch gelesen, »in einem Zug«, wie sie sagte. Es habe sie gefesselt und berührt. Schließlich habe sie sich entschieden, ihre Rolle als Altkanzlerin zu nutzen, um Aufmerksamkeit auf den Kampf iranischer Frauen zu lenken.
Übersetzt wurde das Buch von der Schriftstellerin Asal Dardan, die ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm. Sie sagte, die Autorin Nila habe noch in diesem Jahr aus Iran fliehen müssen und lebe nun im Exil. Ob dies mit der Veröffentlichung des Buchs zusammenhängt, sei jedoch unklar.
Nilas literarisch-politische Chronik erzählt von den Massenprotesten der iranischen Bewegung "Frau, Leben, Freiheit" im Herbst 2022. Ausgangspunkt war der Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini, die nach ihrer Festnahme durch die iranische Sittenpolizei im Polizeigewahrsam ums Leben kam.
Für Nila ist ihr Tod kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines Systems. Die Proteste schildert sie nicht als spontanen Ausbruch, sondern als Folge jahrzehntelanger patriarchaler und religiöser Unterdrückung. Wie sich die Revolte anfühlte, zeigt sie auch an Szenen aus ihrem persönlichen Alltag.
Zwischen Straßenszenen, Protest, Folter und Hinrichtungen beschreibt die Autorin ein Iran, geprägt von staatlicher Gewalt und Repression. Gegenwart, persische Geschichte und Mythologie verschmelzen dabei zu einer Erzählung über feministischen Widerstand. »Wir haben Angst, aber wir haben unsere Ängste überwunden und sind auf die Straße gegangen«, heißt es an einer Stelle – ein Satz, der den Ton des Buchs prägt.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Das Buch und die Aussagen Merkels könnten weitere mediale Aufmerksamkeit für die Frauenbewegung im Iran erzeugen.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Es könnten weitere Berichte über Nila und ihre anonym veröffentlichte Chronik folgen.
Möglich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wer ist die Autorin Nila genau?
- Steht ihre Flucht aus Iran in direktem Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Buchs?
- Welche konkrete politische oder öffentliche Reaktion wird die Veranstaltung auslösen?





