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Mobile Smart TVs on Wheels: The Future of Flexible Displays?

We tested five models of large tablets on wheels, mobile smart TVs, or battery-powered monitors to see if they are worth the hype.

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Großes Tablet auf Rollen, mobiler Smart-TV oder Monitor mit Akku? Wir haben fünf Modelle getestet und zeigen, warum die Geräte so spannend sind.

Sie sind weder klassisches Tablet noch echter Fernseher, und doch beides: Mobile Smart-TVs auf Rollen etablieren sich als eigene Produktkategorie für all jene, die einen flexiblen Großbildschirm suchen, der sich mühelos von Raum zu Raum bewegen lässt. Mit Displaygrößen zwischen 24 und 32 Zoll, Android-Betriebssystem oder Web OS und fahrbarem Untergestell sind sie flexibler als herkömmliche Smart-TVs oder stationäre Monitore.

Pünktlich zur WM zeigt sich der größte Trumpf dieser Geräte: Der Fernseher rollt mit. Ob bei Spielen am Abend auf der Terrasse oder spätnachts im Schlafzimmer – ohne Umstecken, ohne zweiten Fernseher, ohne Kabelsalat. Wer kein dauerhaftes TV-Gerät im Garten oder auf dem Balkon installieren will, aber für die WM-Wochen flexibel bleiben möchte, bekommt mit einem mobilen Smart-TV auf Rollen genau dafür die passende Lösung. Den integrierten Akku vorausgesetzt, läuft das Spiel auch dort weiter, wo keine Steckdose erreichbar ist.

Die Grundidee ist bei allen Geräten gleich: Ein großer Touchscreen auf einem rollbaren Standfuß, der sich flexibel im Raum positionieren lässt. Ideal für Videotelefonie im Büro, als smartes Display für die eigenen Smart-Home-Geräte, als Küchen-TV beim Kochen, für Präsentationen im Büro oder als Entertainment-Station im Schlafzimmer.

Achtung: Anders als klassische Fernseher besitzen diese Geräte keinen TV-Tuner, sondern setzen ganz auf Streaming-Apps und HDMI-Anschlüsse für externe Quellen. Wer die WM-Spiele in der ARD-Mediathek, im ZDF-Livestream oder über Magenta-TV verfolgt, kommt damit problemlos zurecht – wer auf klassischen DVB-T2-Empfang setzt, benötigt zusätzlich einen Tuner-Stick oder einen Camping-Fernseher (siehe unten).

Doch was können diese Hybrid-Geräte wirklich? Lohnt sich die Anschaffung oder handelt es sich nur um einen kurzlebigen Trend? In unserem Vergleichstest haben wir fünf aktuelle Modelle unter die Lupe genommen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede in Verarbeitung, Displayqualität und Streaming-Fähigkeiten. Welches der riesigen Tablets am besten ist, zeigt unsere Top 5.

Welcher mobile Smart-TV ist der beste?

Um zu ermitteln, welcher der beste mobile Smart-TV ist – streng genommen ein großes Tablet auf Rollen – haben wir die Geräte mit verschiedenen Streaming-Diensten getestet. Die Lautsprecherqualität haben wir in einem Direktvergleich bewertet, die Helligkeit mit einem Messgerät überprüft. In die Gesamtbewertung flossen außerdem Verarbeitung, Ausstattung und insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.

Testsieger unter den Riesen-Tablets auf Rollen ist der LG Stanbyme für 830 Euro. Er bietet nicht nur eine gute Lautsprecherqualität und ein schickes Design, sondern auch ein ansehnliches Display. Die Performance kann sich ebenso sehen lassen, der Einsatz des Betriebssystems Web OS hat sich ausgezahlt.

Technologiesieger dahinter ist der LC-Power LC-M32S4K Next2U dank 4K-Auflösung und cleverer Kamera-Lösung ab 1059 Euro. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der Auvisio ST-238 für 433 Euro.

Warum einen mobilen Smart-TV mit Rollen kaufen?

Mobiler Smart-TV, Tablet auf Rollen oder ein smartes Touch-Display? Wie auch immer – der große Vorteil liegt in der Kombination: Ein ordentlich dimensionierter Touch-Bildschirm mit vorinstalliertem Betriebssystem, der sich mühelos von Raum zu Raum bewegen lässt. Morgens die Nachrichten im Bad, mittags ein Kochvideo in der Küche, abends ein Film im Wohnzimmer – alles auf demselben Gerät. Tablets auf Rollen kombinieren die Vorteile eines Tablets mit der Bildschirmgröße eines klassischen Fernsehers.

Im Homeoffice macht sich der große, mobile Bildschirm ebenfalls bezahlt. Bildschirmgrößen von 24 bis 32 Zoll – also eine deutlich größere Bildschirmdiagonale als bei jedem Tablet – machen Videokonferenzen auf 27 oder 32 Zoll deutlich angenehmer als auf dem Laptop-Display, und bei Bedarf wechselt der Arbeitsplatz einfach vom Schreibtisch aufs Sofa. Die meisten Modelle können dank HDMI-Input zudem als externe Monitore für Laptops genutzt werden – mitunter sogar ohne Kabel.

So bietet das Gerät von Thomson eine eigene App zur drahtlosen Kopplung, sodass man seinen Laptop-Bildschirm komfortabel erweitern kann. Wer nach der Arbeit noch ein wenig Fitness macht, kann seine Workout-Videos direkt über den großen Bildschirm ansehen – und danach das Gerät zurück ins Wohnzimmer für den Fußball-Abend schieben.

Auch für den Familienanruf bei der Verwandtschaft eignen sich die riesigen Tablets. Bei Videoanrufen mit den Großeltern sitzen alle bequem vor dem großen Bildschirm, statt sich um ein Smartphone zu quetschen. Die Touch-Bedienung ist dabei intuitiver als die vieler Smart-TVs. In der Küche sind die Tablets besonders praktisch – Rezepte anzeigen, Kochvideos streamen oder nebenbei eine Serie schauen, ohne Arbeitsfläche zu blockieren. Außerdem kann man mit den Tablets auf Rollen mehrere Geräte ersetzen, etwa den Küchen-TV, den Zweitfernseher im Schlafzimmer und den Computermonitor. Ein einzelnes, mobiles Gerät reicht aus, statt in jedem Raum ein separates Display zu installieren.

Als mobiles Interface für Smart-Home-Anwendungen können die Geräte zur Überwachung von Sicherheitskameras oder zur Steuerung von Beleuchtung, Heizung und anderen vernetzten Geräten genutzt werden – und zwar genau dort, wo diese Funktionen gerade gebraucht werden. Home Assistant etwa lässt sich wahlweise per Browser oder mittels der Home-Assistant-Android-App betreiben.

Speziell zur Fußball-WM spielen die Geräte ihren Mobilitätsvorteil aus: Die WM-Spiele laufen über die Mediatheken von ARD und ZDF kostenlos, Magenta-TV überträgt zusätzlich exklusive Partien. Alle Apps lassen sich auf den Android-Modellen direkt aus dem Google Play Store installieren, auf dem LG Stanbyme über den Web-OS-Store. Wer auf dem Balkon oder im Garten schaut und keine Steckdose in Reichweite hat, kombiniert den mobilen Smart-TV mit einer Powerstation – damit reicht der Strom auch für ein komplettes Turnierwochenende.

Betriebssysteme: Android oder Web OS fĂĽr TV-Streaming

Auf den meisten der von uns getesteten Tablets auf Rollen läuft klassisches Android. Die Geräte weisen sich dabei selbst bei der Einrichtung oder dem Blick in die Systemeinstellungen als „Tablet“ aus. Ebenjene Einrichtung verläuft eins zu eins so, wie man es von seinem Smartphone kennt. Die Wahl von Android hat Vor- und Nachteile. Dafür spricht natürlich die enorme Wandelbarkeit und Flexibilität von Android sowie das enorme App-Angebot durch den Google Play Store. Alle Modelle setzen hier auf ein kaum verändertes Android.

Problematisch sind hier viel mehr die Sicherheitspatches, die bei den Geräten mitunter veraltet sind. Zudem fehlen teilweise ein paar Optimierungen, wodurch es zu Problemen mit vorinstallierten Apps kommt. Auf zwei Geräten beendete sich der Chrome-Browser nach einem App-Update im Test jedes Mal selbst und war dadurch nicht mehr nutzbar. Abhilfe verschaffte das Zurücksetzen der Anwendung auf Werkseinstellungen und die Neuinstallation der Aktualisierung. Android bietet dafür mehr Spielraum für Zusatzfunktionen wie die Nutzung einer integrierten Webcam und ist zudem Touch-optimiert. Das Tippen auf virtuelle Tastaturtasten, die deutlich größer als die eigenen Fingerkuppen sind, wirkt zunächst etwas ungewohnt. Im Alltag funktioniert die Bedienung aber problemlos.

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Eine Ausnahme im Testfeld bildet der LG Stanbyme, der mit dem hauseigenen Web OS kommt – einem waschechten Smart-TV-Betriebssystem. Das merkt man bei der Touch-Bedienung, für die das System merklich nicht gemacht ist, man kommt aber zurecht. Auch hier gibt es einen App-Store, der die meisten wichtigen Apps beinhaltet – im Test haben wir hier nichts vermisst. Die daraus bezogenen Applikationen kommen in einer TV-angepassten Variante, die ebenfalls merklich nicht für die Bedienung mit dem Finger optimiert ist. Insgesamt gefällt uns die Zuverlässigkeit des Betriebssystems aber besser, alles läuft flüssig.

Welches Betriebssystem das bessere ist, hängt vom Einsatzzweck ab: Web OS eignet sich besonders fürs Streaming von Serien und Online-TV, Android punktet mit größerer Flexibilität – allerdings auf Kosten der Herstelleroptimierung.

Streaming-Qualität: Widevine-Level entscheidet über HD-Inhalte

Ein entscheidender, wenn auch komisch klingender Begriff bei Streaming-Geräten ist Widevine, genauer das Widevine-Level. Dabei handelt es sich um Googles DRM-System (Digital Rights Management), das von fast allen großen Streaming-Anbietern wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ oder HBO Max verwendet wird. Die Zertifizierungsstufen reichen von L1 (höchste Sicherheit) bis L3 (niedrigste Sicherheit). Nur Geräte mit Widevine L1 können Inhalte in HD, Full-HD oder 4K streamen – je nach Abonnement und Anbieter. Geräte mit Widevine L3 sind auf SD-Qualität (Standard Definition, meist 480p) beschränkt, was besonders auf großen Bildschirmen unbefriedigend ist.

Das höchste Widevine-Level 1, das die hochauflösende Wiedergabe von DRM-Inhalten beim Streaming erlaubt, setzt zwingend eine hardwarebasierte, sichere Ausführungsumgebung im Prozessor voraus. Die eigentlichen Zertifikate lassen sich zwar prinzipiell nachträglich per Software-Update einspielen, was aber aufwendig sein kann. Trotzdem sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob das gewünschte Gerät L1 unterstützt – am besten über unabhängige Testberichte, denn in den offiziellen Produktspezifikationen schweigen sich die Hersteller dazu meist aus. Gerade bei günstigen Geräten wird die nötige Zertifizierung zudem oft von vornherein eingespart, um Aufwand und Kosten zu sparen.

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Im Test offenbaren sich deutliche Unterschiede zwischen den getesteten Modellen. Während der LG Stanbyme und der LC-Power LC-M32S4K Widevine Level 1 unterstützen, müssen sich die Käufer beim Auvisio ST-238 und beim Auvisio ST-320 mit Widevine Level 3 und damit SD-Auflösung begnügen.

Besonders tückisch ist das Zusammenspiel von Netflix und Widevine: Für Full-HD ist eigentlich Widevine L1 erforderlich, sonst bleibt die Wiedergabe auf SD beschränkt. Auf keinem der getesteten Android-Modelle lief Netflix jedoch in Full-HD – selbst Geräte mit Level-1-Zertifizierung wurden von der App fälschlich als Level 3 erkannt. Andere Streamingdienste wie Disney+ oder Amazon Prime Video erkannten die Zertifizierung dagegen korrekt und spielten Inhalte in Full-HD ab. Ausgelesen haben wir die Zertifizierung mit der App DRM Info. Dass es ausgerechnet bei Netflix hakt, ist uns bereits beim Test klassischer Tablets aufgefallen.

Eine Umgehungslösung ist die Nutzung externer Streaming-Geräte wie FireTV-Stick, Google TV Streamer oder Apple TV über den HDMI-Eingang. Diese bieten in der Regel Widevine L1 und ermöglichen so hochauflösendes Streaming. Allerdings entfällt dabei der Vorteil der direkten Touch-Bedienung, und man benötigt die zusätzliche Fernbedienung des Streaming-Sticks. Wer hauptsächlich Streaming-Dienste nutzen möchte, sollte also unbedingt auf die Widevine-L1-Zertifizierung achten oder zumindest den Kauf eines zusätzlichen Streaming-Sticks einkalkulieren. Passende Lösungen für TV-Streaming zeigen wir im Rahmen unserer Top 10: Der beste TV-Stick im Test – Streaming mit Fire TV, Waipu, Magenta & Co.

Bildqualität: Worauf muss man bei Helligkeit und Blickwinkel achten?

Helligkeit und Blickwinkelstabilität sind zwei Schlüsselfaktoren, die über die praktische Einsatzfähigkeit eines Tablets auf Rollen entscheiden. Ein zu dunkles Display macht die Nutzung auf der Terrasse oder im Garten nahezu unmöglich, während schlechte Blickwinkel die gemeinsame Nutzung in Gruppen einschränken.

Angefangen bei der Helligkeit: Die wird in der Messeinheit Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben, was die standardisierte Maßeinheit für Leuchtdichte ist, die in der Displaytechnologie zur Messung der Bildschirmhelligkeit verwendet wird.

Candela (cd) ist die SI-Basiseinheit der Lichtstärke und beschreibt, wie viel Licht in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Eine Candela entspricht etwa der Lichtstärke einer herkömmlichen Kerze (daher auch der Name, der vom lateinischen Wort für Kerze stammt). Wenn diese Lichtstärke auf eine Fläche bezogen wird, erhält man die Leuchtdichte in Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Diese Einheit wird auch als „nit“ bezeichnet, wobei 1 nit = 1 cd/m² ist.

Bei Displays gibt die Leuchtdichte an, wie hell der Bildschirm erscheint. Je höher der Wert in cd/m², desto heller wirkt das Display für den Betrachter. Moderne Smartphones erreichen typischerweise 700 bis 1000 cd/m², mit Ausnahmen im High-End-Bereich bis 2000 cd/m², während hochwertige HDR-Fernseher und -Monitore 1000 bis 2000 cd/m² oder mehr erreichen können.

Die Messung erfolgt üblicherweise mit einem Kolorimeter oder Spektrometer, das direkt auf die Displayoberfläche aufgesetzt wird. Dabei wird oft ein weißes Testbild mit 100 Prozent Helligkeit angezeigt und an mehreren Stellen des Displays gemessen, um einen Durchschnittswert zu ermitteln. Das haben wir im Test auch so gemacht.

Eine ausreichende Leuchtdichte ist besonders wichtig fĂĽr die Nutzung in hellen Umgebungen. Als Faustregel gilt:

200 bis 300 cd/m²: Ausreichend für gedimmte Innenräume

300 bis 500 cd/m²: Gut für normal beleuchtete Büroumgebungen

500+ cd/m²: Empfehlenswert für helle Umgebungen (draußen) oder bei Lichteinfall

1000+ cd/m²: Notwendig für direkte Sonneneinstrahlung oder HDR-Inhalte

Neben der rein nominellen Helligkeit ist auch die Beschaffenheit des Displays entscheidend. Während Glossy-Displays, also solche mit glänzender Oberfläche, intensivere Farben und höheren Kontrast bieten, reflektieren sie jedoch Lichtquellen stark. Das führt gerade bei hellem Umgebungslicht zu störenden Spiegelungen. Matte Displays verfügen über eine spezielle Beschichtung, die Lichtreflexionen diffus streut, wodurch sie in hellen Umgebungen und bei direktem Lichteinfall deutlich besser ablesbar sind, allerdings auf Kosten einer leicht reduzierten Farbbrillanz und Bildschärfe.

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In unserem Test zeigten die Modelle erhebliche Unterschiede. Keines der getesteten Tablets auf Rollen erreicht eine ausreichende Helligkeit für den Außeneinsatz – der LC-Power LC-M32S4K und der Auvisio ST-320 führen mit jeweils rund 360 cd/m² das Feld an, gefolgt vom Thomson Go Plus mit etwa 340 cd/m² und dem Auvisio ST-238 mit rund 330 cd/m². Der LG Stanbyme bleibt mit maximal rund 250 cd/m² überraschend dunkel.

Die matten Displays des Thomson Go Plus und des LG Stanbyme reduzieren Reflexionen effektiv, während die glänzenden Oberflächen des LC-Power, des Auvisio ST-238 und des Auvisio ST-320 bei Lichteinfall störende Spiegelungen verursachen. Bei der Blickwinkelstabilität hat das IPS-Panel des LG Stanbyme Vorteile gegenüber den VA-Panels der anderen Modelle, die bei seitlicher Betrachtung unter Farbverschiebungen leiden – ein wichtiger A

This article was originally published by Heise Online.

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