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Mount Everest: Rush Hour am höchsten Punkt der Welt
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FAZ22.05.2026Travel2 dk okumaGermany

Mount Everest: Rush Hour am höchsten Punkt der Welt

Auf einen Blick

  • Am Mount Everest herrscht Hochbetrieb: Hunderte Bergsteiger nutzten ein angekündigtes Wetterfenster für den Gipfelanstieg.
  • Allein am Mittwoch gab es 270 Besteigungen.
  • Die nepalesischen Behörden vergaben fast 500 Genehmigungen, eine Millioneneinnahme.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Am Mount Everest herrscht während eines angekündigten Wetterfensters Hochbetrieb. Hunderte Bergsteiger machen sich auf den Weg zum Gipfel, was zu langen Schlangen auf der Route führt. Die nepalesischen Behörden haben fast 500 Genehmigungen für die Frühjahrssaison ausgestellt, was eine Millioneneinnahme darstellt. Chinas Entscheidung, keine Genehmigungen für die Nordseite auszustellen, hat zu einer Verlagerung auf die Südseite geführt.

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Es ist Rushhour am Mount Everest. Dutzendweise machten sich in den vergangenen Tagen die Bergsteiger auf Richtung Gipfel – alle wollten sie von einem angekündigten Wetterfenster profitieren, das ihnen die Vorhersage in Aussicht gestellt hatte. Mit dem Resultat, dass es stellenweise zu langen Schlangen kam auf der Route zum höchsten Punkt der Welt auf 8848 Meter Höhe.

Allein am Mittwoch meldeten die Expeditionsveranstalter 270 Gipfelbesteigungen, wie der amerikanische Blogger Alan Arnette berichtete. Am Donnerstag kamen nach ersten Angaben weitere etwa 150 Besteigungen hinzu. Und auch am Freitag gingen die Erfolgsmeldungen der Expeditionsveranstalter weiter. Allein der österreichische Anbieter Furtenbach Adventures teilte auf Instagram mit, dass 42 Mitglieder seines Teams am Freitagmorgen den Gipfel erreicht hätten.

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Insgesamt hatten die nepalesischen Behörden knapp 500 Genehmigungen für den Everest in dieser Frühjahrssaison ausgegeben, an Bergsteiger aus 55 Ländern – eine Millioneneinnahme. Die Gebühr der Besteigungserlaubnis für den Mount Everest beläuft sich auf 15.000 Dollar. Die hohe Zahl an Gipfelaspiranten hat auch damit zu tun, dass China für die tibetische Nordseite des Mount Everest in diesem Frühjahr keine Genehmigungen für ausländische Bergsteiger ausstellte. Viele wichen daher auf den Anstieg von der nepalesischen Südseite aus.

Zwei Todesfälle beim Abstieg vom Gipfel

Die allermeisten Bergsteiger waren am Everest mit Flaschensauerstoff unterwegs. Eine der wenigen Ausnahmen war der Ecuadorianer Marcelo Segovia, der am Donnerstag ohne zusätzlichen Sauerstoff erfolgreich war. Der Brite Kenton Cool erreichte am Freitag zum 20. Mal den Gipfel. Schon zuvor war kein Bergsteiger, der nicht aus Nepal stammt, so oft ganz oben gestanden wie er.

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Außergewöhnlich war auch die Leistung des ehemaligen russischen Soldaten Rustam Nabiew, der bei einem Unglück im Jahr 2015 beide Beine verloren hatte. Er erreichte nach eigenen Angaben mit seinem Sherpa-Team am Donnerstag den Gipfel, ohne Prothesen, nur indem er sich mit den Armen abstützte und an den Fixseilen nach oben zog. Zwei indische Bergsteiger kamen nach Berichten örtlicher Medien, die sich auf Angaben eines Expeditionsveranstalters bezogen, beim Abstieg ums Leben. Sie hätten zuvor am Mittwoch bzw. am Donnerstag den Gipfel erreicht.

In der laufenden Saison war es bisher zu drei tödlichen Unglücken am Mount Everest gekommen. In der vergangenen Woche war ein 21 Jahre alter Bergsteiger aus Nepal laut Medienberichten durch den Sturz in eine Gletscherspalte ums Leben gekommen. Er war in einer Gruppe unterwegs, die die Route für die Bergsteiger präparieren sollte. Ein weiterer Nepalese starb am 10. Mai während des Aufstiegs, als Todesursache wurde Herzversagen vermutet. Der Tod eines dritten Nepalesen war laut „The Himalayan Times“ am 4. Mai Folge eines Sturzes auf dem Weg zum Basislager.

Offene Fragen

  • Wie viele weitere Todesfälle oder Unfälle ereignen sich noch in dieser Saison?
  • Welche Auswirkungen hat die Überfüllung auf die Sicherheit und die Umwelt am Everest?
  • Wird es zukünftige Regulierungen geben, um die Anzahl der Bergsteiger zu begrenzen?
  • Wie wirkt sich die Verlagerung der Bergsteiger auf die tibetische Seite Chinas aus?

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This article was originally published by FAZ.

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