Mutmaßliche chinesische Spione in München festgenommen
Auf einen Blick
- Die Bundesanwaltschaft hat in München ein Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit wegen Spionage für China festgenommen.
- Sie sollen wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie ausgekundschaftet haben.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Bundesanwaltschaft hat in München ein Ehepaar festgenommen, das beschuldigt wird, für chinesische Geheimdienste spioniert zu haben. Die Verdächtigen besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit und sollen wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie ausgekundschaftet haben.
Die Bundesanwaltschaft lässt in München zwei mutmaßliche chinesische Spione festnehmen. Das Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit soll für einen chinesischen Geheimdienst Kontakt zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen aufgenommen haben.
Ermittler haben in München zwei mutmaßliche chinesische Spione festgenommen. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, handelt es sich bei den Verdächtigen um ein Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit, das "wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie" etwa in den Bereichen Luft- und Raumfahrtechnik und Künstlicher Intelligenz ausgekundschaftet haben soll. Den Angaben zufolge wollten sie so an "wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie" gelangen.
Gleichzeitig mit den Festnahmen fanden Maßnahmen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen statt. Diese betreffen laut Bundesanwaltschaft Personen, die als Zeugen geführt werden. Sie sind nicht tatverdächtig. In München wurden die Wohnräume und Arbeitsplätze der beiden Festgenommenen durchsucht.
Zu den Kontakten der mutmaßlichen Spione zählten "insbesondere Lehrstuhlinhaber für die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik oder Künstliche Intelligenz", teilte die Behörde weiter mit. Ihnen gegenüber sollen sich die Beschuldigten mal als Dolmetscher, mal als Mitarbeiter eines Automobilherstellers ausgegeben haben. "Einige Wissenschaftler wurden unter dem Vorwand nach China gelockt, gegen Honorar Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten. Tatsächlich erfolgten solche Vorträge dann aber vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen."
Die beiden festgenommenen Eheleute sollen heute dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der ihnen die Haftbefehle eröffnet und über die Untersuchungshaft entscheidet. Das Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz geführt. Die polizeilichen Ermittlungen liegen beim Bayerischen Landeskriminalamt.
Offene Fragen
- Welche spezifischen militärischen Anwendungen hatten die gesammelten Informationen?
- Wie lange war das Ehepaar bereits für den chinesischen Geheimdienst tätig?
- Gab es weitere Komplizen oder ein Netzwerk hinter den Festgenommenen?
- Welche konkreten Maßnahmen werden gegen die Wissenschaftler ergriffen, die kontaktiert wurden?

