NABU Hamburg advises against summer bird feeding due to disease and fertility risks
Auf einen Blick
- NABU Hamburg expert Sommerfeld warns against summer bird feeding, citing disease spread and reduced fertility due to inappropriate food.
- He recommends native plants and specific nest box designs instead.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
NABU Hamburg expert Sommerfeld notes an increase in bird diseases in gardens and at feeding stations in recent years. Parasites like Trichomoniasis have caused finch die-offs, and bacteria have led to the death of blue tits.
„Wir haben in den vergangenen Jahren zunehmend Vogelkrankheiten in Gärten und speziell an Futterstellen festgestellt“, sagt Sommerfeld. Trichomoniasis-Parasiten etwa hätten über zehn Jahre hinweg ein Grünfinkensterben hervorgerufen. Bei Blaumeisen habe ein Bakterium zum Tod geführt. Sommerfeld erläutert: „Ist ein Vogel infiziert und kommen an einer Futterstelle viele Vögel zusammen, können sich die Parasiten, Bakterien und damit die Krankheiten schnell weiterverbreiten – und zwar vor allem im Sommer, im Winter ist das eher nicht der Fall“. Daher rate der Nabu Hamburg inzwischen von einer Vogelfütterung im Sommer ab.
Reduzierte Fruchtbarkeit
Überhaupt lasse sich mit einer Vogelfütterung außerhalb des Winters mehr falsch als richtig machen. „Füttert man fettreiches Futter im Frühjahr, reduziert sich nach aktuellem Anschein die Fruchtbarkeit der Vögel: Ihre Eier werden taub und es schlüpft kein Nachwuchs daraus, das ist dramatisch“, sagt Sommerfeld. Hinzu komme, dass Menschen oft Sonnenblumenkörner oder Erdnussbruch verfütterten - Jungvögel würden das jedoch nicht vertragen. „Ihre Mägen können dieses Futter noch nicht verwerten, weshalb viele junge Vögel, die so etwas fressen, sterben. Wer wolle, könne Wasser für die Vögel bereitstellen“, sagt Sommerfeld. Wichtig sei aber, die Wasserstelle täglich zu reinigen, da sich Krankheitserreger und Parasiten sonst schnell vermehren und übertragen könnten.
Heimische Sträucher
Sommerfeld rät zudem dazu, Gärten naturnah zu gestalten. Er empfiehlt heimische Sträucher wie Schlehe, Eingriffeligen und Zweigriffeligen Weißdorn, Haselnuss, Holunder oder Berberitze. Auch ein Laub-, Reisig- und Komposthaufen seien gut. Vögel könnten an diesen Orten immer Insekten finden.
Auch Nistkästen seien empfehlenswert. „In der Regel empfiehlt sich ein Höhlenbrüterkasten mit einem runden Loch“, sagt Sommerfeld. „Während man für die Blaumeise ein 26-Millimeter-Loch wählt, nimmt man für Haussperling und Kohlmeise eher 32 bis 35 Millimeter.“ Wer in einer Region wohnt, wo Stare leben, sollte Nistkästen mit 45-Millimeter-Loch aufhängen, sagt der Nabu-Experte.
Offene Fragen
- What specific bacteria caused the blue tit deaths?
- Are there other documented cases of fertility reduction linked to specific foods?
