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Neues Strafjustizzentrum in München eröffnet
NACHRICHT
Die Zeit18.5.2026Law2 Min. LesezeitGermany

Neues Strafjustizzentrum in München eröffnet

Auf einen Blick

  • Nach über zehn Jahren Bauzeit und Kosten von rund 400 Millionen Euro wird in München das neue Strafjustizzentrum eröffnet.
  • Es vereint fünf Gerichte und zwei Staatsanwaltschaften auf 39.300 Quadratmetern und soll Ende Juni in Betrieb genommen werden.

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Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit wird in München das neue Strafjustizzentrum eröffnet. Rund 400 Millionen Euro - und damit deutlich mehr als zunächst geplant - hat der Bau gekostet, der künftig fünf Gerichte und zwei Staatsanwaltschaften beherbergen soll.

Ende Juni soll das Gebäude in Betrieb genommen werden, dann hat das alte Strafjustizzentrum, das in den 1970er Jahren für 100 Millionen D-Mark gebaut wurde, nach knapp fünf Jahrzehnten ausgedient. Seit 1977 fanden dort die Strafprozesse der Landgerichte München I und II, des Amtsgerichts, des Oberlandesgerichts und nach einer Pause auch wieder des Bayerischen Obersten Landesgerichts statt. Diese Gerichte - und zusätzlich die Staatsanwaltschaften München I und II - bekommen nun ein neues Zuhause.

Während der Bauzeit hatte es einige Rückschläge gegeben. Erst gab es Schimmel an einer Wand und im vergangenen Jahr machte das Problem Schlagzeilen, dass die Gefangenentransporte nicht in die Tiefgarage passten. Es musste nachgebessert werden.

Dies ist inzwischen geschehen, darum kann das Strafjustizzentrum nun heute (14.00 Uhr) in Anwesenheit von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Justizminister Georg Eisenreich (beide CSU) eröffnet werden.

Insgesamt sollen künftig rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem neuen Gebäude auf insgesamt 39.300 Quadratmetern tätig sein. 54 Gerichtssäle wird es dort geben.

300.000 Umzugskartons

Laut bayerischem Justizministerium handelt es sich bei dem Umzug ins neue Strafjustizzentrum um einen der größten Umzüge Deutschlands. Mit 1.500 LKW-Ladungen müssen 300.000 Umzugskartons transportiert werden.

«Das alte Strafjustizzentrum war fast 50 Jahre lang die Herzkammer der Münchner Strafjustiz», sagte Justizminister Eisenreich. Dort fanden Prozesse statt wie der gegen die Mörder von Walter Sedlmayr und Rudolph Moshammer oder der gegen einen der letzten NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk.

«Das alte Strafjustizzentrum hat fast fünf Jahrzehnte gute Dienste getan», sagte Eisenreich. «Mit dem neuen Strafjustizzentrum am Leonrodplatz bekommt es einen modernen Nachfolger, der die Strafrechtsabteilungen von vier Gerichten sowie zwei Staatsanwaltschaften von sieben Münchner Standorten zentral unter einem Dach vereint.»

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This article was originally published by Die Zeit.

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