Nordseefischer beantragen Aufgabe ihrer Betriebe: Bund fördert Stilllegung
48 Fischereibetriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen wollen aufgeben. Zwölf Millionen Euro stehen für die ersten Bewilligungen bereit.
Auf einen Blick
- 48 Nordseefischer aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen wollen ihre Betriebe aufgeben.
- 19 Betriebe erhalten nun zwölf Millionen Euro Förderung vom Bund, wenn sie bis 2027 ihre Lizenzen abgeben und Kutter stilllegen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das Bundeslandwirtschaftsministerium legte das Programm auf, um die Fangflotte der Küstenfischer angesichts gefährdeter Bestände zu verkleinern.
Sie wollen ihre Betriebe aufgeben und beantragen dafür finanzielle Unterstützung vom Bund: 48 Nordseefischer aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben Anträge unter dem »Programm zur endgültigen Einstellung der Fangtätigkeit im Fischereisektor in der Nordsee« eingereicht. Das berichtet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). 19 von ihnen können nun Förderung erhalten, zwölf Millionen Euro stehen dafür bereit.
Die Betriebe sind auf Krabben sowie Plattfische wie Scholle, Seezunge und Flunder spezialisiert. Jeweils 3,5 Millionen Euro stehen für Krabbenfischer in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereit. Fünf Millionen Euro gehen an Plattfischfischer.
Um das Geld zu erhalten, müssen die Betriebe ihre Fanglizenzen abgeben und ihre Kutter bis zum 30. Juni 2027 stilllegen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat das Programm aufgelegt, um die Fangflotte der Küstenfischer zu verkleinern. Die Fischbestände gelten als gefährdet. Zudem wird vor allem mit Grundschleppnetzen gefischt, was Umweltschützer kritisieren.
Die Flotte an Krabbenkuttern soll laut Ministerium bis 2027 um rund 30 Prozent reduziert werden. Insgesamt stehen dafür 20 Millionen Euro bereit. Für die kommenden Monate sind zwei weitere Förderungsausschreibungen geplant.
Lesen Sie ebenfalls: Auch an der Ostsee geht die Zahl der Fischereibetriebe zurück. Anfang der Neunziger war die Anzahl noch vierstellig, jetzt ist sie unter 300 gesunken. Das liegt auch am Klimawandel.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Zwei weitere Förderungsausschreibungen in den kommenden Monaten
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Was passiert mit den übrigen Antragstellern?
- Wie sehen die Bedingungen für die kommenden Ausschreibungen aus?






