OMV startet Förderung bei größtem heimischem Gasfund seit 40 Jahren
Auf einen Blick
- OMV hat die Gasförderung in Wittau, Niederösterreich, gestartet.
- Der Fund soll 100.000 Haushalte zehn Jahre versorgen.
- Bundeskanzler Stocker betont heimische Versorgungssicherheit angesichts geopolitischer Spannungen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Austria has significantly reduced its reliance on Russian gas following geopolitical events. The country now imports gas primarily from Germany and Italy, including sources like Norway and LNG. A ban on CO2 storage has been in place since 2011.
Wien. Der österreichische Energiekonzern OMV hat die Förderung bei seinem größten heimischen Gasfund seit vier Jahrzehnten gestartet. In der ersten Phase des Projekts Wittau in Niederösterreich sollen elf Terawattstunden Erdgas erschlossen werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dies entspreche dem Bedarf von rund 100.000 Haushalten für zehn Jahre.
Bundeskanzler Christian Stocker verwies bei der Eröffnung auf die angespannte geopolitische Lage. „Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft führen uns eindrucksvoll und deutlich vor Augen, wie unmittelbar uns solche Konflikte treffen können“, sagte der Regierungschef. Es sei ihm lieber, heimische Ressourcen unter österreichischen Umwelt- und Sozialstandards zu fördern, als neue Abhängigkeiten aufzubauen.
Österreich bezog früher bis zu 90 Prozent seines Erdgases aus Russland. Die Lieferungen wurden Ende 2024 eingestellt; mit dem Wegfall des Ukraine-Transits Anfang 2025 entfiel die wichtigste Route. Moskau spielt seither als direkter Lieferant keine Rolle mehr. Österreich deckt seinen Bedarf inzwischen vor allem über Importe aus Deutschland und Italien – darunter Gas aus Norwegen und Flüssiggas (LNG).
Zugleich sprach sich Stocker dafür aus, das seit 2011 in Österreich geltende Verbot der Speicherung von CO2 aufzuheben. Wer Industrieproduktion und Wertschöpfung im Land behalten wolle, dürfe Zukunftstechnologien nicht ideologisch blockieren.
Um das Gas in Wittau zu fördern, habe OMV zwei jeweils 5000 Meter tiefe Bohrungen vorgenommen und eine zwölf Kilometer lange Leitung zu einer Gasaufbereitungsanlage verlegt, sagte OMV-Energievorstand Berislav Gaso. Dort werde dem Gas Schwefel entzogen, bevor es ins Netz eingespeist werde. Bereits die erste Phase erhöhe die heimische Produktion um rund 50 Prozent.
Derzeit deckt OMV laut Konzernchef Alfred Stern etwa sieben Prozent des österreichischen Gasbedarfs. Bei einem vollständigen Ausbau des vor drei Jahren entdeckten Feldes könnte sich die Produktion in Österreich verdoppeln. Die förderbaren Ressourcen liegen bei bis zu 48 Terawattstunden; für den Ausbau sieht OMV Investitionen von rund 500 Millionen Euro vor.
Die OMV-Führung forderte in diesem Zusammenhang verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik. „Planbare Energie braucht auch planbare Spielregeln“, sagte Gaso. Stern betonte zugleich, die Förderung fossiler Brennstoffe im Inland stehe „nicht im Widerspruch zur Dekarbonisierung“, sondern sei Teil notwendiger Übergangslösungen für Industrie und kritische Infrastruktur.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
OMV will invest approximately 500 million Euros in the full expansion of the Wittau gas field.
Sehr wahrscheinlich · Mittelfristig
The Austrian government will consider lifting the ban on CO2 storage.
Wahrscheinlich · Mittelfristig
Offene Fragen
- What are the specific environmental standards applied to the Wittau project?
- What is the timeline for the full expansion of the Wittau field?
- What are the projected costs and benefits of lifting the CO2 storage ban?
- How will the increased domestic production affect Austria's energy prices?




