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Österreichische Post stellt Zustellung in Wien auf E-Fahrzeuge um
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FAZ16.06.2026Business4 dk okumaGermany

Österreichische Post stellt Zustellung in Wien auf E-Fahrzeuge um

Auf einen Blick

  • Die Österreichische Post stellt ihre Zustellung in Wien vollständig auf E-Fahrzeuge um.
  • Damit ist Wien die größte europäische Metropole mit CO₂-freier Postzustellung auf der letzten Meile.
  • Über 1300 Zusteller nutzen E-Bikes, E-Mopeds oder E-Transporter.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Österreichische Post AG stellt ihre Zustellung in Wien vollständig auf Elektrofahrzeuge um, um CO₂-Emissionen zu reduzieren. Dies ist Teil einer größeren Anstrengung zur Dekarbonisierung des Transportwesens.

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In Wien stellt die Österreichische Post AG die Zustellung zur Gänze auf elektrische Fahrzeuge und die Muskelkraft ihrer Zusteller um. Wien mit seinen gut zwei Millionen Einwohnern ist damit nach eigener Darstellung zur größten Metropole Europas geworden, in der die Postzustellung auf der letzten Meile vollständig CO₂-frei erfolgt.

Insgesamt sind nun täglich mehr als 1300 Postboten zu Fuß, mit E-Bikes, E-Mopeds oder E-Transportern in Österreichs Hauptstadt im Einsatz. Jährlich legen tausend Zustellfahrzeuge in Wien nun rund acht Millionen Kilometer rein elektrisch zurück. Der mehrheitlich staatliche Konzern spart dadurch jährlich rund 2300 Tonnen an CO₂-Emissionen in der österreichischen Hauptstadt ein. Dafür hat die Post 32 Millionen Euro in Ladeinfrastruktur und E-Fahrzeuge investiert. Den dafür erforderlichen Strom produziert das Unternehmen zu einem erheblichen Teil schon selbst über Photovoltaikanlagen.

Management sieht ökonomische Vorteile

Walter Oblin, Generaldirektor der Österreichischen Post, sieht den Beweis dafür erbracht, dass Klimaschutz und wirtschaftlich effiziente Zustellung im großen Maßstab zusammenpassen. Am Anfang des Vorhabens hätten schon der Nachhaltigkeitsgedanke und Themen wie Klimaschutz und Luftverschmutzung gestanden, sagte der Manager zum in dieser Woche erfolgten Startschuss. „Am Beginn waren auch Förderungen, für die wir sehr dankbar sind, ein wesentlicher Wegbereiter. Mittlerweile ist es ein wirtschaftliches Projekt geworden.“ Elektroautos hätten wesentlich geringere Instandhaltungs- und Energiekosten, auch wenn sie in der Anschaffung noch etwas teurer seien, betonte Oblin gegenüber dem ORF.

Jürgen Czernohorszky, Klimastadtrat der Stadt Wien, sprach von einem wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität und damit zum Erhalt der Lebensqualität in Wien. „Es ist genau diese Zusammenarbeit zwischen Stadt und Unternehmen, mit der in Wien der CO₂-Ausstoß seit 2005 um mehr als ein Drittel gesunken ist.“

In immer mehr österreichischen Landeshauptstädten und Regionen erfolgt die Zustellung schon vollständig mit E-Fahrzeugen. Mit mehr als 6000 E-Fahrzeugen betreibt der Logistiker die größte E-Flotte des Landes. Bis 2030 soll die gesamte Zustellung in Österreich, wo gut neun Millionen Menschen leben, auf der letzten Meile rein mit E-Fahrzeugen oder zu Fuß stattfinden.

Deutsche Post spart ebenfalls Emissionen

Auch in Deutschland transportiert die Deutsche Post, die zum DHL-Konzern gehört, Sendungen im Inland CO₂-reduziert. In rund 500 Städten, also etwa jeder vierten Stadt hierzulande, sei die Zustellung auf der letzten Meile zu 100 Prozent klimaneutral, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Jedenfalls dann, wenn man Subunternehmen, Starkverkehr und Ersatzfahrzeuge ausklammert.

Auf der letzten Meile umfasse die Flotte der Deutschen Post mittlerweile 38.500 E-Fahrzeuge – also mehr als 60 Prozent. Der Anteil der E-Fahrzeuge in der Zustellung soll 2030 bei 80 bis 90 Prozent liegen. Auch Konkurrenten werben mit Klimafreundlichkeit. So erreichte etwa Paketdienstleister Hermes Ende Februar sein Ziel, in den Innenstadtbereichen von 80 deutschen Städten ohne lokalen CO₂-Ausstoß zuzustellen.

Hohe Belastungen entstehen vor der letzten Meile

Stichworte wie „letzte Meile“ oder „lokaler“ CO₂-Ausstoß sind dabei allerdings wichtige Knackpunkte: Hohe CO₂-Emissionen entstehen in der Post- und Paketlogistik gerade im vorgelagerten Prozess – etwa wenn Briefe und Pakete per Flugzeug aus dem Ausland kommen, oder beim Transport per Lkw zwischen Sortierzentrum und Depot. Die Post versucht auch hier gegenzusteuern: In ihrer Langstreckenflotte habe sie mittlerweile 39 elektrische Lastwagen und 570 Biomethanlastwagen. Weitere 50 E-Lastwagen seien über den Nutzfahrzeugvermieter Hylane bestellt, der Kauf weiterer sei geplant. Insgesamt investiere die Post rund eine Milliarde Euro jährlich in die Dekarbonisierung ihres Transport- und Zustellnetzes, sagt ein Sprecher.

Grundsätzlich wirbt DHL schon lange damit, den Kunden – gegen Aufpreis – nachhaltige Transporte anzubieten und sie so bei ihrer eigenen Dekarbonisierung zu unterstützen. Sein bekanntes Umweltlabel „Go Green“ stellt das Unternehmen allerdings Ende August ein. Indirekt gibt der Konzern zu, dass in „Go Green“ zu viel Greenwashing enthalten war, um neuen Gesetzen standzuhalten. „Ab September 2026 gelten in Deutschland deutlich strengere Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen“, schreibt DHL in einer Mitteilung. Künftig gibt es nur noch „Go Green Plus“, wofür nur noch eigene CO₂-Reduktion zählt und nicht länger die Kompensation von Emissionen durch Klimaschutzprojekte im Ausland.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Bis 2030 soll die gesamte Zustellung in Österreich rein mit E-Fahrzeugen oder zu Fuß erfolgen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

  • Der Anteil der E-Fahrzeuge in der Zustellung der Deutschen Post soll 2030 bei 80 bis 90 Prozent liegen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Wie hoch sind die tatsächlichen Wartungskosten der E-Fahrzeuge?
  • Welche Auswirkungen hat die Umstellung auf die Arbeitsbedingungen der Zusteller?

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This article was originally published by FAZ.

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