Phishing-Attacken über Signal erreichen deutsche Bundesregierung - Kabinettsmitglieder betroffen
Verfassungsschutz und BSI warnten bereits im Februar vor staatlich gesteuerten Cyberangriffen
Auf einen Blick
- Mutmaßliche Spionageattacken über den Messengerdienst Signal haben deutsche Kabinettsmitglieder erreicht.
- Bauministerin Verena Hubertz und Familienministerin Karin Prien gehören zu den Opfern der Phishing-Angriffe, die sich gegen Politiker, Journalisten und Militärs richten.
- Das Bundesamt für Verfassungsschutz und das BSI warnten bereits im Februar vor der Kampagne, die wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt wird.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Phishing-Attacken richten sich gegen Politiker, Journalisten und Militärs in Deutschland. Bei den Angriffen wird versucht, durch gefälschte E-Mails oder Internetseiten an persönliche Daten wie Passwörter zu gelangen, um Zugriff auf Chatnachrichten, Fotos und Dokumente zu erhalten.
Die mutmaßlichen Spionageattacken über den Messengerdienst Signal haben auch die Bundesregierung erreicht. Betroffen sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einzelne Kabinettsmitglieder. Offiziell äußerte sich die Regierung bislang nicht zu konkreten Fällen.
Laut Recherchen des Spiegel gehören Bauministerin Verena Hubertz und Familienministerin Karin Prien zu den Opfern der Phishing-Angriffe, die sich unter anderem in Deutschland gegen Politiker, Journalisten und Militärs richtet. Der für sicherheitsrelevante Themen zuständige Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zähle offenbar nicht zu denjenigen, auf deren Chats und Daten die Angreifer zugreifen konnten.
Bereits Mitte der Woche war bekannt geworden, dass auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner betroffen war. Vor den andauernden Phishing-Attacken über Signal hatten das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erstmals im Februar öffentlich gewarnt. Später veröffentlichten sie einen weiteren Sicherheitshinweis mit konkreten Handlungsanweisungen.
Darin hieß es, die Kampagne werde "wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt". Die Sicherheitsbehörden gingen zudem auf mehrere Politikerinnen und Politiker direkt zu, um sie zu warnen und herauszufinden, ob sich Angreifer erfolgreich Zugang zu ihrem Account verschafft hatten.
Beim Phishing-Angriffen wird versucht, etwa durch gefälschte E-Mails oder Internetseiten, an persönliche Daten wie Passwörter zu gelangen, um Zugriff auf Chatnachrichten, Fotos und Dokumente zu erhalten. Die Bundesanwaltschaft, die zu den Angriffen ermittelt, äußerte sich bisher nicht zu einem möglichen Auftraggeber. Der Geheimdienst der Niederlande, der ebenfalls Attacken meldete, macht Russland verantwortlich.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die Bundesanwaltschaft wird weitere Ermittlungsergebnisse veröffentlichen
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Weitere betroffene Personen könnten bekannt werden
Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Diplomatische Konsequenzen gegenüber Russland möglich
Möglich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wer genau steckt hinter den Angriffen?
- Wie viele weitere Kabinettsmitglieder sind betroffen?
- Welche Daten wurden möglicherweise kompromittiert?


