Polizist in Göttingen angeschossen – Hintergründe unklar
Auf einen Blick
- Ein Polizist wurde in Göttingen bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen angeschossen und muss operiert werden.
- Die Hintergründe der Tat und die genaue Tatwaffe sind noch unklar.
- Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach einem flüchtigen Tatverdächtigen.
KI-generierte Zusammenfassung
Ein Polizist ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im niedersächsischen Göttingen angeschossen worden. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei Göttingen gegenüber WELT wurde der im Dienst befindliche Beamte im Verlauf der Streitigkeit durch einen Schuss verletzt. Ob dabei eine Schreckschusswaffe oder eine scharfe Schusswaffe eingesetzt wurde, sei derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Der verletzte Polizist muss operiert werden. Die Spurensicherung vor Ort wurde vom Landeskriminalamt (LKA) übernommen. Die mutmaßliche Tatwaffe konnte bislang noch nicht gefunden werden.
Die Hintergründe der Tat am Samstagabend und der vorhergehenden Auseinandersetzung waren zunächst unklar. Ein Polizeisprecher beschrieb die Lage als „dynamisch“. Laut der Polizeimeldung fielen die Schüsse gegen 22.15 Uhr.
Nach den Schüssen auf offener Straße floh eine Person den Angaben zufolge vom Tatort. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Schwer bewaffnete Beamte durchsuchten bis in die Nacht das Gebiet. Auch ein Hubschrauber kreiste über der Stadt, sagte der Sprecher. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei riet Bürgern, das Gebiet zu meiden.
„Nacht der Kulturen“ in Göttingen
In der Stadt fand am Samstag die „Nacht der Kulturen“, das größte Festival in Göttingen, statt. Bis Mitternacht traten 80 Acts auf 15 Bühnen auf, Tausende Menschen befanden sich in der City. Auch im Bereich des Weender Tors, wo die Schüsse fielen, hielten sich hunderte Menschen auf. In den sozialen Medien kursieren mehrere Videos, die die Flucht von Passanten sowie das Eintreffen der Einsatzkräfte zeigen.
Eine „Gefahrenlage“ für die Bevölkerung habe laut Polizei dennoch nicht bestanden. Die Tat spielte sich demnach auf dem Gehweg neben einer vielbefahrenen Straße am Rand des Stadtzentrums ab. Das Stadtfest fand ein gutes Stück davon entfernt statt, wie der Polizeisprecher sagte.
Nach der Tat seien trotz der späten Stunde diverse Hinweise bei der Polizei eingegangen, sagte der Sprecher. Unter anderem sollen sich Zeugen zur Fluchtrichtung des Verdächtigen geäußert haben. Alle Hinweise würden an die Ermittler weitergeben und von diesen ausgewertet, hieß es.