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Proteste in Großbritannien nach Messerangriff-Video
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Spiegel Ausland10.06.2026Welt2 dk okumaGermany

Proteste in Großbritannien nach Messerangriff-Video

Auf einen Blick

  • Nach der Veröffentlichung eines brutalen Messerangriffs-Videos kam es in mehreren britischen Städten zu Protesten gegen Einwanderung.
  • In Belfast kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, während Elon Musk die Demonstranten ermutigte.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein brutales Messerangriff-Video löste Proteste gegen Einwanderung in Großbritannien aus. In Belfast kam es zu Ausschreitungen, bei denen Fahrzeuge und Gebäude in Brand gesetzt wurden. Ein Mann wurde schwer verletzt, der mutmaßliche Täter stammt aus dem Sudan.

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Nach der Veröffentlichung eines Videos von einem brutalen Messerangriff in der nordirischen Hauptstadt Belfast ist es am Dienstag in mehreren britischen Städten zu Protesten gekommen.

In Belfast versammelten sich gegen 19 Uhr mehrere Hundert Menschen, um gegen Einwanderung zu demonstrieren. Viele von ihnen waren maskiert, sie lieferten sich teils gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei und errichteten Barrikaden. In mehreren Teilen der Stadt stieg schwarzer Rauch auf, mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Auf TV-Bildern waren auch brennende Gebäude zu sehen. Laut der Nachrichtenagentur AFP mussten einige Bewohner von der Feuerwehr aus Häusern geholt werden.

In Southampton in Südengland kam es zu einer Protestkundgebung vor einem Hotel, in dem Asylsuchende untergebracht waren.

Zu den Demonstrationen in mehreren Städten hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen, darunter auch der bekannte Rechtsradikale Tommy Robinson. Der US-Milliardär Elon Musk ermutigte die Protestierenden via X , »immer wieder und laut« auf die Straße zu gehen.

Hintergrund war ein Messerangriff vom späten Montagabend, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 30 Jahre alten Mann aus dem Sudan. Er wurde inzwischen wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt. Er soll am Mittwoch einem Richter vorgeführt werden.

In einem Video ist zu sehen, wie der Angreifer mitten auf einer Straße auf einem blutüberströmten Mann sitzt und diesen mit einem Messer traktiert. Zwischendurch hebt er das Messer hoch und ruft etwas. Nach einer Weile wagen sich mehrere Männer in die Nähe und versuchen, den Angreifer von seinem Opfer zu trennen.

Die Polizei bat darum, das Video nicht zu verbreiten. Es kursiert allerdings im Netz. Nordirlands Polizeichef Jon Boutcher rief die Menschen auf, sich nicht durch Social Media aufstacheln zu lassen und die Ermittler ihre Arbeit machen zu lassen. Es gebe bislang keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, teilte die Polizei mit.

Großbritannien war im Sommer 2024 von heftigen rassistisch motivierten Ausschreitungen erschüttert worden (mehr dazu hier ). Erst in der vergangenen Woche kam es in Southampton zu Krawallen am Rande eines Protests. Auslöser war die Veröffentlichung von Bodycam-Aufnahmen, die einen schweren Polizeifehler nach der tödlichen Messerattacke eines Mannes aus der Sikh-Gemeinschaft auf den Studenten Henry Nowak zeigten. Statt den Täter festzunehmen, der sich als Opfer eines rassistischen Übergriffs darstellte, hatten die Polizisten dem sterbenden Nowak Handschellen angelegt.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere Proteste und mögliche Eskalation der Gewalt.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen durch die Polizei.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Was waren die genauen Umstände des Messerangriffs?
  • Wie viele Personen waren an den Ausschreitungen beteiligt?
  • Welche Rolle spielten soziale Medien bei der Verbreitung des Videos und der Mobilisierung der Proteste?
  • Gibt es Verbindungen zwischen den aktuellen Protesten und früheren rassistisch motivierten Ausschreitungen in Großbritannien?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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