Rentenkommission schlägt Kapitalmarktanlage vor: Sebastian Dullien äußert Bedenken
Auf einen Blick
- Die Rentenkommission schlägt vor, einen Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt anzulegen.
- Ökonom Sebastian Dullien kritisiert diesen Ansatz, da er einen zusätzlichen Beitragssatzanstieg von zwei Prozentpunkten vorsieht, der Kaufkraft entzieht und somit Wachstum dämpfen sowie Arbeitsplätze kosten könnte.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Rentenkommission hat vorgeschlagen, einen Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt anzulegen, um die Rente zu finanzieren.
DIE ZEIT: Herr Dullien, bislang finanzieren die Arbeitnehmer mit ihren Beiträgen die Rente der Ruheständler. Die Rentenkommission hat vorgeschlagen, einen Teil dieser Beiträge am Kapitalmarkt anzulegen. Ist das eine gute Idee?
Sebastian Dullien: Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, die Rente um ein Element der Kapitaldeckung zu ergänzen. Die Frage ist, wie man das macht. Nach meinem Verständnis schlägt die Kommission vor, dass der Beitragssatz für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um insgesamt zwei Prozentpunkte zusätzlich steigt und der so eingesammelte Betrag in eine kapitalgedeckte Vorsorge fließt. Das auf diese Weise eingesammelte Geld soll dann international angelegt werden. So wird der Wirtschaft in einer ohnehin kritischen Lage Kaufkraft entzogen. Wir gehen davon aus, dass das das Wachstum dämpft und Arbeitsplätze kostet.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die vorgeschlagene Kapitalmarktanlage wird das Wirtschaftswachstum dämpfen und Arbeitsplätze kosten.
Wahrscheinlich · Mittelfristig
Offene Fragen
- Wie genau soll die Erhöhung des Beitragssatzes um zwei Prozentpunkte umgesetzt werden?
- Welche konkreten Gegenargumente gibt es zu Dulliens Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftsdämpfung?





