Samsung Electronics: Streik droht bei Speicherchipsparte
Auf einen Blick
- Samsung Electronics droht ein folgenreicher Arbeitskampf: 48.000 Mitarbeiter der Speicherchipsparte wollen streiken.
- Ein Mediationsversuch scheiterte, die Gewerkschaft kündigte Streiks ab 21.
- Ein potenzieller Schaden von 17,6 Mrd.
KI-generierte Zusammenfassung
Tokio. 48.000 Mitarbeiter im Ausstand, 18 Streiktage, ein potenzieller Schaden von bis zu 17,6 Milliarden Euro: Samsung Electronics steht nach den Rekordgewinnen seiner Speicherchipsparte vor einem der folgenreichsten Arbeitskämpfe seiner Unternehmensgeschichte. Die Lage an den ohnehin angespannten globalen Märkten für Speicherchips könnte sich dadurch weiter zuspitzen.
Am Mittwoch scheiterte ein Mediationsversuch der Regierung: Nach zweieinhalb Tagen intensiver Verhandlungen lehnte das Samsung-Management einen Kompromissvorschlag der Unterhändler ab. Mehr als 400.000 Euro an zusätzlichen Zahlungen standen für jeden Mitarbeiter der Speicherchipsparte im Raum – deutlich weniger für die Belegschaften anderer Konzernsegmente.
Daraufhin kündigte die Gewerkschaft an, wie geplant am 21. Mai für 18 Tage in den Streik zu treten. Der Aktienkurs von Samsung fiel prompt um fünf Prozent auf 264.500 Won, erholte sich danach wieder. Dabei ist noch offen, ob es überhaupt zum Streik kommen wird.
Ministerpräsident Kim Min-seok hatte bereits im Vorfeld signalisiert, wegen des möglichen volkswirtschaftlichen Schadens eine „Notfallregelung für Arbeitskampfmaßnahmen“ zu aktivieren. Diese würde es der Regierung erlauben, den Ausstand für bis zu 30 Tage auszusetzen, um den Tarifparteien mehr Zeit für eine Einigung zu verschaffen.







