Sánchez fordert EU-Innenministertreffen wegen Ceuta-Migration
EU-Migrationsstreit um Ceuta und Tunesiens Hitzewelle mit Stromausfällen
Auf einen Blick
- Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez fordert ein EU-Innenministertreffen wegen des Migrationsstreits um Ceuta, nachdem Zehntausende aus Marokko die Exklave erreichten und 67 Menschen starben.
- Gleichzeitig leidet Tunesien unter einer Hitzewelle, Stromausfällen und einer Wirtschaftskrise, während die EU sich mit Kritik an Präsident Saied zurückhält.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez fordert ein Treffen der EU-Innenminister aufgrund unkontrollierter Grenzübertritte nach Ceuta, während Tunesien unter einer Hitzewelle, Stromausfällen und einer Wirtschaftskrise leidet.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez fordert ein Treffen der EU-Innenminister. Auslöser ist der Streit über unkontrollierte Grenzübertritte nach Ceuta, eine spanische Exklave in Marokko. Mehrere europäische Regierungen kritisierten Spaniens Grenz- und Migrationspolitik, Sánchez weist die Vorwürfe zurück. Bis Freitag sind zwischenzeitlich Zehntausende Menschen aus Marokko in die spanische Exklave gelangt. Mindestens 67 Menschen starben beim Versuch, die Grenze zu überwinden. Die meisten sind inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Als Reaktion auf den Vorfall hatte unter anderem Italien angedroht, Spanien einseitig aus dem Schengenraum auszuschließen. Warum reagierten einige EU-Partner so scharf auf den Vorfall? Und warum geraten die Toten in der europäischen Debatte an den Rand? Darüber spricht Mark Schieritz, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT.
Nach Sturzfluten im Frühjahr sind die Temperaturen in Tunesien zuletzt auf bis zu 50 Grad Celsius gestiegen. Waldbrände haben sich ausgebreitet, zugleich ist immer wieder der Strom ausgefallen. Das Netz hielt dem hohen Verbrauch durch Klimaanlagen nicht stand. Lebensmittel verdarben, kleine Geschäfte mussten Fleisch und Milchprodukte wegwerfen, obwohl viele ohnehin unter der Wirtschaftskrise leiden. Über Jahre wurde zu wenig in die Stromversorgung investiert. Und das, obwohl Präsident Kais Saied, der zunehmend autoritär regiert, versprochen hatte, den Staat wieder handlungsfähig zu machen. Darüber spricht die freie Journalistin Vanessa Barisch, die aus Tunesien berichtet. Sie erklärt auch, warum sich die EU mit Kritik an Saied zurückhält.
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Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Benjamin Probst und Lisa Pausch
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Offene Fragen
- Warum reagierten einige EU-Partner so scharf auf den Vorfall?
- Warum geraten die Toten in der europäischen Debatte an den Rand?
- Warum sich die EU mit Kritik an Saied zurückhält?




