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Sicherheitsvorfall beim Korrespondentendinner in Washington: Bewaffneter Angreifer im Hotel
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Spiegel Ausland26.04.2026Crime4 dk okumaGermany

Sicherheitsvorfall beim Korrespondentendinner in Washington: Bewaffneter Angreifer im Hotel

Ein bewaffneter Mann drang in das Washington Hilton ein, während US-Präsident Donald Trump und sein Kabinett anwesend waren. Ein Secret-Service-Agent wurde verletzt.

Auf einen Blick

  • Ein bewaffneter Mann drang am Samstagabend in das Washington Hilton ein, wo das Korrespondentendinner stattfand.
  • Ein Secret-Service-Agent wurde bei der Konfrontation verletzt, US-Präsident Trump und weitere Regierungsmitglieder blieben unverletzt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Das Washington Hilton ist ein historischer Ort für politische Veranstaltungen und war bereits 1981 Schauplatz eines Attentatsversuchs auf Präsident Ronald Reagan. Der Vorfall folgt auf einen Attentatsversuch gegen Donald Trump im Juli 2024.

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Hunderte Agenten verschiedener Strafverfolgungsbehörden waren damit beauftragt, das Korrespondentendinner in Washington zu schützen; US-Präsident Donald Trump war dieses Jahr als Hauptredner geladen. Dennoch gelang es einem Verdächtigen am Samstagabend, mit einer Schrotflinte und weiteren Waffen auf die Etage über den Ballsaal zu gelangen. Dort speiste die höchste politische Prominenz der USA gemeinsam.

Neben Trump waren auch Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Justizminister Todd Blanche, Finanzminister Scott Bessent, Innenminister Doug Burgum sowie verschiedene andere Regierungsvertreter anwesend, viele von ihnen mit eigenen Sicherheitsteams.

Gegen 20.36 Uhr Ortszeit stürmte ein Mann auf einen Sicherungsposten des Secret Service innerhalb des Hotels zu. Es fielen Schüsse, wer genau auf wen schoss, müssen die Ermittlungen erst noch ergeben. Ein Beamter des Secret Service wurde getroffen, eine schusssichere Weste verhinderte wohl Schlimmeres.

Die Gäste des Ballsaals, auch Trump und seine Minister, blieben unversehrt. Doch der Vorfall dürfte erneut Fragen über den Schutz aufwerfen, den die Führungsriege der USA in einer Zeit zunehmender politischer Gewalt erhält.

Es ist noch zu früh, um final beurteilen zu können, ob behördliche Fehler, Pannen in der Kommunikation oder anderweitiges Versagen vorliegen. Weniger als zwei Jahre nach dem Attentat auf Trump während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024 deutet der Angriff jedoch zumindest darauf hin, dass selbst der umfassende persönliche Sicherheitsapparat des Landes Schwachstellen aufweist.

Washingtons Polizeichef erklärte, der mutmaßliche Schütze habe im Washington Hilton Hotel, wo das Dinner stattfand, ein Zimmer gebucht. Deshalb sei es ihm gelungen, den äußersten Sicherheitsring der Veranstaltung zu passieren, wie Behördenvertreter am Samstag mitteilten.

Während die mehr als 2000 Dinnergäste Metalldetektoren durchqueren mussten, um den weitläufigen Ballsaal im Untergeschoss zu betreten, mussten sie für den Zutritt zum Hotel selbst lediglich ein Ticket vorweisen. Das Hotel blieb zudem für den regulären Übernachtungsbetrieb geöffnet. Da der Eingang des Veranstaltungsorts von Demonstranten umgeben war – viele von ihnen protestierten gegen den Konfrontationskurs der US-Regierung gegen Iran – wurden die Dinnergäste zügig durchgewinkt.

In Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Schütze einen Flur entlangläuft und einen Sicherheitskontrollpunkt passiert. Anschließend schoss er auf einen Agenten, bevor er überwältigt und mit Handschellen gefesselt wurde.

Im Ballsaal bot sich ein eher chaotisches Bild: Secret-Service-Agenten brachten Trump und seinen Vize Vance rasch vom langen Haupttisch in Sicherheit. Die Personenschützer vieler Kabinettsmitglieder und Parlamentarier, die mit den Journalisten und deren Gästen im Saal saßen, reagierten unterschiedlich. Einige Agenten bahnten sich einen Weg durch den voll besetzten Ballsaal, stiegen auf Stühle und stießen Tafelgeschirr um, um zu ihren Schützlingen zu gelangen, während verwirrte Gäste unter Tische krochen.

Sicherheitsteams von Kabinettsmitgliedern, darunter Außenminister Rubio, Finanzminister Bessent und Innenminister Burgum, drängten ihre Schutzbefohlenen zu Boden und bildeten menschliche Schutzschilde. Die meisten Schutzbefohlenen wurden schließlich hinausgeführt, wobei der Zeitpunkt ihrer Evakuierung erheblich variierte. Einige wurden nahezu sofort in Sicherheit gebracht, andere blieben minutenlang an Ort und Stelle.

»So viele Führungspersönlichkeiten der Regierung befinden sich zur gleichen Zeit im selben Raum«, zitierte der Sender CNN seinen Strafverfolgungsexperten Andrew McCabe. »Das schafft eine enorme Angriffsfläche für alle möglichen Probleme.« Wahrscheinlich habe es eine »massive Koordination« zwischen dem US Secret Service und anderen Partnern gegeben. Sollte es einem bewaffneten Angreifer gelingen, das Gelände zu betreten, dann werfe das ihren »gesamten Plan, all diese Koordination, gewissermaßen über den Haufen.«

Secret-Service-Direktor Sean Curran argumentierte hingegen, der »mehrstufige Schutz« habe wie vorgesehen funktioniert. Das bekräftigte auch der kommissarische Chef des Washington Metropolitan Police Department, Jeffery Carroll. Der Angreifer sei »beim ersten Kontakt« gestoppt worden, teilte der stellvertretende Direktor des Secret Service, Matthew Quinn, mit. Er sei ein Feigling gewesen, der versucht habe, eine »nationale Tragödie« herbeizuführen. Dabei habe er die Sicherheitsvorkehrungen des Secret Service unterschätzt.

Ein kurz nach dem Vorfall von Trump in den sozialen Medien veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt den Schützen, wie er an Sicherheitsbeamten vorbeiläuft, die offenbar gerade dabei sind, die Metalldetektoren abzubauen. Sobald der Präsident im Ballsaal Platz genommen hatte, durften keine weiteren Gäste mehr in den gesicherten Bereich eintreten, weshalb die Detektoren entfernt wurden.

Innerhalb des Ballsaals gab es beim Dinner selbst weitere Sicherheitsvorkehrungen: Der US Secret Service bildete einen Sicherheitsring um den Präsidenten, der ihn von den anderen Personen am Haupttisch sowie den übrigen Gästen abschirmte. Unter dem Tisch, an dem Trump saß, waren gepanzerte Platten verborgen. Secret-Service-Agenten waren vor der Bühne und in den Seitenflügeln postiert, ebenso wie schwer bewaffnete Einsatzkräfte der Counter-Assault-Teams.

Das Washington Hilton Hotel war auch der Schauplatz eines Attentatsversuchs auf den damaligen Präsidenten Ronald Reagan im Jahr 1981. Danach ließ das Hotel umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, die speziell auf die Bedürfnisse des Präsidenten zugeschnitten sind. Darunter ist eine gesicherte Garage für die Präsidentenlimousine, die zu einem eigenen Aufzug sowie einem Treppenhaus führt, über das der Präsident zu einer für ihn persönlich reservierten Suite geleitet wird.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien für öffentliche Auftritte der US-Führungsriege

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Einleitung einer offiziellen Untersuchung durch den Kongress

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Wie konnte der Angreifer trotz Sicherheitsvorkehrungen bewaffnet in den Hotelbereich gelangen?
  • Wer hat bei der Schießerei zuerst das Feuer eröffnet?
  • Welche konkreten Sicherheitslücken wurden bei der Planung des Dinners übersehen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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