Skandal um neuen Chef der Linken: Sie nennen die CDU faschistisch
Auf einen Blick
- Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano bezeichnet die CDU als faschistisch.
- Autor Jürgen Kaube kritisiert dies als "pervers sentimental" und als Ersatz von Analyse durch Assoziation, ähnlich wie Jan Philipp Reemtsma zuvor im Feuilleton fragte.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat die CDU als faschistisch bezeichnet. Autor Jürgen Kaube kritisiert diese Äußerung und vergleicht sie mit früheren Diskussionen über den Begriff Faschismus.
Zurück in die zwanziger Jahre: Luigi Pantisano während seiner Antrittsrede auf dem Bundesparteitag der Linken in Potsdamdpa
Assoziation statt Analyse: Die Äußerung des neuen Vorsitzenden der Linkspartei über die CDU zeugt von pervers sentimentalen Regungen, wenn von Faschismus die Rede ist. Manche Parteifreunde im Osten sind klüger.
Jan Philipp Reemtsma hat in diesem Feuilleton gefragt, wie sinnvoll es ist, die Sorgen um gegenwärtige Entwicklungen unserer Gesellschaft im Begriff eines ihr drohenden Faschismus zu bündeln. Reemtsmas Frage war, ob diese Rubrizierung die Analyse der tatsächlichen Situation nicht durch Assoziationen ersetzt. Er vermutete, das geschehe, um eine Gemeinschaftsbildung der sich angeblich im Kampf gegen das Schlimmstmögliche befindlichen Linken zu ermöglichen. Wer vor gegenwärtigem Faschismus warnt, borgt sich – natürlich „nur“ mit Vergleichsabsichten – historische Kulissen und nimmt in ihnen die Position des Widerstands ein.
FAZ+buch von Daniela Dröscher:
Ein Parasit namens Geld
In ihrem ersten Jugendbuch erzählt Daniela Dröscher eine ungewöhnliche Geschichte. „Mädchen allein zu zweit“ handelt von zu großen Brüsten, zu wenig Geld – und dem zweifelhaften Ideal der Selfmadewoman.
Anna Nowaczyk
FAZ+Pokémon-Go unter Verdacht:
Haben Pokémon-Spieler unwissentlich US-Drohnen trainiert?
Die niederländische Zeitung „Trouw“ erhebt den Vorwurf, mit den Scans von Pokémon-Go-Nutzern würden US-Drohnen trainiert. Die beteiligten Unternehmen sagen, dem sei nicht so. Zweifel sind erlaubt.
Nikolas Ender
FAZ+Bruce-Springsteen-Film:
Die Nacht des Jägers
Als Bruce Springsteen sich ins Schlafzimmer zurückzog und dort ein Album aufnahm: Scott Coopers Film „Deliver Me From Nowhere“ macht aus einer Episode der Rockmusikgeschichte romantisches Kino.
Jan Wiele
Offene Fragen
- Wie wird die CDU auf die Bezeichnung reagieren?
- Welche konkreten Entwicklungen meint Pantisano?




