Spritpreise ziehen nach starken Rückgängen wieder deutlich an
Auf einen Blick
- Nach deutlichen Preisrückgängen am Freitag sind die Spritpreise am Sonntagmittag wieder stark gestiegen.
- Der ADAC kritisiert die Mineralölkonzerne für zu hohe Preise und mangelnde Weitergabe von Preisvorteilen.
KI-generierte Zusammenfassung
Am Freitag lag der bundesweite Tagesdurchschnittspreis von Diesel nach ADAC-Angaben bei 2,315 Euro pro Liter und war damit 3,1 Cent billiger als am Donnerstag. Super E10 kostete am Freitag mit 2,104 Euro pro Liter 0,8 Cent weniger als am Vortag. Am Donnerstag hatten die Rückgänge noch mehr als sieben beziehungsweise über vier Cent betragen.
Am Sonntagmittag zogen die Spritpreise wieder deutlich an. Zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr verteuerte sich Diesel um 9,7 Cent auf 2,364 Euro pro Liter, Super E10 um 9,3 Cent auf 2,164 Euro, wie der ADAC mitteilte. Am Samstag waren die Mittagssprünge noch höher: Der Dieselpreis stieg um 10,2 Cent, Super E10 legte 9,7 Cent zu. Damit verzeichnen beide Tage mit die höchsten Mittagssprünge seit Einführung der 12-Uhr-Regel.
ADAC macht Mineralölkonzernen Vorwürfe
Nach Einschätzung des ADAC und gemessen am Ölpreis sowie am Euro-Dollar-Wechselkurs liegen die Preise nach wie vor zu hoch. Mineralölkonzerne nutzten die Spielräume für Preissenkungen nicht ausreichend, teilte der Verkehrsclub mit.
Wie sich die Preise weiterentwickeln, dürfte in den kommenden Tagen vorwiegend davon abhängen, wie teuer Rohöl sein wird. Vor den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran blieb der Ölpreis am Freitag klar unter der Marke von 100 Dollar.
Inzwischen sind die Verhandlungen jedoch gescheitert und US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die US-Marine die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus blockieren soll. Die Marine werde mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe an der Ein- oder Ausfahrt aus der Meerenge zu hindern, schrieb Trump am Sonntag auf der Plattform Truth Social.
Wie der Rohölpreis auf diese Entwicklungen reagiert, wird erst klar sein, wenn der Handel nach der Wochenendpause regulär wieder aufgenommen wird.
Die Spritpreise sinken nur langsam. Selbst der ADAC verliert das Verständnis und macht dem Bundeskartellamt Vorwürfe. Aber was können Autofahrer nun tun? Mehr Hintergründe und Tipps zum Geldsparen finden Sie hier.







