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ZurückStaatliche Frühstartrente: Zehn Euro im Monat für die Altersvorsorge von Kindern
Staatliche Frühstartrente: Zehn Euro im Monat für die Altersvorsorge von Kindern
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Spiegel Wirtschaftvor 1 StundeBusiness2 Min. LesezeitGermany

Staatliche Frühstartrente: Zehn Euro im Monat für die Altersvorsorge von Kindern

Ein geplanter Bundeszuschuss soll Kinder ab sechs Jahren an den Finanzmarkt heranführen und die private Altersvorsorge stärken.

Auf einen Blick

  • Der Bund plant eine Frühstartrente, bei der Kinder ab sechs Jahren monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot erhalten.
  • Ziel ist es, früh Kapitalmarkterfahrung zu ermöglichen und die private Altersvorsorge zu stärken, während Kritik von Linken und Gewerkschaften laut wird.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Bundesregierung entwickelt einen Nachfolger für die private Riester-Rente zur Stärkung der Vorsorge.

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Mit sechs schon an die Rente denken? Ein Zuschuss vom Staat soll Kinder an die Altersvorsorge heranführen. Über die Jahre könnten erhebliche Summen zusammenkommen – doch nicht für alle.

Der Bund soll für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlen.

»Wir wollen, dass alle besser und früher für das Alter vorsorgen können«, erklärte Klingbeil. Bisher hänge das viel zu oft vom Elternhaus ab. Mit dem neuen System werde kein Kind vergessen – und die Kinder würden zugleich früh an den Finanzmarkt herangeführt.

Bekommen alle Kinder Geld?

Nein. Das Geld geht erst einmal an Kinder mit Geburtsjahrgang 2020. Ab 2027 kommt dann jedes Jahr der Geburtsjahrgang der dann Sechsjährigen dazu.

Was passiert mit den zehn Euro?

Die Frühstartrente ist eine Art Startkapital für die Altersvorsorge. Das Geld soll automatisch an alle Kinder des entsprechenden Jahrgangs ausgezahlt werden. Es geht direkt in ein Depot, dessen Erträge bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei sind. Ausgezahlt wird das geförderte Kapital grundsätzlich nicht vor Ende des 65. Lebensjahrs.

Wählen Eltern nicht aktiv ein Depot aus, wird eine von der Bundesbank verwaltete, öffentliche Kapitalanlage genutzt. Bis zum 35. Lebensjahr könne man das Geld dann ins eigene Depot holen, sagte Klingbeil.

Lohnt sich das?

Nach Rechnung des Finanzministeriums entsteht allein aus der staatlichen Förderung bis zur Volljährigkeit ein Depotwert von rund 2200 Euro. »Daraus können bis zum Renteneintritt ohne weitere Einzahlungen rund 53.000 Euro werden«, erklärt Klingbeils Ministerium.

Eltern und Großeltern können das Depot auch durch freiwillige Zahlungen aufstocken – Einzahlungen bis zu 6840 Euro im Jahr sind erlaubt. Legten die Eltern monatlich nur zehn Euro drauf, könne das Depot bis zum Renteneintritt auf rund 107.000 Euro wachsen, rechnet das Finanzministerium. Bei einer Zuzahlung von monatlich 50 Euro könnten im Rentenalter rund 320.000 Euro zusammengekommen sein. Diesen Berechnungen liegt eine angenommene durchschnittliche Wertentwicklung von 7 Prozent zugrunde. Tatsächlich können sich die Depots besser oder auch schlechter entwickeln.

Ist Sparen das einzige Ziel?

Nein, die Frühstartrente soll auch dafür sorgen, dass sich mehr junge Leute mit dem Aktienmarkt auseinandersetzen. Sie sollen die Wertentwicklung in ihren eigenen Depots spüren – und auch sehen, dass sich ein vorübergehendes Minus auf lange Sicht oft ausgleicht. Der Gesetzentwurf spricht von »einer frühen praktischen Kapitalmarkterfahrung junger Menschen« mit den Eltern.

So sollen Anreize entstehen, die private Vorsorge im Erwachsenenalter mit eigenen Beiträgen fortzuführen. Denn private Vorsorge wird in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Dafür hat die Bundesregierung einen Nachfolger für die wenig beliebte private Riester-Rente entwickelt. Von der Frühstartrente soll es mit der Volljährigkeit einen nahtlosen Übergang in die neue steuerlich geförderte private Altersvorsorge geben.

Die Frühstartrente sei »eine richtige Chance für die Kinder in unserem Land. Und das ist aber auch eine richtige Chance, um die Rente zukunftsfest aufzustellen«, sagt Klingbeil.

Wie reagiert die Politik auf Klingbeils Pläne?

Für die Linke ist die Frühstartrente ein »Sinnlosprojekt«. Rentenexpertin Sarah Vollath sagte der »Rheinischen Post« : »Die Frühstartrente ist nichts anderes als Symbolpolitik, mit der die Bundesregierung schon die Jüngsten in der Gesellschaft an den Kapitalmarkt binden will.« Wohlhabende Eltern, die Eigenbeiträge stemmen könnten, würden obendrauf steuerlich begünstigt, während ärmere Familien das Nachsehen hätten.

Auch Gewerkschaften halten das Konzept für falsch. Zehn Euro im Monat seien nur ein kleiner Köder, um Familien in die Arme von Fondsanbietern zu treiben, kritisierte die IG Metall. Statt der Finanzwirtschaft unter die Arme zu greifen, müsse die Bundesregierung die gesetzliche Rente stärken.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Nahtloser Übergang in die neue private Altersvorsorge bei Volljährigkeit

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Wann genau tritt das Gesetz in Kraft?
  • Wie wird die Verwaltung durch die Bundesbank im Detail ablaufen?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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