Standortinitiative „Made for Germany“ zieht positive Zwischenbilanz und fordert Transparenz
Auf einen Blick
- Die Standortinitiative „Made for Germany“, von Siemens und der Deutschen Bank ins Leben gerufen, zieht nach einem Jahr eine positive Zwischenbilanz.
- Gleichzeitig wird mehr Transparenz bei Investitionszusagen und mutige politische Reformen für den Wirtschaftsstandort Deutschland gefordert.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Standortinitiative „Made for Germany“, initiiert von Siemens und der Deutschen Bank, hat zum Ziel, das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und Wachstumspotenziale zu entfalten.
Mit „Gut für Deutschland“ haben die Sparkassen jahrelang auf ihre Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft hingewiesen. Diesem Leitspruch folgt auch die Standortinitiative „Made for Germany“, die vor allem von Siemens und der Deutschen Bank angestoßen wurde. Ein Jahr nach der Gründung haben nun Siemens-Chef Roland Busch und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing – wenig überraschend – eine positive Zwischenbilanz gezogen.
Es ist gut, dass „Made for Germany“ Vertrauensarbeit für den Standort leistet. Nur so kann sich das Wachstumspotential entfalten. Dass mit Investitionszusagen geworben wird, die Volkswirte nicht nachvollziehen können, steht dem leider entgegen. Busch und Sewing ließen weiterhin offen, welche Summen auf schon länger eingeplante und auf neu zugesagte Investitionen entfallen. Mehr Transparenz ist unerlässlich, um Vertrauen zu schaffen.
Der deutsche Standort benötigt dringend einen Vertrauensschub im In- und Ausland. Dafür können mutige Reformen sorgen. Einige hat die Bundesregierung angestoßen, doch werden weitere Schritte notwendig sein. Hier steht die Standortinitiative der Politik mit Empfehlungen und Vorschlägen zur Seite. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Energiebedarf entscheiden über die Zukunft Deutschlands. Ein Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft ist das Gebot der Stunde.
Politik muss die Weichen stellen
Es ist richtig, wenn die Unternehmen Verantwortung übernehmen und sich für den Standort starkmachen. Das Wehklagen über die Wettbewerbsnachteile, zu dem Lobbyisten immer wieder ansetzen, kann das Vertrauen in den Standort schwächen. Nur wer sich seiner Stärken bewusst ist, kann zuversichtlich nach vorn blicken. Gut ausgebildete Fachkräfte und ein breites technologisches Wissen sprechen dafür, dass Deutschland seine führende Rolle als Volkswirtschaft verteidigen kann.
Was derzeit fehlt, ist eine breite Aufbruchstimmung. Diese kann durch Initiativen wie „Made for Germany“ geweckt werden. Doch die Politik muss die Weichen auf Wachstum stellen. Bürokratieabbau und ein flexiblerer Arbeitsmarkt wären die richtigen Signale für mehr Vertrauen, das der Anfang von allem ist, wie die Deutsche Bank vor Jahren geworben hat.
Offene Fragen
- Welche Summen entfallen auf schon länger eingeplante und auf neu zugesagte Investitionen?
- Welche konkreten weiteren Schritte werden von der Bundesregierung unternommen?







