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Thüringen will Personal in Gesundheitsämtern halten
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Die Zeit16.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Thüringen will Personal in Gesundheitsämtern halten

Auf einen Blick

  • Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk setzt sich dafür ein, das während der Corona-Pandemie aufgebaute Personal in den Gesundheitsämtern zu halten.
  • Da der "Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst" ausläuft, sind die Kommunen auf sich allein gestellt.
  • Schenk ist skeptisch, ob sie die Stellen besetzen können, und will dies auf Bundesebene thematisieren.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk will das im Zuge der Corona-Pandemie aufgebaute Personal in den Gesundheitsämtern halten. Der "Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst" läuft Ende des Jahres aus.

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Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk will sich dafür einsetzen, dass das im Zuge der Corona-Pandemie in den Gesundheitsämtern aufgebaute Personal dort gehalten werden kann. Der sogenannte Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) laufe Ende des Jahres aus, sagte die SPD-Politikerin. «Dieser ÖGD-Pakt hat in Thüringen zu einem massiven Aufbau von Personal geführt», sagte Schenk. Das sei ein Ausfluss aus den Erkenntnissen in der Corona-Pandemie gewesen. Nach Angaben ihres Ministeriums betrug der Stellenaufwuchs in Thüringen durch den Pakt 200 Stellen.

Zügige Weitergabe von Informationen

Da nun der Pakt auslaufe, seien die Kommunen angehalten, aus eigener Kraft die Stellen zu besetzen. «Ich bin da - freundlich formuliert - skeptisch, dass die Kommunen diese Ressourcen haben», sagte sie. Deshalb versuche Thüringen im Bundesrat darauf hinzuwirken, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst Bevölkerungsschutz sei und deshalb weiter unterstützt werden sollte.

Das Kabinett hatte zuvor den Entwurf für ein Gesetz zum öffentlichen Gesundheitsdienst beraten. Es soll noch vor der Sommerpause im Parlament diskutiert werden.

Kommunen sollen zentralen Ansprechpartner bekommen

«Wir wollen Behördenabläufe straffen, wir wollen die Zusammenarbeit regeln und wir wollen natürlich - und das ist ganz relevant - die Digitalisierung in den Fokus rücken», sagte Schenk. Es gehe dabei auch um eine zügige und standardisierte Weitergabe von Informationen. Auch Online-Dienste wie das Bürgerportal, bei dem man sich Termine organisieren und sich informieren könne, gehörten dazu. Prävention sei die zentrale Stellschraube einer gelingenden Gesundheitspolitik. Zudem sollten Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie in das Gesetz einfließen.

Schenk kündigte auch neue Strukturen an: Das für den öffentlichen Gesundheitsdienst zuständige Referat soll aus dem Landesverwaltungsamt in das Landesamt für Verbraucherschutz wandern. «Die kommunalen Gesundheitsbehörden sollen einen zentralen Ansprechpartner bekommen», sagte Schenk. Die Zuständigkeiten sollen im Geschäftsbereich ihres Ressorts gebündelt werden. Ziel sei eine schnellere und einheitliche Umsetzung von Maßnahmen in Krisensituationen.

In Thüringens 22 Gesundheitsämtern arbeiten rund 845 Beschäftigte, darunter 130 Ärzte und Zahnärzte, 495 nichtärztliche Fachkräfte und 220 Verwaltungskräfte.

Offene Fragen

  • Wie werden die Kommunen die Stellen besetzen?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind im neuen Gesetz geplant?

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This article was originally published by Die Zeit.

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