Trinkwassernotstand im Taunus: Wenn der Hahn zugedreht bleibt
Wegen extremer Trockenheit und hohem Verbrauch haben Gemeinden im Taunus den Trinkwassernotstand ausgerufen. Appelle allein reichen oft nicht mehr aus.
Auf einen Blick
- Wegen anhaltender Trockenheit und stark gestiegenem Verbrauch haben Gemeinden im Taunus den Trinkwassernotstand ausgerufen.
- Auch andere Städte erwägen strenge Maßnahmen, da freiwillige Appelle nicht ausreichen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
In Teilen des Taunus herrscht aufgrund von Trockenheit und hohem Verbrauch Trinkwassernotstand.
Jeder, dem die Stadtwerke schon einmal wegen einer Baustelle das Wasser abgestellt haben, dürfte das kennen: Der Griff geht trotzdem automatisch zum Hahn. Wenn dann nichts fließt, folgt ein Stimmt-ja-Moment. Zum Glück dauert der Zustand selten lange.
Wasser zu haben, erscheint selbstverständlich. Erst wenn es fehlt oder etwas damit nicht in Ordnung ist, wird sein Wert wieder deutlich. So war es Anfang der Woche, als das Leitungswasser in einem Teil von Kronberg für ein paar Stunden verunreinigt war. Erfreulicherweise war der Defekt in der städtischen Aufbereitungsanlage schnell behoben, und die Einwohner der betroffenen Grundstücke konnten wieder sorglos kochen und duschen.
Wie lange dagegen der Trinkwassernotstand in zwei anderen Gemeinden im Taunus währen wird, kann noch niemand sagen. In Schmitten am Fuß des Großen Feldbergs gilt er seit vorigem Mittwoch und zunächst bis zum 9. September. Sollte sich die Lage vorher entspannen, will die Bürgermeisterin ihn früher beenden. Der Bürgermeister von Weilrod hat die Gefahrenabwehrverordnung am Montag bis auf Widerruf in Kraft gesetzt. Wann die Gefahr gebannt ist, hängt auch dort davon ab, wie sich die Situation entwickelt.
Dabei spielen drei Faktoren die entscheidende Rolle: die extreme Trockenheit und die hohe Waldbrandgefahr in Hessen – und der deutlich gestiegene Verbrauch. Alles drei ist menschengemacht, aber am Verbrauch kann der Mensch jetzt am leichtesten und schnellsten arbeiten. Dafür muss er nur den Wasserhahn wieder zudrehen, nachdem er das Allernötigste damit erledigt hat. Es spricht nichts dagegen, einen Topf Spaghetti aufzusetzen und die Topfblume zu gießen. Aber einen Gartenpool zu füllen und nachts die automatische Bewässerungsanlage über dem Rasen laufen zu lassen, gehören nicht dazu.
Die beiden kleinen Gemeinden haben jetzt zum Notstand als letztem Mittel gegriffen, um das Trinkwasser zu schützen. Leider hilft in manchen Fällen eben nur Druck, also das Drohen mit Bußgeld. Auch größere Städte im Taunus wie Oberursel, Kronberg und Königstein stehen kurz vor diesem Schritt, weil die Appelle mit roten Wasserampeln nicht genug fruchten. Oder genauer gesagt: nicht bei allen. Es ist Aufgabe der Kommunen, die Versorgung mit Trinkwasser und die Reserven zu schützen. Es zu haben, ist nämlich eben nicht selbstverständlich.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Beendigung des Notstands in Schmitten bis zum 9. September oder früher bei Entspannung
Möglich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wann wird der Notstand in Schmitten und Weilrod aufgehoben?
- Folgen weitere Gemeinden mit Bußgeldern?







