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Trump sagt geplante Angriffe auf Iran ab
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FAZ11.06.2026Welt7 dk okumaGermany

Trump sagt geplante Angriffe auf Iran ab

Auf einen Blick

  • US-Präsident Trump hat geplante Angriffe auf Iran abgesagt, nachdem er einen Verhandlungserfolg verkündet hat.
  • Iranische Quellen dementieren jedoch eine Einigung.
  • Parlamentspräsident Ghalibaf warnt die USA vor "endlosen Sumpf".

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

The article reports on a live blog detailing escalating tensions between the US and Iran. President Trump announced the cancellation of planned attacks after claiming a negotiation success, but Iran's state media denied any agreement. The conflict involves threats, reciprocal attacks, and international calls for de-escalation.

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Liveblog Irankrieg :

Trump sagt geplante Angriffe ab

11.06.2026, 20:42Lesezeit: 1 Min.

Der amerikanische Präsident Donald Trump am Mittwoch im Weißen HausReuters

US-Präsident: Vereinbarung von Iran gebilligt – Iranische Nachrichtenagentur verbreitet Dementi +++ Ghalibaf warnt USA vor „endlosem Sumpf“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump vermeldet Verhandlungserfolg und sagt Angriffe ab - Iranische Nachrichtenagentur verbreitet Dementi

Der amerikanische Präsident Donald Trump verzichtet auf die für Donnerstagabend geplante neue Angriffswelle gegen Iran und hat einen Verhandlungserfolg verkündet. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, da der Verhandlungsentwurf – er bezog sich offenbar das „Memorandum of Understanding“ – von der Islamischen Republik von der höchsten Ebene gebilligt worden sei, habe er die Angriffe abgesagt.

Der gewöhnlich gut informierte israelische Journalist Barak Ravid vom amerikanischen Nachrichtenportal Axios schrieb kurz darauf auf X, „Quellen“ hätten ihm gesagt, Teheran habe „grundsätzlich zugestimmt“, der Oberste Führer Modschtaba Khamenei müsse aber noch seine endgültige Zustimmung erteilen.

Trump schrieb weiter, den letzten strittigen Punkten des Entwurfes hätten alle Parteien zugestimmt – einschließlich die Vereinigten Staaten, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Qatar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere. Die Blockade der iranischen Häfen werde allerdings aufrechterhalten, bis der Deal finalisiert sei. Zeitpunkt und Ort für die Unterzeichnung würden bald mitgeteilt.

Die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, zitierte indes am Donnerstagabend „gut unterrichtete Quellen" im Umfeld des iranischen Verhandlungsteams, wonach von iranischer Seite keinem vorläufigen Memorandum zugestimmt worden sei.

Die Trump-Regierung hat seit Monaten mit Iran vor allem unter Vermittlung Pakistans über ein Memorandum verhandelt, das eine Öffnung der Straße von Hormus ermöglichen soll. Die Rahmenvereinbarung würde eine (verlängerbare) Frist für Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vorsehen.

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Sebastian Gubernator

Ghalibaf warnt USA vor „endlosem Sumpf“

Der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA vor „impulsiven“ Entscheidungen und einem „endlosen Sumpf“ gewarnt. „Unangemessene Strategien und impulsive Entscheidungen werden die gesamte Lage zum Schlechten wenden, die Energieinfrastruktur zerstören, die Märkte zum Einsturz bringen und euch in einen endlosen Sumpf stürzen, aus dem ihr jahrelang nicht herauskommen werdet“, erklärte Ghalibaf auf X. Zugleich drohte er: „Ihr werdet einen anderen Iran kennenlernen.“

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Kallas fordert diplomatische Lösung

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert angesichts der jüngsten Eskalation im Konflikt mit dem eine diplomatische Lösung. Sie habe mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi gesprochen, teilte Kallas ​auf der Plattform X mit. Die wiederaufgenommenen Angriffe auf die Golfstaaten und ihre kritische Infrastruktur seien inakzeptabel. Der diplomatische Weg bleibe der beste Ausweg aus diesem Krieg.

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Es empört viele Inder, dass binnen weniger Tage mehrfach Tanker mit indischen Seeleuten von amerikanischen Raketen getroffen wurden. Unser Korrespondent Till Fähnders berichtet:

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Trump droht mit „vollständiger Kontrolle“ über Irans Öl

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg gedroht. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die „vollständige Kontrolle“ über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social und kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an.

Damit erhöht Washington den Druck auf Iran in den stockenden Gesprächen über ein mögliches Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges. Das Abkommen würde zunächst vertiefte Verhandlungen bedeuten. Obwohl eine Waffenruhe gilt, kam es in den vergangenen Tagen zu heftigen Angriffen.

Auf der Insel Kharg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen. Dort wird fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen. Sie ist daher von strategisch großer Bedeutung.

Ölhandel im Persischen Golf

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Ölpreis bleibt stabil trotz Eskalation

Der Ölmarkt hat bislang gelassen auf die Eskalation im Nahen Osten reagiert. Seit Ende Mai kostet Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee stabil weniger als 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Gegenseitige Angriffe der USA und des Iran sowie Meldungen über eine Sperrung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus sorgten am Ölmarkt nicht für größere Preissprünge.

Zum Start des Krieges Ende Februar hatte die faktische Sperrung der Straße von Hormus den Preis für Rohöl der Sorte Brent sprunghaft von etwa 75 Dollar bis auf etwa 120 Dollar je Barrel im März nach oben getrieben. Im Vergleich zur Anfangsphase des Iran-Kriegs zeigen sich auf dem globalen Ölmarkt nun aber wichtige Veränderungen. Rohstoffexperten erkennen eine Reihe von Faktoren, die den Anstieg der Ölpreise bremsen.

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China und Russland fordern Iran und USA zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf

China hat nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran einen sofortigen Stopp der Kämpfe gefordert. China rufe die betroffenen Seiten auf, die militärischen Einsätze „unverzüglich einzustellen“, sagte Pekings Außenministeriumssprecher Lin Jian am Donnerstag vor Journalisten. Die Kriegsparteien sollten „zum Dialog und zu Verhandlungen zurückkehren, auf die Vermittlungsbemühungen der beteiligten Länder eingehen und so bald wie möglich einen umfassenden und dauerhaften Waffenstillstand erreichen“.

Ähnlich äußerte sich Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow. „Wir rufen alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf“, sagte Peskow bei seiner täglichen Pressekonferenz. Er warnte vor „weiteren negativen Folgen“ dieser „Eskalation der Spannungen“ für die Lage in der Region und für die Weltwirtschaft.

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Iran verurteilt US-Angriffe

Das iranische Außenministerium hat die „großangelegten“ US-Angriffe der vergangenen Nacht scharf verurteilt. Teheran habe ein Recht auf Selbstverteidigung und Gegenschläge, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Auch sei die Feuerpause dadurch „praktisch bedeutungslos“ bedeutungslos geworden. Die US-Regierung trage die Verantwortung für die „gefährlichen Konsequenzen“ der Aggression, hieß es weiter.

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde zielten die jüngsten US-Angriffe hauptsächlich auf den Süden des Landes, es wurden aber auch Orte nahe der Hauptstadt Teheran getroffen.

Laut iranischen Medien wurden bei den Angriffen in der Provinz Teheran drei Menschen verletzt. Das Portal „Mehr“ berichtete zugleich unter Berufung auf offizielle Stellen, in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) sei in der Straße von Hormus ein Boot, das mit Grundnahrungsmitteln beladen gewesen sei, von einem Geschoss der USA getroffen worden. Die Besatzung sei gerettet worden.

Das US-Militär sprach in der Nacht von Angriffen auf militärische Überwachungs- und Kommunikationsanlagen sowie Anlagen der Flugabwehr im Iran. Eigentlich gilt zwischen den Kriegsparteien eine Feuerpause.

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Uli Putz

Revolutionsgarde greift US-Stützpunkt in Jordanien an

Jordanien hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen. Dabei seien Trümmer herabgefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär. Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Das Militär beobachte die regionale Sicherheitslage fortlaufend, hieß es weiter. Verletzungen des jordanischen Luftraums würden nicht toleriert.

Die iranischen ​Revolutionsgarde hatte nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das ⁠Kontrollzentrum gewesen, berichten staatliche iranische Medien und die Nachrichtenagentur Tasnim.

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Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran

Bei den US-Angriffen im Iran in der Nacht sind einem lokalen Medienbericht zufolge drei Menschen in der Provinz Teheran verletzt worden. Diese seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete das Portal „Mehr“ unter Berufung auf die Notdienstzentrale weiter.

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NYT: USA könnten Trinkwasserspeicher angegriffen haben

Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran Ende Februar werden immer wieder Vorwürfe laut, dass die USA auch gezielt zivile Infrastruktur wie Brücken oder Straßen beschießen. In welchen Fällen das Kriegsverbrechen sein könnten, hat mein Kollege Finn Hohenschwert schon vor einiger Zeit aufgeschrieben. Nun deutet eine Analyse der „New York Times" darauf hin, dass die USA eine Trinkwasseranlage in Iran angegriffen haben könnten.

Von der Zeitung ausgewertete Satellitenbilder legen nahe, dass während eines Angriffs am Mittwochmorgen ein Wasserspeicher in Südiran getroffen wurde. Das berichteten auch iranische Staatsmedien. Ein lokaler Beamter sagte demnach, die Wasserversorgung für mehr als 20.000 Menschen in einer Stadt und den umliegenden Dörfern sei unterbrochen worden. Die Temperaturen in der Region haben diese Woche über 38 Grad Celsius erreicht.

Die Zeitung betont jedoch auch: „Es ist unklar, ob die USA die Anlage absichtlich angegriffen haben oder wussten, um was es sich handelte.“

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Meloni fordert neue Iran-Sanktionen der EU

Die Europäische Union sollte nach Ansicht der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia ​Meloni zu neuen Sanktionen gegen den Iran bereit sein, falls das Land nicht zu einer Beilegung der Krise im Nahen Osten beiträgt. Wenn Teheran den falschen Weg weiterverfolge, müsse die EU bereit sein, den Druck ⁠durch neue gezielte Maßnahmen zu erhöhen, erklärt Meloni vor dem Parlament.

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Tote indische Seeleute nach US-Beschuss gefunden

Nach dem Beschuss eines Tankers im Golf von Oman durch das US-Militär sind nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. Ihre Leichen seien entdeckt und identifiziert worden, schrieb der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal auf X.

Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben am Mittwoch das unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrende Schiff „Settebello“ beschossen. Es soll versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Die Besatzung habe sich den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt, hieß es.

Nach Angaben des Außenministeriums in Neu-Delhi konnten 21 indische Besatzungsmitglieder gerettet werden. Drei weitere galten zunächst als vermisst. Das Ministerium hatte den Angriff verurteilt. Laut Berichten indischer Medien hatte das Außenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Neu-Delhi einbestellt.

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Pakistan will weiter vermitteln

Nach den gegenseitigen Angriffen der USA und Irans in der Nacht zum Donnerstag hat sich Pakistan „zutiefst besorgt“ gezeigt. Man werde seine Vermittlungsbemühungen trotz der „Eskalation“ der Lage fortführen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad. Diplomatie und Dialog sollten die Prinzipien sein, um eine „Lösung für alle strittigen Fragen“ zu erreichen, fügte er hinzu.

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Ölpreise steigen nur leicht

Die Ölpreise haben am Donnerstag mit einem nur vergleichsweise leichten Anstieg auf die gegenseitigen Angriffe der USA und Irans reagiert. Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August stieg in der vergangenen Nacht für kurze Zeit deutlich und erreichte ein Hoch bei über 95 US-Dollar. Am Morgen wurde Öl der Sorte Brent bei 93,50 Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag.

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Quelle: FAZ.NETArtikelrechte erwerben

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Further diplomatic efforts to de-escalate the conflict.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Continued volatility in oil prices.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Potential for renewed military escalation if negotiations fail.

    Möglich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Will the claimed negotiation breakthrough lead to a lasting peace or further conflict?
  • What is the true extent of Iranian agreement to the 'Memorandum of Understanding'?
  • Will the US maintain its threat to control Iran's oil infrastructure?
  • What are the long-term implications for global oil markets and regional stability?

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This article was originally published by FAZ.

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