Trump-Unternehmen baut Luxushotel auf vietnamesischem Friedhof
Auf einen Blick
Die Trump Organization baut ein Luxus-Resort auf einem Friedhof in Vietnam, was zu Kontroversen und Vertreibung von Anwohnern führt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Trump Organization baut ein Luxus-Resort auf einem Friedhof in Vietnam.
Im vergangenen Jahr droht US-Präsident Trump Vietnam mit Zöllen von fast 50 Prozent. Dann genehmigt das Land dem Trump-Unternehmen, ein Luxushotel auf einem Friedhof zu bauen. Der US-Präsident senkt die Zolldrohungen kurz darauf. Nun bangen Angehörige der Toten und Anwohner um ihre Existenz.
Eine halbe Stunde südlich von Hanoi liegt die Gemeinde Chau Ninh. Dort befindet sich ein Friedhof, auf dem hunderte im Krieg gefallene vietnamesische Soldaten liegen - noch. Genau dort baut die Trump Organization, das Unternehmen des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, für 1,5 Milliarden Dollar ein 990 Hektar großes Luxus-Resort mit mehreren Golfplätzen.
Knapp 4000 Haushalte seien unmittelbar von dem Bau betroffen, berichtet die "Financial Times". Viele der Menschen sind Hinterbliebene der Toten vom Friedhof. Sie erhielten die Fläche um den Friedhof nach Kriegsende als Entschädigung von der Regierung und verdienen ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft. Jetzt kündigen die Behörden die Pachtverträge allerdings. Die Familien müssten aufgrund von Trumps Plänen nicht nur für sich selbst ein neues Zuhause finden, sondern auch ihre toten Angehörigen ausgraben und umbetten, schreibt die Zeitung.
Die Regierung reagiert darauf offenbar, indem sie den Druck erhöht. Gegenüber den Journalisten der "Financial Times" klagen die Menschen über Einschüchterungsversuche durch Regierungsvertreter. Zudem kritisieren sie mangelnde Transparenz darüber, wie viel ihr Land tatsächlich wert sei. Auch gibt es dem Bericht zufolge bislang lediglich Entschädigungs- und Umsiedlungspläne für ein Drittel der 550-Hektar-Fläche für die erste Bauphase.
Die vietnamesische Regierung genehmigte den Bau des Luxushotels im Frühjahr 2025, womöglich wegen politischen Drucks durch den US-Präsidenten. Trump hatte dem südasiatischen Land zuvor mit 46 Prozent Zöllen gedroht. Das Land genehmigte das Bauprojekt ungewöhnlich schnell, obwohl Umweltprüfungen noch ausstanden, berichtet die "New York Times". Trump zog seine Drohung anschließend zurück und erhob schließlich Zölle auf vietnamesische Produkte von lediglich 20 Prozent.
Die Trump Organization und Eric Trump bestritten, dass der Präsident aktiv an den Unternehmensgeschäften mitwirke. Beobachter vermuten hinter dem vietnamesischen Entgegenkommen hingegen einen Versuch des Landes, den US-Präsidenten zufriedenzustellen.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Der Bau des Luxushotels wird zu weiteren Kontroversen und Protesten führen.
Sehr wahrscheinlich · Kurzfristig
Offene Fragen
- Wie viele Anwohner werden vom Bau des Luxushotels betroffen?
- Wie hoch sind die Entschädigungen für die Anwohner?

