UEFA-Attacke gegen Infantino: Europa fordert Rechenschaft
Auf einen Blick
- Die UEFA greift FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dessen Rückzug eines Investoren-Modells an und fordert Transparenz sowie Rechenschaft.
- Die UEFA will Infantinos autokratischen Stil beenden, obwohl auch andere Verbände von seinen finanziellen Ausschüttungen profitieren.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die UEFA hat FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem Rückzug seines Investoren-Modells scharf kritisiert und fordert seine Absetzung. Infantino hatte zuvor versucht, ein Investoren-Modell durchzusetzen, was auf breiten Widerstand stieß.
Das alte Europa hat noch was zu sagen. So muss man die Attacke der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gegen Gianni Infantino deuten. Ohne die Initiative der UEFA, die sehr konkrete Boykottdrohung, wäre es nicht zu einer halbwegs weltweiten Auflehnung gegen die Pläne des Schweizers an der Spitze des Weltfußball-Verbandes FIFA gekommen. Kleinmütig zog er sein Investoren-Modell zurück. Sein Fußball-Verkaufsprogramm ist gestoppt. Der Mann, der noch vor wenigen Tagen unantastbar schien, ist schwer getroffen.
Der UEFA reicht das nicht. Sie will den 56 Jahre alten Schweizer stürzen. Ihre Erklärung vom Samstag lässt keine andere Interpretation zu, auch wenn Infantino nicht namentlich genannt wird. „Das darf nicht das Ende der Geschichte sein“, schreibt sie, fordert nach dem Versuch eines „schäbigen“ Deals zum „zweifelhaften Nutzen“ des Fußballs Transparenz, will die „Verantwortlichen zur Rechenschaft“ ziehen. Das alles zielt auf die Abschaffung des Systems Infantino.
Infantino wird bleiben, was er ist, falls man ihn lässt
Höchste Zeit. Denn der Rückzug des Plans, Beschwichtigungen, reumütige Andeutungen, die FIFA-Mitglieder nicht ausreichend informiert zu haben, ändern nichts am Wesen des Präsidenten. Er wird bleiben, was er ist, falls man ihn lässt. Ein FIFA-Chef, der jeden Cent herauspressen will aus dem Geschäft mit dem populärsten Spiel auf diesem Planeten. Ein Mann, der dabei alles beugt, was einem Weltverbandspräsidenten, schaute er auf das Selbstverständnis seines Verbandes, heilig sein müsste. Fairness, Neutralität, die Spielregeln.
Mit den Kniefällen vor Trump tauchte er nicht allein sich in den Staub, sondern stellvertretend den Weltfußball. Aber diese peinliche Unterwürfigkeit, die Respektlosigkeit des Präsidenten gegenüber den FIFA-Mitgliedern, seine unabgestimmten Alleingänge ließen einen Großteil der „Fußball-Familie“ viel zu lange ungerührt. Es ist, wie immer in solchen Fällen: Allein die Sorge ums Geschäft bringt etwas ins Rollen.
Das ist ein plausibler Grund in diesem Business. Geld bewegt die Fußball-Welt. Allein deshalb durfte sich Infantino noch vor einer Woche seiner Wiederwahl am 18. März 2027 in Marokko absolut sicher sein. Unter seiner Präsidentschaft steigerte die FIFA ihren Einnahmerekord, wuchs die Ausschüttung an die Landesverbände. Deren Fürsten haben bei FIFA-Wahlen eine Stimme. Warum beißen, wer mich füttert?
Es ist müßig, alle Gründe aufzuzählen. Es ist zweifellos überfällig, endlich den autokratischen Stil Infantinos zu verdammen, die Regentschaft zu beenden. Aber auch interessant, mit welchem Pathos der Fußball Europas das Geschäftsgebaren Infantinos brandmarkt. Auf die Idee eines Investorenmodells könnte der FIFA-Chef kein Patent anmelden. Den Verkauf des Kicks hat er auch nicht exklusiv. Es waren Europäer, die ohne Rücksicht auf den Zusammenhang von Basis und Spitze eine Super League in der Umlaufbahn installieren wollten.
Nicht alle Kontinentalverbände, die sich nun als Gegner Infantinos positionieren, treten so entschieden auf wie die UEFA. In mancher Erklärung ist weniger vom Deal als Teufelswerk die Rede als vom schlechten Führungsstil des Präsidenten. Das lässt Spielraum für Schwankungen, für ein Machtspiel mit Blick auf die Wahl im Frühjahr. Entschieden ist sie nicht. Mit einem Abschied von Infantino wäre es auch nicht getan. Das Desaster ist nicht allein sein Werk. Wer ihn dreimal wählte, ist mitverantwortlich. Und geneigt, jemandem das Vertrauen auszusprechen, der ihm mehr Geld verspricht.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die UEFA wird weitere Schritte unternehmen, um Gianni Infantino als FIFA-Präsidenten zu stürzen.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie werden andere Kontinentalverbände auf die UEFA-Forderungen reagieren?
- Wird Infantino tatsächlich gestürzt oder seine Macht geschwächt?
- Welche konkreten Schritte wird die UEFA unternehmen?






