Undav nach dem Spiel: "Ich kenne den Song nicht"
Auf einen Blick
- Deniz Undav gab an, den Song, der nach dem Spiel lief, nicht zu kennen und daher keine Einladung an die Sängerin aussprechen zu können.
- Er betonte, dass er zufrieden sei, solange das Team gewinnt.
- Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte, dass Wechsel aufgrund von Verletzungen und zur Vorbereitung auf die K.-o.-Phase vorgenommen werden.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Artikel thematisiert die Aussagen von Deniz Undav und Bundestrainer Julian Nagelsmann nach einem Fußballspiel. Es geht um die Zufriedenheit von Undav mit seiner Rolle im Team und um Nagelsmanns Entscheidungen bezüglich der Aufstellung und Wechsel.
„Ich kenne den Song nicht, ich hab’ nur gehört, dass der nach dem Spiel lief“, sagte Undav am Mittwochabend im Stadion in New Jersey. Wahrgenommen habe er das Lied nicht, also könne er auch schlecht eine Einladung an die Sängerin aussprechen. Er bat um Verständnis. „Nach zwei Toren und mit dem entscheidenden Tor hatte ich ganz andere Gedanken.“ Er grinste.
Interessant. Der Song war schon nach dem 7:1 gegen Curaçao aus den Boxen gedröhnt und hatte so die Journalisten aus anderen Ecken der Erde neugierig gemacht. „After the game there was this song: ‚The train has no brakes‘“, erklärte ihnen der deutsche Bundestrainer Julian Nagelsmann. Auf Englisch! Und fügte an, die Zeilen seien so etwas wie das Motto der Mannschaft. Insofern hätte Deniz Undav in den ersten zwei Wochen dieser Weltmeisterschaft vermutlich nicht nur auf der Bank sitzen, sondern hinter dem Mars leben müssen, um erfolgreich verschont zu werden von Malle Anjas Lyrics („Ich würd’ gern anständig studieren. Doch geh’ mir viel lieber den Helm lackieren“).
„Wenn es nicht fein wäre“, dass er wieder nur von der Bank kommen soll, „dann wäre ich nicht hier“, sagte Undav und lächelte
Dieser kleine Ausflug in die musikalische Welt der Schinkenstraße auf Mallorca war notwendig, um etwas Kontext zu bieten für eine weitere heitere Antwort von Undav am Mittwochabend. Als er erklärte, dass es für ihn völlig okay sei, dass er auch im letzten Gruppenspiel Deutschlands gegen Ecuador am Donnerstag (22 Uhr MESZ) zunächst auf der Bank sitzen werde. „Wenn es nicht fein wäre, dann wäre ich nicht hier“, sagte Undav und lächelte. „Das Wichtigste ist, dass das Team gewinnt.“ Er sei jetzt zweimal von der Bank gekommen, trotzdem habe Deutschland die Spiele gewonnen. „Das freut mich.“ Und dann flötete er abermals die wichtigste Botschaft des Abends: „Wenn ich nicht zufrieden wäre, wäre ich nicht hier.“
Dass er da war, konnte nicht bestritten werden. Er saß an der Seite von Nagelsmann. Nach Bekanntgabe dieser gemeinsamen Pressekonferenz war vielerorts spekuliert worden, der Auftritt als Duo sei ein klares Indiz dafür, dass der Stürmer eine Chance in der Startelf erhalten werde. Diesen falschen Schluss räumte Nagelsmann gleich in seinem ersten Statement ab.
Er werde lediglich „die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, sagte Nagelsmann, er treffe die Entscheidungen „nicht aus Jux und Tollerei, sondern aus Überzeugung“. Zwei Spieler sind verletzt. Gegen Ecuador spiele deshalb David Raum für den Linksverteidiger Nathaniel Brown. Und für den Innenverteidiger Nico Schlotterbeck rücke Antonio Rüdiger in die Partie. Und dann trug der Bundestrainer ein Argument vor, das schlau überlegt war. „Es ist die berechtigte Frage von allen, dass man diskutiert, ob wir wechseln oder nicht“, sagte Nagelsmann angesichts einer möglichen Schonung von Stammkräften für das nur vier Tage später folgende Sechzehntelfinale. Der Gegner ist noch unbekannt. Aber in den Wochen vor der WM sei es „eines der entscheidenden Themen“ gewesen, dass man sich einspielen müsse: „Jetzt haben wir zwei Spiele gemacht und jetzt wird diskutiert, wie viel wir wechseln? Wir wollen uns auf die K.-o.-Phase vorbereiten!“
In der Tat hatte sich Nagelsmann vor dem Turnierstart die Kritik anhören müssen, seine Stammelf sei nicht zu erkennen. „Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance“, hatte beispielsweise Uli Hoeneß gestichelt und dafür viel Applaus erhalten. Nun drehte Nagelsmann genau dieses Argument um. Und machte es zu seinem. Auch vor dem Hintergrund, dass in Felix Nmecha, Jamal Musiala und Kai Havertz drei Schlüsselspieler fast ein Jahr lang verletzt gewesen sind, soll sich die erste Elf einspielen. Und zu dieser gehört Undav genauso wenig wie der Torwart Oliver Baumann. Auch Manuel Neuer benötige Spielpraxis, führte Nagelsmann aus. „Manu“ habe seit seiner Rückkehr in die Nationalmannschaft nur zwei Spiele gemacht. „Das waren absolut keine Torwartspiele.“
Offene Fragen
- Wird Undav in zukünftigen Spielen eine Startelf-Chance bekommen?
- Wie wird sich die Aufstellungsentscheidung auf die Moral des Teams auswirken?


