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Urlaubsstau plus E-Auto gleich Doppelstress? Nicht unbedingt.
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Handelsblatt22.5.2026Automotive4 Min. LesezeitGermany

Urlaubsstau plus E-Auto gleich Doppelstress? Nicht unbedingt.

Viele moderne Elektromodelle sind auch für die Langstrecke geeignet und schlucken viel Gepäck. Eine Übersicht.

Auf einen Blick

  • Elektroautos sind für den Sommerurlaub geeignet.
  • Der Hyundai Ioniq 9, Smart #5, Volvo EX90, Opel Grandland und Mercedes CLA Shooting Brake bieten gute Reichweiten, Ladeleistungen und Platz für Familien.

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Urlaubsstau plus E-Auto gleich Doppelstress? Nicht unbedingt. Viele moderne Elektromodelle sind auch für die Langstrecke geeignet und schlucken viel Gepäck. Eine Übersicht. Holger Holzer 22.05.2026 - 07:22 Uhr Quelle: Spotpress Artikel anhören

Mercedes CLA: Das Shooting-Brake-Heck bietet weniger Platz als man etwa von einem T-Modell gewohnt wäre. Foto: Mercedes

Köln. Mit dem E-Auto in den Sommerurlaub zu fahren, ist längst kein unkalkulierbares Abenteuer mehr. Je nach Reisedistanz und Zielort sind zwar möglicherweise etwas mehr Planung und ein größeres Zeitpolster nötig, grundsätzliche technische Probleme gibt es aber nicht mehr. Fünf besonders geeignete Langstrecken-Stromer für die Familie.

Hyundai Ioniq 9 - Das Platzwunder

Platz, Komfort und Praktikabilität bietet der große Van im Überfluss. Bequemer als in der Variante mit sechs Einzelsitzen lässt sich die Familie in einem Auto kaum unterbringen. Erkauft wird der Freiraum mit für Europa recht üppigen Abmessungen: Mit 5 Metern Länge und 2 Metern Breite verlangen Parkhäuser und Autobahnbaustellen viel Feingefühl.

Elektromobilität

Du bist aber groß geworden – So schlägt sich der Hyundai Ioniq 9 im Handelsblatt-Test

Trotz des wuchtigen Auftritts ist der Hyundai dank ausgefeilter Aerodynamik auch bei normalem Reisetempo kein extremer Energiefresser. Die bis zu 620 Kilometer Normreichweite aus der großen 800-Volt-Batterie schrumpfen dann zwar deutlich, dankt einer rasanten Ladeleistung von bis zu 233 kW ist der Stromvorrat aber auch während einer kurzen Pause an der Raststätte bald wieder aufgefüllt. Die Preise starten bei knapp 70.000 Euro.

Smart #5 – Der Schnelllader

Mit einem Smart auf große Tour? Lange Zeit undenkbar. Doch seit die Stadtautomarke in chinesischer Hand ist, gibt es auch große Modelle wie das Mittelklasse-SUV mit der Nummer 5. Die fährt unter der weiterhin von Mercedes-Designern modellierten Hülle mit neuester Geely-Technik und ist mit bis zu 400 kW Ladeleistung schneller als es der Großteil der deutschen Ladesäulen aktuell hergeben.

Handelsblatt-Autotest

Völlig unterschätzt – der Smart #5 Brabus lässt manchen Porsche stehen

Kombiniert ist das mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und Antrieben bis 475 kW/646 PS in der Brabus-Variante. Die Premium-Technik trifft auf Premium-Flair im Innenraum – allerdings nicht in der klassisch-deutschen Ausprägung, sondern in einem eher verspielt-digitalen Stil. Die Preise starten bei 46.000 Euro, wer die volle Ladeleistung will, muss aber mindestens 51.000 Euro investieren.

Volvo EX90 – Mit skandinavischem Ruhepuls

Wer möglichst komfortabel und in entspanntem Ambiente reisen will, kommt derzeit am großen SUV der Schweden kaum vorbei. Gut fünf Meter Länge, eine edle, aber zurückhaltende Möblierung, ausgesprochen viel Sicherheitsausstattung, hohe Variabilität und die optionale Luftfederung stehen auf der Haben-Seite.

Der Volvo EX90 versteht sich auf Komfort. Foto: Volvo

Dort findet sich seit dem Update im Herbst 2025 auch die 800-Volt-Batterie, die die zunächst zu langen Ladezeiten stark nach unten korrigiert. Mehr als 600 Kilometer Normreichweite kommen noch hinzu. Wo der große Schwede nicht voll überzeugt, ist das Bediensystem, das vor allem auf Touchscreen-Nutzung statt Knöpfchen-Drücken setzt. Und: Das Preisniveau ist ziemlich hoch. Schon das nicht sehr üppig ausgestattete Basismodell kostet gut 84.000 Euro.

Opel Grandland – Alltagsbegleiter mit Langstreckenqualitäten

Auch unterhalb der Fünf-Meter-Liga und außerhalb des Premiumsegments gibt es geräumige Elektro-Crossover, wie der Opel Grandland zeigt. Mit 4,65 Metern stößt das einstige Kompakt-SUV in der neuesten Generation zwar schon in Mittelklasse-Dimensionen vor, bleibt aber noch handlich genug für deutsche Innenstädte. Optionen wie Matrix-LED und die äußerst bequemen AGR-Sitze heben den Rüsselsheimer technisch aus dem Volumensegment heraus.

Weil der Grandland auf einer Verbrenner-Plattform steht, zählt er innen nicht zu den geräumigsten SUVs Foto: Opel

Für Reisequalitäten sorgt die optionale 97-kWh-Batterie, die knapp 700 Kilometer Reichweite verspricht. Die Ladeleistung fällt mit 160 kW allerdings eher durchschnittlich aus. Für das Long-Range-Modell werden knapp 52.000 Euro fällig, wer mit weniger Reichweite (521 Kilometer) auskommt und die kleine Batterie wählt, zahlt knapp 47.000 Euro.

Mercedes CLA Shooting Brake – Schnell und weit

Kein klassisches Familienauto, aber aktuell wohl das Modell, das Premium-Komfort und Langstreckentauglichkeit am besten verbindet. Der Kombi der gehobenen Kompaktklasse holt aus seiner nicht übermäßig großen 800-Volt-Batterie durch gute Aerodynamik und hohe Antriebseffizienz im besten Fall fast 800 Kilometer Reichweite heraus, nachladen lässt sich mit bis zu 350 kW.

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Selbst das Einstiegsmodell mit dem kleinsten Akku schafft noch 542 Kilometer und kommt auf ordentliche 200 kW Ladeleistung. Gepaart ist die sehr zeitgemäße Technik beim Antrieb mit einem intelligenten und gut bedienbaren Infotainment, wertigem Gesamtambiente, für vier Mitreisende ordentlichem Raumangebot und umfassendem Ausstattungs-Katalog. Hier liegt allerdings dann auch die Schwäche: Schon das Basismodell kostet gut 48.000 Euro. Wer von den wichtigsten Hightech-Optionen profitieren will, ist auch ohne exzentrische Bedürfnisse schnell im Bereich von 60.000 Euro und mehr.

Mehr: Kaufen oder warten? Für wen sich E-Autos eignen

Erstpublikation: 21.05.2026, 11:07 Uhr.

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This article was originally published by Handelsblatt.

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