US-General Donahue scheidet nach 18 Monaten aus Amt
Auf einen Blick
- US-General Christopher Donahue verlässt nach nur 18 Monaten das Kommando der US-Streitkräfte in Europa und Afrika.
- Medienberichten zufolge wurde sein Abgang von Verteidigungsminister Pete Hegseth veranlasst, der eine Umstrukturierung der militärischen Führung vorantreibt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
US-General Christopher Donahue gibt nach nur 18 Monaten das Kommando über die US-Streitkräfte in Europa und Afrika ab. Sein Abgang wird als Teil einer Umstrukturierung der militärischen Führung durch Verteidigungsminister Pete Hegseth dargestellt.
Der Befehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa und Afrika, General Christopher Donahue, scheidet nach nur 18 Monaten aus dem Amt.
Er werde das Kommando in Wiesbaden an seinen Stellvertreter Christopher R. Norrie abgeben, teilten die US-Streitkräfte vor der Zeremonie mit, die für Donnerstag geplant ist.
»Ich muss hier niemandem sagen, dass Europa mehr Verantwortung trägt als jemals zuvor in den letzten 35 Jahren. Für mich ist klar, dass ihr bereit seid, mehr zu tun und euren Worten Taten folgen zu lassen, und die Vereinigten Staaten werden euch dabei zur Seite stehen«, sagte Donahue.
Und: »Die Nato ist heute stärker als je zuvor.«
Donahue gilt als einer der angesehensten Generäle des US-Heeres
Donahues Abgang sei direkt von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth veranlasst worden, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf US-Beamte.
Der Personalwechsel wird vom US-Verteidigungsministerium den Berichten zufolge als Teil von Hegseths Umbau der militärischen Führung dargestellt, zu dem auch die Herabstufung von Donahues Posten im Zuge einer Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa gehört.
Hegseth blockierte demnach aber zugleich Bemühungen, Donahue auf andere Spitzenposten zu versetzen.
Donahue galt als einer der angesehensten Generäle des US-Heeres und wurde den Berichten zufolge als aussichtsreicher Kandidat etwa für die Führung des US-Heeres gehandelt.
Seit Hegseths Amtsantritt wurden bereits zahlreiche Spitzenmilitärs entlassen oder zum Rückzug gedrängt.
Offizielle Begründungen blieben dabei oft vage oder fehlten ganz.
Letzter US-Soldat in Afghanistan
Die New York Times und die Washington Post verweisen darauf, dass Donahue bereits 2023 öffentlich republikanischen Vorwürfen widersprochen hatte, das US-Militär sei von einer »woken« Ideologie geprägt.
Ob diese Äußerung bei der Entscheidung eine Rolle spielte, ist allerdings unklar.
Hegseth hat den Kampf gegen aus seiner Sicht »woke« Strukturen und Diversitätsprogramme im Militär zu einem seiner zentralen politischen Anliegen gemacht.
Donahue zog sich zudem laut US-Medien den Unmut von Hegseth zu, weil er als letzter US-Soldat in Afghanistan zum Symbol des chaotischen Abzugs 2021 geworden sei.
Trump und Hegseth kritisieren dies seit Langem.
Donahue wirkte in Afghanistan unter anderem als Kommandeur der Spezialkräfte.
Nach Angaben der Armee war der Offizier 17-mal zu Auslandseinsätzen in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Nordafrika und in Osteuropa gewesen.
Donahue fordert Abschreckung mit »Stiefeln im Schlamm«
»Der Charakter des Krieges hat sich gewandelt. Die Ukraine hat uns gezeigt, wie Tempo und die Fähigkeit zum Wachsen und wie Echtzeitdaten nun denjenigen einen Vorteil verschaffen, die wissen, wie man dies nutzt«, gab Donahue nun in Estland den europäischen Verbündeten mit auf den weiteren Weg.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Entlassungen oder Rückdrängungen von Spitzenmilitärs durch Hegseth.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Welche anderen Spitzenposten wurden Hegseth verwehrt?
- Welche Rolle spielte Donahues Äußerung zur 'woken' Ideologie?
- Wie wird sich die Überprüfung der US-Militärpräsenz auswirken?




