US-Militär greift Iran nach Angriff auf Frachtschiff an
Auf einen Blick
- Das US-Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen den Iran durchgeführt.
- Dies sei eine Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff, die den USA dem Iran zugeschrieben wird.
- Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen den Iran durchgeführt, nachdem ein Frachtschiff attackiert wurde, was die USA dem Iran zuschreiben. Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Wasserstraße für den globalen Öl- und Gasverkehr.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben trotz vereinbarter Waffenruhe Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Dies sei eine Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag, die die USA dem Iran zuschreiben, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mit. Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden.
„Die ungerechtfertigte Aggression iranischer Streitkräfte gegen die Handelsschifffahrt stellte einen klaren Verstoß gegen die Waffenruhe dar“, betonte das US-Militär. Zudem habe es die freie Schifffahrt gefährdet.
Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichteten unter anderem das Staatsfernsehen Irib und der Sender Press TV. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen.
Trump hatte dem Iran zuvor auf seiner Plattform Truth Social einen „törichten“ Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Eine Drohne habe das Oberdeck des Schiffes getroffen und „Schaden angerichtet“, schrieb er. Drei weitere Drohnen seien von den USA abgeschossen worden.
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) hatte am Donnerstag einen Angriff vor der omanischen Küste gemeldet und erklärt, das Schiff sei beschädigt. Von Verletzten oder Umweltschäden war nicht die Rede. Ein US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, es habe sich um das Handelsschiff „Ever Lovely“ gehandelt.
Angriff auf Frachtschiff war vorausgegangen
Stunden vor dem Angriff hatte der Iran Frachter in der Straße von Hormus davor gewarnt, die Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Straße von Hormus sei die vom Iran festgelegte, erklärte die Revolutionsgarde. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstößen werde man einschreiten.
Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert und hat wiederholt Anspruch auf die Kontrolle der Durchfahrt erhoben, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel.
Offene Fragen
- Wer genau war für den Angriff auf das Frachtschiff verantwortlich?
- Wie wird der Iran auf die US-Angriffe reagieren?
- Welche weiteren Eskalationsschritte sind zu erwarten?

