USA und Iran sehen Fortschritte bei Verhandlungen
Auf einen Blick
- Die USA und Iran melden Fortschritte bei Verhandlungen zur Beendigung des seit fast drei Monaten andauernden Krieges.
- Beide Seiten, sowie der Vermittler Pakistan, berichten von Annäherungen.
- US-Außenminister Rubio hofft auf "gute Nachrichten", während der Iran noch offene Punkte sieht.
KI-generierte Zusammenfassung
Liveblog Irankrieg :
USA und Iran sehen Fortschritte bei Verhandlungen
23.05.2026, 17:40Lesezeit: 1 Min.
US-Außenminister Marco Rubio am Samstag in Neu-DelhiAP
Iran spricht von Annäherung – Rubio hofft auf baldige „gute Nachrichten“ +++ Frankreich untersagt Israels Polizeiminister Einreise +++ alle Entwicklungen im Liveblog
USA und Iran sehen Fortschritte bei Verhandlungen
Im seit fast drei Monaten andauernden Krieg zwischen den USA und Iran bewegen sich beide Seiten nach eigenen Angaben aufeinander zu. Beide Staaten sowie der Vermittler Pakistan meldeten am Samstag Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des Konflikts. US-Außenminister Marco Rubio sagte bei einem Besuch in Neu-Delhi, es werde weiterhin an einer Lösung gearbeitet. Möglicherweise werde sich die US-Regierung bereits in naher Zukunft dazu äußern. Er hoffe auf „gute Nachrichten“, fügte er hinzu.
Am Freitag hatten die US-Sender CBS und das Nachrichtenportal „Axios“ noch berichtet, dass das US-Militär sich auf die Wiederaufnahme der Angriffe vorbereite.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sprach dagegen ebenfalls von einer Annäherung. Es gebe jedoch noch offene Punkte, die in den nächsten drei oder vier Tagen über Vermittler geklärt werden müssten. Zuvor hatte der pakistanische Armeechef Asim Munir bei einem Besuch in Teheran mit der iranischen Führung über eine Absichtserklärung beraten. Die „Financial Times“ berichtete unter Berufung auf Vermittler, dass die USA und Iran kurz vor einer Verlängerung der Feuerpause um 60 Tage stünden.
Irans Parlamentspräsident und Verhandlungschef Mohammed Bagher Ghalibaf warnte US-Präsident Donald Trump bei dem Treffen vor einem abermaligen Angriff auf Iran: Der Gegenangriff werde „für die USA noch vernichtender sein“. Er betonte aber gleichzeitig, dass Teheran den diplomatischen Weg „klug und entschlossen“ weiterverfolgen werde. Dies bedeute jedoch nicht, dass man die Rechte des iranischen Volkes zugunsten einer Einigung aufgeben werde.
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Hamas wirft Israel Bruch der Waffenruhe vor
Die islamistische Hamas im Gazastreifen wirft Israel vor, die Vereinbarungen für eine Waffenruhe zu verletzen. Hamas-Sprecher Hasem Kassem begründete dies mit israelischen Militäreinsätzen in den vergangenen Tagen. Die Bombardierung von Wohnhäusern im Gazastreifen und die damit einhergehende Flucht der Bevölkerung stehe im Widerspruch zu den Vereinbarungen.
Die israelische Armee erklärte auf der Plattform X, dass bei zwei separaten Vorfällen am Freitag „mehrere Terroristen“ getötet worden seien. Diese hätten die sogenannte gelbe Linie überschritten und sich den Streitkräften in bedrohlicher Weise genähert. Die gelbe Linie bezeichnet die im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Rückzugsposition der israelischen Armee und gilt als neue Grenzlinie zum Gazastreifen.
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Frankreich verhängt Einreiseverbot gegen Ben-Gvir
Frankreich verhängt ein Einreiseverbot gegen den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir. Dies teilt Außenminister Jean-Noel Barrot mit und begründet den Schritt mit dem Vorgehen gegen Aktivisten der Gaza-Flottille. „Ab heute ist Itamar Ben-Gvir die Einreise in französisches Staatsgebiet untersagt“, schrieb Barrot auf der Plattform X. Gemeinsam mit seinem italienischen Amtskollegen fordere er die Europäische Union auf, ebenfalls Sanktionen gegen den rechtsextremen Ben-Gvir zu verhängen, erklärt er weiter.
Ben-Gvir hatte am Mittwoch mehrere Aufnahmen veröffentlicht, in denen er inhaftierte und gefesselte Aktivisten verhöhnte – versehen mit dem hebräischen Kommentar: „So heißen wir Terrorunterstützer willkommen“. Eine Szene zeigt den Minister, der eine große israelische Flagge schwenkt, während im Hafen von Aschdod Aktivisten gezwungen werden, mit gesenktem Kopf auf dem Boden zu knien, und die israelische Nationalhymne über Lautsprecher ertönt. Ben-Gvir rief dabei auf Hebräisch: „Willkommen in Israel! Wir haben hier das Sagen!“
Die Aktion löste internationale Empörung aus. Deutschlands Außenminister Johann Wadephul (CDU) bezeichnete das Verhalten des israelischen Ministers als „vollkommen inakzeptabel“. Es widerspreche „den Werten, für die Deutschland mit Israel gemeinsam stehen will, fundamental“.
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Fünf Polizisten bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet
Bei einem israelischen Angriff auf einen Polizeiposten im Norden des Gazastreifens sind fünf Polizisten getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien bei dem Vorfall nahe dem Viertel Scheich Radwan verletzt worden, teilte die dortige Polizeidirektion mit. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.
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Iran warnt USA vor Wiederaufnahme des Krieges
Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnt die USA vor einer Wiederaufnahme des Krieges. Iran werde bei den Rechten seiner Nation und seines Landes keine Kompromisse eingehen, sagt Ghalibaf dem pakistanischen Armeechef bei einem Treffen in Teheran laut einem Bericht des Staatsfernsehens. Die iranischen Streitkräfte hätten ihre Fähigkeiten während der Waffenruhe wiederaufgebaut, erklärt er weiter. Sollten die USA „törichterweise den Krieg wieder aufnehmen“, wären die Konsequenzen „noch vernichtender und bitterer“.
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Pakistans Armeechef zu Gesprächen in Teheran
Inmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Irankrieg hat der pakistanische Armeechef Asim Munir in Teheran politische Gespräche mit der iranischen Führung geführt. Am Freitagabend traf er sich nach Angaben des Staatssenders Irib zu einem Austausch mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Inhaltliche Details wurden nicht bekanntgegeben, das Gespräch soll aber bis nach Mitternacht gedauert haben. Munir will sich demnach auch mit Präsident Massud Peseschkian und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf treffen.
Am Freitag hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran zu besprechen. In pakistanischen Sicherheitskreisen war Optimismus verbreitet worden, dass eine Vorvereinbarung zwischen den USA und Iran greifbar sei.
Munir hätte demnach eigentlich am Donnerstag nach Teheran reisen sollen. Er habe jedoch auf grünes Licht der iranischen Verhandler gewartet, dass tatsächlich eine erste Einigung erzielt werden kann. Um welche Punkte es dabei gerade genau geht, ist nicht bekannt. Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt und er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien.
Das iranische Außenministerium dämpfte aber die Erwartungen an eine mögliche Annäherung zwischen Teheran und Washington. Ministeriumssprecher Ismail Baghai bezeichnete Munirs Reise am Freitag beim Staatssender Irib als Fortsetzung eines laufenden diplomatischen Prozesses, nicht aber als Hinweis auf eine bevorstehende Einigung mit den USA.
Im Mittelpunkt der aktuellen Gespräche stehe weiterhin ein sofortiges Ende des Krieges, betonte Baghai. Streitpunkte zwischen dem Iran und den USA – insbesondere das Atomprogramm und der Verbleib hochangereicherten Urans – könnten erst nach Kriegsende verhandelt werden. Andernfalls würden die Gespräche wie in früheren Runden erneut ohne konkrete Ergebnisse bleiben, so der Sprecher.
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Israels Armee meldet Angriffe auf Hizbullah-Ziele in Libanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Stellungen der libanesischen Hizbullah-Miliz angegriffen und zerstört. Wie das Militär auf der Plattform X mitteilte, wurde dabei eine unterirdische Anlage der Hizbullah im Gebiet der Bekaa-Ebene getroffen. Diese sei zur Herstellung von Waffen genutzt worden, die gegen israelische Zivilisten und Soldaten eingesetzt werden sollten.
Zudem griff die Armee Standorte der Hizbullah in der südlibanesischen Küstenstadt Tyros an, die rund 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Hizbullah-Kämpfer hätten von dort aus Angriffe gegen Soldaten geplant und ausgeführt, hieß es.
Wie die Armee weiter mitteilte, wurde am Freitag ein Versuch vereitelt, mit Hilfe einer Drohne acht Pistolen und Magazine nach Israel zu schmuggeln. Die Drohne sei abgefangen worden.
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Sechs Sanitäter bei israelischen Angriffen in Libanon getötet
Bei israelischen Angriffen im Süden Libanons sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden sechs Sanitäter getötet worden. Das Ministerium verurteilte die Vorfälle am Freitag als Verletzung des Völkerrechts. In der Nacht zum Freitag seien in der Ortschaft Hanaway vier Rettungskräfte der Islamischen Gesundheitsorganisation ums Leben gekommen. Am Freitagmorgen habe ein weiterer israelischer Angriff in Deir Kanun en-Nahr zwei Sanitäter der Al-Rissala-Pfadfinderorganisation getötet. Insgesamt seien in Deir Kanun en-Nahr sechs Menschen gestorben, darunter ein syrisches Kind.
Das israelische Militär teilte zu dem Vorfall in Hanaway mit, es habe Infrastruktur der Hizbullah angegriffen, in der sich Kämpfer der Miliz aufgehalten hätten. In Deir Kanun en-Nahr hätten Soldaten zwei Hizbullah-Kämpfer auf Motorrädern identifiziert und attackiert. In beiden Fällen prüfe das Militär Berichte, wonach Unbeteiligte zu Schaden gekommen seien. Man habe Maßnahmen ergriffen, um zivile Opfer zu vermeiden, unter anderem durch Evakuierungsaufrufe.
Das libanesische Gesundheitsministerium veröffentlichte ein Video aus Deir Kanun en-Nahr. Darin sind zwei Männer in gelben Westen am Straßenrand zu sehen, die sich um eine Person kümmern. Als sich ein Krankenwagen nähert, gibt es einen Blitz und eine laute Explosion, anschließend liegen die Männer am Boden.
Deir Kanun en-Nahr war in dieser Woche von einem Luftangriff getroffen worden, bei dem 14 Menschen starben. Es war der tödlichste einzelne Angriff seit der Ankündigung einer Waffenruhe im April. Seit dem 2. März, als die Hizbullah Israel beschoss und damit einen neuen Krieg auslöste, sind in Libanon mehr als 3100 Menschen getötet worden. Darunter befinden sich Angaben des Ministeriums vom Freitag 123 Sanitäter, mehr als 210 Kinder und fast 300 Frauen. Das humanitäre Völkerrecht sieht den Schutz von Rettungskräften und ziviler Infrastruktur wie Krankenhäusern vor.
Der Weltgesundheitsorganisation zufolge wurden mehrere Kliniken im Süden Libanons durch israelische Angriffe beschädigt oder außer Betrieb gesetzt. Am Donnerstag beschädigte nach libanesischen Angaben ein Angriff Israels nahe der Klinik Tebnine alle drei Stockwerke des Gebäudes sowie davor geparkte Krankenwagen.
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Sabrina Frangos
Berichte: USA bereiten mögliche neue Angriffe auf Iran vor
Die USA bereiten Medienberichten zufolge mögliche neue Angriffe auf Iran vor. Das Nachrichtenportal „Axios“ berichtete am Freitag, US-Präsident Donald Trump habe am Morgen eine Sitzung mit seinen engsten Beratern abgehalten. Trump erwäge ernsthaft neue Angriffe, sollte es bei Verhandlungen mit Teheran keinen Durchbruch geben. Auch der US-Sender CBS berichtete von möglichen neuen Angriffen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden.
Trump selbst hatte am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er könne wegen „Umständen“ nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. Nähere Angaben zu diesen Umständen hatte der US-Präsident nicht gemacht.
Ebenfalls am Freitag war Pakistans Armeechef Asim Munir im Zuge der Vermittlungsbemühungen seines Landes im Iran-Krieg zu einem Besuch in Teheran eingetroffen. Pakistan tritt im Iran-Krieg als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf.
Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in der Golfregion an und blockierte weitgehend die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus vor seiner Küste. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe im Iran-Krieg.
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Rubio: Brauchen „Plan B" für die Öffnung der Straße von Hormus
US-Außenminister Marco Rubio hat beim NATO-Außenministertreffen in Schweden für einen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Alle würden ein Abkommen mit Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg. Falls sich Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen „Plan B“.
„Ich habe diesen Punkt heute angesprochen. Ich habe viel Zustimmung erhalten, (...) aber wir haben heute keine Ankündigung für Sie“, fuhr Rubio fort.
Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet. Zugleich betonte er: „Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?“ Er wisse nicht, ob das unbedingt eine NATO-Mission sein müsse, „aber es wären sicherlich NATO-Länder, die dazu beitragen können“.
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Verhandlungen: Pakistans Armeechef reist nach Teheran
Inmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Irankrieg reist Pakistans Armeechef Asim Munir nach Teheran. Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Munir solle die iranische Führung treffen. Zuvor hatten iranische Medien über die Reise berichtet.
Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt und gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Der pakistanische Innenminister und Vertraute von Munir, Mohsin Naqvi, ist bereits in Teheran. Er habe sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zum Austausch getroffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
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Israels Botschafter fordert Konsequenzen aus Mord-Plan
Nach der Anklage der Bundesanwaltschaft gegen einen Mann, der im Auftrag Irans Juden und Freunde Israels in Deutschland für Mord- und Brandanschläge ausgespäht haben soll, fordert Israels Botschafter Ron Prosor Konsequenzen. „Der iranische Terror bedroht längst nicht mehr nur den Nahen Osten, sondern auch die Siche







