Volkswagen plant Medienberichten zufolge massiven Stellenabbau und Werksschließungen
Auf einen Blick
- Volkswagen plant laut Medienberichten, weltweit bis zu 100.000 Stellen abzubauen und möglicherweise vier Werke in Deutschland zu schließen.
- Dies würde eine Verdoppelung des bisherigen Abbauziels bedeuten und stößt voraussichtlich auf Widerstand bei Arbeitnehmervertretern.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Volkswagen plant eine tiefgreifende Transformation zur Effizienzsteigerung und Verschlankung des Unternehmens, wobei der Konzernvorstand intensiv an einem Zukunftsplan arbeitet.
Europas größter Autobauer Volkswagen steht Medienberichten zufolge vor einem weiteren massiven Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollen im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete zunächst das manager magazin unter Berufung auf Insider. Der NDR meldet dies ebenfalls.
Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels von 50.000 bis 2030, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen war. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« schreibt gar von bis zu 60.000 zusätzlichen Stellen. Fraglich ist, ob der im Raum stehende zusätzliche Stellenabbau ebenfalls bis 2030 oder erst danach erfolgen soll. Wie genau sich die Zahl zusammensetzt, ist den Angaben zufolge noch nicht klar.
Laut dem Bericht könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden. Dabei gehe es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es.
Wie ein Stellenabbau in diesem Ausmaß bei VW überhaupt umgesetzt werden kann, ist ebenfalls offen. Bei VW gilt bislang eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2030, bei Audi sogar bis Ende 2033. Allerdings kommt der Konzern beim Abbau der bislang geplanten 50.000 Stellen gut voran: Von den 35.000 Stellen, die bei der Kernmarke wegfallen sollen, galten etwa zuletzt 28.000 Austritte bereits verbindlich vereinbart. Der bislang bereits vereinbarte Abbau sollte ohne betriebsbedingte Kündigungen und sozialverträglich erfolgen.
Der Wolfsburger Autobauer soll laut manager magazin auch völlig neu sortiert werden. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In der Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden.
Ein VW-Sprecher sagte, sein Unternehmen kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zugrunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden. Er ergänzte: »Richtig ist, dass die gesamte Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen.«
Der Konzernvorstand hatte in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. »Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen«, sagte der Sprecher. Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten.
Offen ist, wie die Pläne des Vorstands dort insbesondere bei den Arbeitnehmervertretern sowie beim Land Niedersachsen ankommen. Besonders Pläne zur Schließung von Werken in Deutschland könnten dort auf Widerstand stoßen.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli über die Zukunftspläne beraten.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Pläne zur Schließung von Werken in Deutschland werden auf Widerstand stoßen.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wie genau setzt sich die Zahl der 100.000 Stellen zusammen?
- Erfolgt der zusätzliche Abbau bis 2030 oder erst danach?
- Wie werden die Pläne bei Arbeitnehmervertretern ankommen?






