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Vorschlag für eine Fiskalregel in Deutschland zur Vermeidung von Haushaltsdefiziten
Politik
Die Weltvor 4 StundenPolitik1 Min. LesezeitGermany

Vorschlag für eine Fiskalregel in Deutschland zur Vermeidung von Haushaltsdefiziten

Auf einen Blick

  • Der Artikel kritisiert die Folgen defizitärer Haushaltsführung in Deutschland und schlägt eine permanente Fiskalregel vor, die bei anhaltenden Defiziten nicht-essenzielle Staatstätigkeiten ruhen lässt und Gehälter von Politikern einfriert.
  • Als Vorbild dient Argentinien.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Artikel kritisiert die seit Jahrzehnten strukturell defizitäre Haushaltsführung in Deutschland und die daraus resultierenden Belastungen für Bürger und Wirtschaft.

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Über die Einnahmen und Ausgaben des Bundes entscheiden der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung. Die Folgen defizitärer Haushaltsführung tragen andere: die Bürger und die Wirtschaft, über höhere Abgaben, über Inflation, über die Zins- und Tilgungslasten, die künftigen Haushalten und damit künftigen Generationen aufgebürdet werden.

Für die handelnden Amts- und Mandatsträger selbst ist ein Defizit dagegen vollkommen folgenlos. Wer Milliarden verwirtschaftet, bekommt am Monatsende dasselbe Gehalt wie der, der solide wirtschaftet. Eine Ordnung, in der Entscheidung und Haftung derart auseinanderfallen, erzeugt zwangsläufig genau das, was wir seit Jahrzehnten beobachten: strukturell defizitäre Haushalte.

Dass ein solcher Mechanismus keine Utopie ist, zeigt Argentinien. Die Regierung Milei hat am 30. Juli 2026 eine permanente Fiskalregel angekündigt, nach der bei einem über Monate fortbestehenden und nicht fristgerecht behobenen Defizit die nicht wesentlichen Staatstätigkeiten ruhen und Präsident, Vizepräsidentin, Senatoren, Abgeordnete, Minister, Staatssekretäre und Unterstaatssekretäre keinen Peso Gehalt mehr erhalten.

Das ginge in Deutschland auch. Die beiden nachfolgenden Entwürfe zeigen, wie: zunächst ein Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 48 und 65b), das die verfassungsrechtlichen Grundlagen schafft, sodann das darauf gestützte Fiskalverantwortungsgesetz, das den Mechanismus im Einzelnen regelt. Beide sind ausformuliert und einbringungsreif. Was fehlt, ist allein der politische Wille.

Die Entwürfe verstehen sich als Diskussionsbeitrag; zur Debatte, zu Kritik und zu Verbesserungsvorschlägen ist jeder eingeladen.

Offene Fragen

  • Wird der politische Wille zur Umsetzung der Fiskalregel entstehen?
  • Wie würden die vorgeschlagenen Gesetze konkret umgesetzt?
  • Welche Auswirkungen hätte die Regel auf die Staatsverwaltung?

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This article was originally published by Die Welt.

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